LABBÉ Verlag
Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

Krimirätsel der Woche

Ein Fall von Erpressung
"Marie? Was machst du denn hier?" Michael Green trat in die Bremsen und stieg vom Fahrrad. Marie, das kleine Mädchen aus der Nachbarschaft saß ganz alleine auf einem Feldweg und schaute den Weg entlang, als warte sie auf jemanden.

"Nichts." Die Antwort kam ein bisschen zu schnell und ein bisschen zu trotzig. Michael Green wurde sofort hellhörig. Er stieg vom Fahrrad. "Wartest du auf jemanden?" "Nein." "Was machst du dann?" "Ich - ich wollte Butterblumen pflücken und mir daraus einen Kranz binden."

Das hörte sich alles merkwürdig an. Aber Marie ging zum Wegrand und pflückte ein paar Butterblumen, als wolle sie Michael Green beweisen, dass ihre Aussagen richtig sei.. Michael Green drehte sich nach allen Seiten um. Gab es jemanden, auf den das kleine Mädchen wartete? Es war niemand zu sehen.

"Was hast du denn in deiner Tasche", bohrte Michael Green weiter. "Nichts", entgegnete Marie erneut. "Nur ein paar Spielzeugpferde und meine Pferdezeitung." Michael Green sah ein, dass aus der Kleinen nichts mehr rauszuholen war. "Okay", sagte er darum. "Dann lass ich dich mal alleine. Tschüss." "Tschüss", erwiderte Marie. Und Michael Green sah ihr an, dass sie ängstlich und traurig aussah.

Er fuhr nicht weit, nur um die nächste Kurve. Dann hielt er an und versteckte sich und sein Fahrrad hinter einen Busch. Anschließend beobachtete er die Lage. Lange musste er nicht warten. Ein größeres Mädchen kam auf dem Rad angefahren. Sie radelte direkt auf Marie zu und hielt.

Michael Green sah sogar von weitem, dass Marie Angst vor dem Mädchen hatte. Sie hatte den Kopf zwischen die Schultern gesteckt. Das größere Mädchen redete wütend auf Marie ein. Dann fasste sie Marie am Kragen ihres Sweatshirts und schüttelte sie.

Marie griff jetzt in ihre Tasche, zog die beiden kleinen Pferde und das Pferdeheft heraus und reichte die Sachen dem Mädchen. Die nahm sie schnell an sich, schubste Marie in das nasse Gras und raste davon.

Michael Green wartete, bis das Mädchen verschwunden war. Dann nahm er die Verfolgung auf. An der nächsten Straßenkreuzung hatte er sie eingeholt. "Halt", rief er und stellte sich dem Mädchen in die Quere. Die hielt an und sah in erschrocken an. Sie war zwar einen Kopf kleiner als er, sah aber ziemlich keck und frech aus.

"Was willst du?", fragte sie giftig. "Du scheinst wohl Pferde ziemlich gerne zu mögen, was?", fragte Michael Green und zeigte auf die Pferdesachen, die in ihrem Fahrradkörbchen lagen. "Was geht dich das an", keifte das Mädchen. "Weil du gerade einer Freundin von mir die Pferdesachen weggenommen hast."

"Spinnst du?", zischte das Mädchen wütend. "Ich kenne diese Marie überhaupt nicht. Und schon gar nicht habe ich ihr diese Pferdesachen weggenommen. Die habe ich von meinem eigenen Taschengeld gekauft."

"Das würde ich dir ja zu gerne glauben", seufzte Michael Green. "Aber du hast dich leider verraten."

Womit hatte sie sich verraten?

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