LABBÉ Verlag
Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

Krimirätsel der Woche

Diebstahl im Supermarkt
Michael Green hasste es, für seine Mutter einkaufen zu müssen. Aber Mütter kannten bekanntlich keine Gnade. "Keine Widerrede. Ich bügele ja auch deine T-Shirts und deine Hosen", sagte sie. "Da musst du auch mal etwas für unsere Familie tun." Als wenn Michael Green Wert auf gebügelte T-Shirts gelegt hätte. Aber er wusste, dass es zwecklos war, gegen seine Mutter anzukommen.

So schob er gelangweilt mit seinem Einkaufswagen durch die Gänge des Supermarktes und legte Butter, Milch und Eier in den Wagen. Gerade wollte er sich die Schokoladentafeln der Süßigkeitenabteilung genauer anschauen, da kam ihm ein Mann entgegen, der ziemlich breitbeinig ging.

Michael Green zog die Augenbraun zusammen und musterte den Mann. Wer so ging, hatte in der Regel eine Flasche Schnaps im Hosenbein stecken. Das schien auch der Kaufhausdetektiv zu denken, denn er legte dem Mann seine Hand auf die Schulter. "Entschuldigung, würden Sie bitte mal…"

Weiter kam er nicht, denn der Mann verpasste ihm einen Schwinger unter die Nase, dass es nur so krachte. Der Kaufhausdetektiv flog in das Süßigkeitenregal und der Mann machte sich, so schnell er konnte, aus dem Staub.

Keine zehn Minuten später traf Kommissar Klarkopf im Supermarkt ein. Unter dem Arm trug er die Verbrecherkartei der Kaufhausdiebe. "Bitte schau dir die Fotos ganz in Ruhe an", sagte er zu Michael Green. Michael Green brauchte nur wenige Minuten, bis der den Dieb identifiziert hatte: Hans Becker, 47 Jahre, Gelegenheitsarbeiter. "Das ist er", sagte er.

Hans Becker war in seiner Wohnung, als Kommissar Klarkopf und Michael Green ein paar Stunden später an seiner Tür klingelten. Er öffnete und zog überrascht die Augenbraun hoch. "Ach, der Kommissar. Und sogar mit Verstärkung!", rief er,. "Was soll ich denn diesmal getan haben?"

"Diebstahl und Körperverletzung", erklärte der Kommissar. "Sie wurden bei einem Diebstahl im Supermarkt erwischt. Dann haben Sie dem Kaufhausdetektiven eins auf die Nase gegeben und sich schnell aus dem Staub gemacht." "Das würde ich nie tun", empörte sich Herr Becker. "Ich kann noch nicht einmal einer Fliege etwas zuleide tun."

"Na, na", winkte Kommissar Klarkopf ab. "Und was war das vor drei Jahren, als Sie ihrem Kumpel eins über die Rübe gegeben haben?" "Das ist doch längst verjährt", rief Hans Becker. "Aber heute war ich den ganzen Tag über bei meiner Mutter zu Besuch. Sie wohnt im Nachbarort. Ich habe ihr geholfen, das Haus zu putzen."

"Wie schön, dass es noch so hilfsbereite Menschen gibt", lächelte der Kommissar. "Mir kommen auch die Tränen", sagte Michael Green. "Und manche Menschen jammern schon, wenn sie für ihre Mutter einkaufen müssen." Er lachte. "Nur leider glauben wir ihnen kein Wort."

Was war Michael Green aufgefallen?

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