LABBÉ Verlag
Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

Krimirätsel der Woche

Besuch bei Gräfin von Schönfeld
Gräfin von Schönfeld lebte seit dem Tod ihres Mannes in dieser großen Villa auf dem Hügel allein. Obwohl sie schon weit über achtzig Jahre alt war, war sie noch bei bester Gesundheit, abgesehen davon, dass sie sehr schwerhörig war und mit der modernen Technik ihres Hörgerätes nicht klar kam.

So hatte der Dieb Paul Peterson bei seinem Einbruch ein leichtes Spiel. Er wartete ab, bis sie mit einem dicken Buch in ihrem Rosengarten hinter der dicht bewachsenen Hecke verschwunden war. Dann schlich er sich leise über die Terrasse in ihr Wohnzimmer.

Vorsichtig öffnete er einen Schrank, um sich nach ihrem Portemonnaie umzuschauen, da hörte er plötzlich Schritte auf dem knirschenden Kies. Zwei Kinder, ein Junge und ein Mädchen, kamen den Weg hinauf. Das Mädchen trug ein geringeltes T-Shirt.

Paul Peterson warf einen Blick in den Garten, aber die Alte war hinter ihrer Hecke nicht zu sehen. Schnell ging er an die Haustür und öffnete, noch bevor die Kinder klingelten.

Michael Green und Hanna-Zebra sahen ihn überrascht an. "Wer sind Sie denn?", wollte Michael Green wissen.

Paul Peterson versuchte ein Lächeln. "Mein Name ist Thomas Müller. Ich bin der Neffe von Erna von Schönfeld. Meine Tante hat mich gebeten, das Haus zu hüten, während sie in Urlaub ist", sagte Peterson.

"Sie ist endlich in Urlaub?", wunderte sich Hanna-Zebra. "Das wollte sie immer schon mal, aber sie hat sich nicht getraut."

"Darum habe ich sie ja auch sehr gedrängt, endlich mal loszufahren", log Peterson. "Ich habe sie sogar zum Bahnhof gebracht. Sie hat den Zug um 10.30 Uhr nach Berlin genommen."

"Toll", gab Michael Green zu. "Da wird sie viel Spaß haben." Er wandte sich Hanna-Zebra zu. "Was machen wir denn jetzt mit dem Stickgarn, das wir für sie gekauft haben?"

"Legt es nur hier auf den Tisch", erklärte Peterson. "Ich rufe sie mal eben an und sage ihr, dass ihr hier seid." Er schaute auf die Uhr. "Sie müsste jetzt eigentlich in Berlin angekommen sein."

Er wählte eine Nummer und begann dann zu sprechen.

"Tante Erna? Ich bin`s, Thomas. Du, es sind zwei Kinder gekommen, die dir Stickgarn mitgebracht haben. Was? Ja, ist gut. Sag ich ihnen. Danke. Und viel Spaß noch. Tschüss dann." Dann legte er auf.

"Tante Erna lässt euch grüßen", sagte er. "Und sie dankt euch herzlich. Ihr könnt das Stickzeug gerne bei mir abgeben. Wenn sie wieder kommt, will sie euch zum Essen einladen."

"Danke, das ist nett", sagte Michael Green.

"Wir freuen uns", erwiderte Hanna-Zebra.

Und dann verließen die beiden Kinder das Haus. Paul Peterson schaute ihnen erleichtert nach.

"Für wie blöde hält der uns?", fragte Michael Green draußen auf dem Kiesweg leise.

"Offenbar für ziemlich blöde!", erwiderte Hanna-Zebra.

Und dann rannten sie in die nächste Telefonzelle, um Kommissar Klarkopf anzurufen.

Was war den beiden aufgefallen?

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