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1.
Es kann ja nicht immer so bleiben
hier unter dem wechselnden Mond,
es blüht eine Zeit und verschwindet,
|: was mit uns die Erde bewohnt. :|

2.
Es haben viel fröhliche Menschen
lang vor uns gelebt und gelacht;
den Ruhenden unter dem Grabe
|: sei freundlich ein Becher gebracht! :|

3.
Es werden viel fröhliche Menschen
lang nach uns des Lebens sich freu'n
und Ruhenden unter dem Grase
|: den Becher der Fröhlichkeit weih'n :|

4.
Wir sitzen so fröhlich beisammen
und haben uns alle so lieb;
wir heitern einander das Leben:
|: ach, wenn es doch immer so blieb'! :|

5.
Doch weil es nicht immer kann bleiben,
so haltet die Freude recht fest!
Wer weiß denn, wie bald uns zerstreuet
|: das Schicksal nach Ost und nach West. :|

6.
Und sind wir auch fern voneinander,
so bleiben die Herzen sich nah',
und alle, ja alle wird's freuen,
|: wenn einem was Gutes geschah. :|

7.
Und kommen wir wieder zusammen
auf wechselnder Lebensbahn,
so knüpfen ans fröhliche Ende
|: den fröhlichen Anfang wir an. :|

Lateinisch:

1.
Non potest sic semper manere,
Varians dum luna nitet,
Paulisper viret et marcescit,
Quidquid in hoc orbe viget.

2.
Multi et alacres vixere
Et diu riser' ante nos,
Iis, qui sub herba quiescunt,
Calices libemus nunc hos!

3.
Multi et alacres gaudebunt
Terrestri hac vita post nos,
Et nobis tunc gramine tectis
Libabunt laeti cyathos.

4.
Una nos sedemus hic laeti
Et omnes amamus nos hic,
Nobis hilaramus hanc vitam,
O utinam semper sic sit!

5.
At quia non sic manet semper,
Tenete amicitiam!
Nam quis scit, quam mox sors dispellat
In terram nos incognitam!

6.
Inter nos, et quamquam distamus,
Animi sunt prope sibi,
Et cuncti, quin cuncti gaudebunt,
Si quid cadet cui boni.

7.
Si conveniemus in vita
Multiplici post iterum,
Ad laetum nectemus nos finem
Laetum quoque initium.

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