LABBÉ Verlag
Lesekorb - Geschichten für Kinder

Vorwort

Bevor ihr diese Geschichte von Michael Strogoff, einem Kurier des russischen Zaren lest, empfehle ich euch, den Atlas zur Hand zu nehmen. Sein Auftrag führte ihn von Moskau in das über fünftausend Kilometer entfernte Irkutsk, das im Osten Sibiriens liegt.

Seine Route geht von Moskau nach Nishny-Nowgorod, weiter nach Perm, Jekaterinburg, Omsk, Tomsk, Krasnojarsk, den Baikalsee nach Irkutsk. Konntet ihr die Orte finden?

Zu Beginn reist er mit der Eisenbahn, wechselt dann von der Kutsche zum Pferd und muss am Ende noch viele hundert Kilometer zu Fuß zurücklegen.

Aber warum das alles? Das große russische Reich gehört bis zum Uralgebirge zu Europa. Jenseits der Bergkette liegt der asiatische Teil Russlands. Diesen sibirischen Provinzen droht eine Invasion durch die Tataren. Russland ist ein Vielvölkerstaat, was bedeutet, dass unterschiedlichste Kulturen und Religionen aufeinandertreffen.

Diese Gegensätze in einem Land zu vereinen ist schwer und umso einfacher ist es, die Unzufriedenheit der einzelnen Völker auszunutzen. Angeführt von Iwan Ogareff, einem russischen Verräter, haben sich unterschiedliche Tatarenstämme zusammengeschlossen. Ziel ist die Stadt, Irkutsk, in der der Bruder des russischen Zaren lebt.

Dieser Iwan Ogareff hat sehr persönliche Gründe, sich an dem Großfürsten von Irkutsk zu rächen. Als die Hauptverbindung von Moskau nach Irkutsk, die Fernmeldeleitung, ausfällt, bleibt nur noch die Möglichkeit den Bruder des Zaren durch einen Kurier zu warnen.

Wie in jedem seiner Romane entwirft der Autor Jules Vernes auch hier mit der Figur des Michael Strogoff eine ausgefeilte Persönlichkeit. Ein Sibirier, dem keine Anstrengung zu viel, und kein Schmerz zu groß ist. Zu Beginn seiner Reise trifft er auf das Mädchen Nadja, das sich ebenfalls auf dem Weg nach Irkutsk befindet.

Ihr Vater wurde vom Zaren nach Sibiriern verbannt, was zur damaligen Zeit eine Strafe für tausende von Verbrechern oder Staatsverrätern war. Nach dem Tod ihrer Mutter ist sie fest entschlossen, zu ihm zu reisen.

In die dramatische Handlung, die gleichzeitig ein gewissenhaft recherchierter Reisebericht durch das damalige Russland ist, hat Jules Vernes zwei Personen eingeflochten, die der Handlung immer wieder eine lustige Wendung geben.

Die beiden Reporter Alcide Jolivet aus Paris und Harry Blount aus London. Wie aus den beiden Konkurrenten Freunde werden, lest ihr am besten selber.

Dieser Roman von Jules Verne wird als sein bestes Werk bezeichnet. Der Schriftsteller, der sich in vielen Werken der Technik verschrieben hatte, richtete beim "Kurier des Zaren" sein Augenmerk auf die Darstellung seiner Charaktere und der Natur.

Wenn ihr noch mehr über Jules Vernes erfahren wollt, dann schaut hier im Lesekorb mal bei "In achtzig Tagen um die Welt" und "Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer" vorbei.

Jetzt viel Spaß bei eurer Reise durch die endlosen Steppen Sibiriens.


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Der Klassiker DER KURIER DES ZAREN von Jules Verne (1828-1905) wurde von Gabi Müller für den Lesekorb nacherzählt. Der Holzstich stammt von Ch. Barbant nach einer Zeichnung von Jules-Descartes Férat (1819 — 1889).

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