LABBÉ Verlag
Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

Krimirätsel der Woche

Raubüberfall in der Martinsstraße
Michael Green hatte schon von weitem gesehen, dass drei Polizeiwagen und der alte Opel von Inspektor Klarkopf in der Martinstraße vor dem Haus Nummer 24 standen. Neugierig lenkte er sein Fahrrad durch diese Straße. Das Haus Nummer 24 war ein älteres Mehrfamilienhaus, in dem verschiedene Menschen wohnten. Im zweiten Stockwerk lebte der alte Herr Bockel, den kannte Michael Green ganz gut. Manchmal kam er Großvater besuchen, denn die beiden waren früher zusammen in einer Klasse gewesen.

Ob dem alten Bockel etwas zugestoßen war? Beunruhigt wanderte Michael Green um das Haus herum. Hinter dem Haus gab es einen kleinen Garten, den Herr Bockel mit Liebe bepflanzte. Hier war eine Leiter an den Balkon des zweiten Stockwerkes gestellt. Eine tiefe Fußspur führte durch den matschigen Gartenboden bis zur Leiter und wieder zurück.

Michael Green zog sein Zentimetermaß aus der Hosentasche und wollte gerade die Spur ausmessen, da ertönte eine Stimme über ihm: "Größe 52. Herrenschuhe mit kleinem Absatz." Michael Green blickte zu der Stimme hinauf. Kommissar Klarkopf stand über ihm auf dem Balkon und lachte. "Hereinspaziert, Kollege. Wir können deinen Rat gut gebrauchen." Das ließ sich Michael Green nicht zweimal sagen. Er blickte noch einmal sorgfältig auf die Fußabdrücke. Dann ging er die Treppe zu Herrn Bockels Wohnung hinauf.

Als Michael Green die Wohnung des alten Mannes betrat, traf er einen verwirrten und unglücklichen Herrn Bockel an. "Das ist doch wieder typisch für uns alten Leute", klagte er. "Wir Alten werden doch immer wieder von skrupellosen Räubern überfallen. Ausgerechnet gestern habe ich mein ganzes Geld abgehoben und wollte damit in den Urlaub fahren. Und diese Nacht hat sich jemand in meine Wohnung geschlichen und mein Portemonnaie gestohlen.

"Hatten Sie denn die Balkontür auf?", wunderte sich Michael Green. "Natürlich", erwiderte der alte Mann. "Ich brauche immer frische Luft. Es kann doch niemand damit rechnen, dass sich jemand eine Leiter holt und den Balkon hinauf steigt." "Rechnen muss man aber heutzutage mit allem", sagte Kommissar Klarkopf. "Die Menschen sind schlecht geworden."

Michael Green betrachtete die Wohnung aufmerksam. Herr Bockel war ein sehr ordentlicher Mensch. Alles war frisch geputzt, und auf dem Parkett spiegelte sich nicht ein einziges Staubkörnchen. "Wo hatten Sie ihr Portemonnaie hingelegt?", wollte Michael Green wissen. "Es lag auf meinem Schreibtisch, hier im Wohnzimmer", erzählte Herr Bockel. "Ich habe ja nicht geahnt, dass mir jemand das Geld klaut."

"Und wusste jemand, dass Sie so viel Geld im Haus hatten?", wollte der Kommissar wissen. "Naja, das schon", berichtete Herr Bockel. "Der Mann von der Sparkasse hatte es gesehen. Und auch meine Vermieterin, die unter mir wohnt, wusste, dass ich das Geld hier hatte. Aber dass sie es gestohlen hat, kann ich mir nicht vorstellen."

Kommissar Klarkopf sah Michael Green nachdenklich an. "Nun, junger Kollege, was können Sie über den Fall sagen?", fragte er. Michael Green grinste. "Eigentlich ist alles klar, oder?"

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