LABBÉ Verlag
Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

Krimirätsel der Woche

Der unheimliche Frauenmörder
Als Michael Green zu Hanna-Zebras Großvater ging, schlüpfte er durch das Gartentor, um schneller am Gartenhäuschen zu sein. Großvater kam mit einer Flasche Apfelsaft und ein paar Gläsern aus dem Haus und winkte ihm schon begeistert zu. "Michael Green", rief er. "Du glaubst nicht, wer heute zu Besuch gekommen ist."

Michael Green pflückte einen von den dicken roten Äpfeln und biss ein Stück für seine Amsel Merlo ab. Sie schnappte sofort danach. "Lass mich raten", sagte er dann und tat, als wenn er irrsinnig schwer nachdenken müsste. "Ich tippe mal auf Heinrich den Seefahrer."

Großvater war echt erstaunt. Hanna-Zebra grinste. "Aber Großvater, kapierst du denn nicht? Michael Green ist doch ein Superhirn, was Aufspüren von Fällen betrifft. Er kann echt mit Kalle Blomquist mithalten."

Und tatsächlich. Heinrich der Seefahrer hatte es sich auf Großvaters blauer Bank bequem gemacht. "Den Trick musst du mir aber verraten", sagte er. "Wie hast du gewusst, dass ich da bin?" Michael Green winkte ab. "Das ist wirklich kein Geheimnis. Ich habe es gerochen. Es riecht nämlich nach Himbeer-Pfeifentabak, und den raucht im ganzen Ort nur einer."

Großvater und Hanna-Zebra lachten, aber Heinrich der Seefahrer war echt beeindruckt. "Donnerwetter, mein Junge", sagte er. "Du bist aber echt eine Spürnase. Da kann kein Detektiv mithalten." Michael Green lachte und setzte sich neben Heinrich auf die Gartenbank.

"Ich habe auch mal einen echten Krimi erlebt", erzählte Heinrich der Seefahrer. "Du glaubst nicht, in was für einer großen Gefahr ich da war." Er lehnte sich zurück und zog an seiner Pfeife. "Ich war noch ganz jung, gerade erst Mitte zwanzig und mit meiner Freundin Barbara im alten Käfer unterwegs. Es war eine dieser alten buntbemalten Klapperkisten, mit nur zwei Türen und einem klitzekleinen Kofferraum."

Heinrich der Seefahrer geriet ins Schwärmen. Seine Augen blickten in die Ferne. "Nach Italien wollten wir. An die Adria. Und so sind wir die Autobahn runter, was das Auto hergab." Michael Green, Hanna-Zebra und Großvater hörten gebannt zu.

"Und dann an einer Raststätte hinter München sprach uns so ein Typ an. So ein lustiger Vogel mit Rucksack und Badelatschen. Umständlich krabbelte er auf den Rücksitz. Barbara unterhielt sich mit ihm, aber er sagte nicht viel.

Weil er in ein Dorf wollte, fuhren wir von der Autobahn ab und brausten eine einsame Straße entlang. Dann fragte ich ihn noch einmal genau nach dem Weg, und dann sah ich plötzlich eine seltsame Tätowierung auf ihrem Unterarm. Eine Pythonschlage. Schlagartig fiel mir wieder ein, was ich in der Zeitung gelesen hatte: Ein Frauenmörder wurde gesucht. Vier Frauen hatte er schon auf dem Gewissen. Und sein unverwechselbares Zeichen war die Schlange auf dem Unterarm."

Heinrich machte eine kurze Pause und blickte sich um. Alle hielten die Luft an. "Und dann?", fragte Hanna-Zebra. "Dann war ich schlau", lachte Heinrich der Seefahrer. "Ich rief nämlich: Oh, da vorne ist ja eine Polizeisperre. Wen die wohl suchen? Und wisst ihr was? In Nullkommanix war der Typ aus dem Auto gesprungen und davon gerannt. In seinem Rucksack fanden wir später seine Ausweispapiere und eine Waffe. Wir haben sie zur Polizei gebracht."

"Wahnsinn", staunte Großvater. "Das war aber eine spannende Geschichte." "Aber es war leider nur eine Fantasiegeschichte", sagte Michael Green. "Wie kommst du darauf?", empörte sich Heinrich der Seefahrer. "Du hast einen entscheidenden Fehler gemacht", antwortete Michael Green.

Wie konnte Michael Green erkennen, dass Heinrich eine Lügengeschichte erzählte?

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