LABBÉ Verlag
Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

Krimirätsel der Woche

Diebe in der Herbergsküche
"Das war ein wahnsinnig anstrengender Tag", seufzte Michael Green und streckte sich auf dem schmalen Bett der Jugendherberge aus. "Erst diese wahnsinnige Bergtour und jetzt auch noch die Disco. Ich bin total kaputt. Und so etwas nennt man Klassenfahrt. Das ist ein Überlebenstraining, tausendmal schlimmer als Schule."

Piet, sein Klassenkamerad sah aus dem oberen Bett zu ihm herunter. "Ich kann auch kaum noch klar denken. Die Tour heute war ja echt eine Riesenqual. Erst wandern wir stundenlang durch den Teufelsgrund und dann geht es auch noch auf dem schmalen Balken über den Höllenschlund. Ich hatte ganz schön Angst."

"Jeder hatte Angst", mischte sich nun Jan ein, der im Nachbarbett lag. "Aber dann beißt man eben mal auf die Zähne und balanciert hinüber. Ehrlich, wenn ich so ein Geheule machen würde wie Thomas und Frieder, würde ich mich ganz schön schämen."

"Sie haben eben Höhenangst", verteidigte Michael Green die beiden. Er war mit Thomas befreundet und mochte es nicht, wenn sich jemand über ihn lustig machte. "Das muss wirklich schrecklich sein. Sobald du eine Leiter hinauf steigst, gerätst du in Panik." "Aber deswegen muss man doch nicht gleich heulen, wie ein Baby", wunderte sich Jan.

"Wenn es wenigstens in der Jugendherberge was Leckeres zu essen gäbe", jammerte Piet weiter. "Dann wäre man ja für diese Bergtouren gerüstet. Aber diese schlappe Suppe und dieser Kartoffelbreipamps kann einen ja wirklich nicht in Hochform bringen." Und er zog eine Tüte Chips aus dem Koffer und reichte sie herum. "Stärkt euch erst mal, Männer!"

Das ließen sich die anderen nicht zweimal sagen. Sie schmatzten und kauten, was das Zeug hielt. Dabei schauten sie aus dem Fenster auf die andere Seite der Jugendherberge. Die Disco im Keller lief immer noch und sie sahen, wie Steffen und Svenja miteinander einen heißen Rhythmus tanzten. "Mannohmann, haben die eine Energie", murmelte Piet. "Die haben heute wohl etwas anders zu essen bekommen." "Oh", rief Michael Green und schlug sich mit der flachen Hand auf den Mund. Dann zeigte er aus dem Fenster auf das Dach. Auf dem Dachfirst des Nebengebäudes balancierte eine Gestalt. Sie schien aus dem Fenster gestiegen zu sein, das weit offen stand und war nun auf dem Weg zum Nachbargebäude, in dem sich die Küche befand. Auch hier stand ein Fenster weit offen.

"Der klaut sich was aus der Küche!", rief Michael Green. "Wer kann das sein?", fragte Piet. Die anderen dachten nach. "Eine dunkle Gestalt im Mondlicht", murmelte Michael Green. "Wenn man die Umrisse sieht, könnte es eigentlich außer dem dicken Kalle jeder sein." "In dem Zimmer mit dem offenen Fenster wohnen Thomas, Steffen, Ricky und Frieder", überlegte Jan und schob sich noch ein paar Chips in den Mund.

"Dann weiß ich, wer es ist", rief Michael Green. "Los, lasst uns warten, bis er zurückkommt. Dann schnappen wir ihn und lassen ihn nicht eher los, als bis er uns etwas von dem Beutezug abgegeben hat." "Und wenn er nichts abgeben will, liefern wir ihn aus", grinste Jan. "Das gibt bestimmt eine Woche Küchendienst für ihn." Lachend liefen die anderen zum Zimmer hinüber.

Weißt du auch, wer es ist?

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