LABBÉ Verlag
Lesekorb - Geschichten für Kinder

Vorwort

Vielleicht geht es dir ja auch manchmal so: Du siehst einen Film und er will dir nicht mehr aus dem Kopf. Lange Zeit später denkst du immer noch daran, was die Personen gesagt und getan haben oder spielst das Ganze mit deinen Freunden nach.

Früher, als es kein Fernsehen und kein Kino gab, da unterhielten sich die Menschen ganz anders als heute. Sie erzählten sich zum Beispiel Märchen. Es gab fahrende Sänger und Erzähler, die im Land herumreisten und für Geld öffentlich etwas vortrugen. Und was für Geschichten hörten die Menschen gern? Das war damals nicht anders als heute: Abenteuer fanden alle voll spannend. So entstanden viele Sagen von tapferen Rittern, die durch die Welt zogen und böse Übeltäter besiegten.

Jeder, der die Geschichte weitererzählte, dichtete ein bisschen was dazu. Haarsträubend, was dabei so alles herauskam. Manche Ritter besiegten angeblich 1000 Feinde auf einen Schlag, andere mussten schreckliche Mutproben von bösen Zauberern überwinden oder gegen sechsköpfige Drachen kämpfen, deren Köpfe schneller nachwuchsen, als man sie abhauen konnte. So was gefiel den Leuten.

Manche Erzählungen wurden auch aufgeschrieben, so dass wir sie heute noch lesen können. Da gibt es zum Beispiel den „Rasenden Roland“: Er verliebte sich angeblich so hoffnungslos in eine chinesische Prinzessin, dass er darüber wahnsinnig wurde. Ein Prinz wollte ihm helfen und machte sich auf die Suche nach Rolands verlorenem Verstand. Und wo fand er ihn? Auf dem Mond!

Ein anderer Held, Parzival, wurde von allen nur der „tumbe Tor“ genannt (das heißt in etwa „der dumme Narr“), weil er am Anfang seiner Geschichte so ziemlich alles falsch machte, was man nur falsch machen kann. Und dann gab’s da noch Amadis von Gallien, dessen Liebe zu der schönen Prinzessin Oriana so gut bei den Lesern ankam, dass mehr als 20 Bände in Serie über ihn und seine Nachkommen namens Esplandian, Florisando, Lisuarte oder Anaxartes entstanden. Also auch nicht anders als heute, wenn ein Kinofilm Erfolg hat und die erste, zweite, dritte Fortsetzung dazu gedreht wird.

Das Buch, das wir dir hier vorstellen wollen, handelt von einem Mann, der ganz verrückt nach Ritterromanen war. Er hatte einen ganzen Schrank davon – natürlich auch die berühmten Geschichten des Amadis – und tat nichts anderes als lesen, lesen, lesen. Bis er eines Tages beschloss, selbst auszuziehen und das Abenteuer zu suchen. Nur: damals war die Zeit der Ritter schon längst vorbei. Er war sozusagen der letzte Ritter.

400 Jahre – so alt ist heute das Buch von „Don Quichotte“. Bestimmt hast du schon einmal von ihm gehört. Seine Abenteuer sind auf der ganzen Welt bekannt. Ausgedacht hat sie sich ein Spanier namens Miguel de Cervantes Saavedra. Und obwohl das Buch älter ist als deine Urururgroßeltern, ist es kein bisschen langweilig. Die Sprache ist ein wenig anders als heute, aber die Geschichten sind unglaublich spannend, lustig und gleichzeitig ein bisschen traurig. Und jetzt wollen wir dich nicht länger neugierig machen!


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Die Geschichten von DON QUICHOTTE von Miguel de Cervantes y Saavedra (1547 - 1616) wurde von Monika Wittmann für den Lesekorb nacherzählt. Die Bildcollagen wurden nach Illustrationen von Grandville (1803 - 1847) hergestellt.

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