LABBÉ Verlag
Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

Krimirätsel der Woche

Diebstahl in der Schillerstraße
Es war einer dieser wunderschönen Spätsommertage. Hanna Zebra hatte Michael Green zu einem letzten Eis eingeladen, bevor die italienische Eisdiele schloss und der Besitzer den Winter über nach Italien zurückkehrte. "Wahnsinn. Schoko-Sahne und Walderdbeeren. Das ist die beste Kombination, die es gibt", seufzte Michael Green. "Wie soll ich wohl ohne das Eis den Winter überstehen." "Wir müssen einfach selbst was machen", erwiderte Hanna Zebra. "Das soll gar nicht so…" schwer sein, wollte sie noch sagen. Aber da hörten die beiden schon einen lauten Schrei.

Und dann sahen sie eine alte Frau mitten auf der Straße liegen. Michael Green und Hanna Zebra zögerten keine Minute. Sie rannten sofort zu der Frau hin. Es war Frau Seifert. Die alte Frau lag direkt vor ihrem Haus in der Schillerstraße und stöhnte. Michael Green sah, dass ein junger Mann mit einem Fahrrad davon raste. "Schnell, hinterher!", rief die alte Frau. "Es hat meine Handtasche gestohlen. 120 000 Euro waren darin." "120 00 Euro? Ja sind Sie denn wahnsinnig!", rief Hanna Zebra entsetzt. Aber Frau Seifert rieb sich stöhnend die Beine.

Michael Green zog sein Handy aus der Hosentasche. Die Nummer von Kommissar Klarkopf war eingespeichert. "Hallo Kommissar. Springen Sie mal schnell in Ihr Auto!", brüllte Michael Green in seinen Hörer. "Ein Handtaschendieb fährt mit dem Rad Richtung Bahnhof. Er hat eine rote Jacke und eine blaue Jeans an."

Kommissar Klarkopf gehörte wirklich zu den schnellsten Kommissaren dieser Welt, jedenfalls wenn sein Auto ansprang. Und so kam es, dass er schon zehn Minuten später ein Polizeiwagen am Tatort eintraf und Frau Seifert, Michael Green und Hanna Zebra zur Vernehmung einlud. "Der Täter ist bereits gefasst", erklärte ein Polizist. "Kommissar Klarkopf wartet im Büro auf euch." "Auch das noch", jammerte Frau Seifert. Aber da sie Gott sei Dank mit einem Schrecken und ein paar blauen Flecken davon gekommen war, war sie bereit, mitzukommen.

Der Täter wurde gerade verhört, als die drei in Kommissar Klarkopfs Büro eintrafen. Die Handtasche lag geöffnet auf dem Schreibtisch. Ein schwarzes Portemonnaie und ein kleiner zusammenfaltbarer Regenschirm waren darin. Im Portemonnaie befanden sich 21,17 Euro.

"Das gibt es doch gar nicht!", rief Frau Seifert. "Wo ist denn mein ganzes Geld? Die 120 000 Euro? Mühsam habe ich sie zusammengespart, Jahr für Jahr. Bis mich mein Neffe gebeten hat, das Geld endlich zur Bank zu bringen." "Aber Frau Seifert, Sie konnten doch das Geld unmöglich allein zur Bank bringen", wunderte sich Kommissar Klarkopf. "Das ist doch furchtbar leichtsinnig." "Herr Kommissar", empörte sich die alte Frau. "Ich lebe seit 83 Jahren in diesem Ort und bin noch nie bestohlen worden. Warum sollte ich nun ausgerechnet heute beklaut werden? Nein nein, das ist doch ganz unwahrscheinlich."

"Woher wussten Sie, dass die alte Frau das Geld in ihrer Handtasche hatte?", wandte sich der Kommissar nun an den jungen Mann. Der schüttelte energisch den Kopf. "Die Alte erzählt doch wilde Lügen", rief er. "Ich gebe zu, dass ich ihre Tasche gestohlen habe. Aber mehr als diese paar Kröten waren da nicht drin. Das schwöre ich bei meiner Großmutter." "Und die ist wohl schon lange gestorben, was?", erwiderte die alte Frau aufgebracht. "Sie haben das Geld genommen und zur Seite gebracht. Das können Sie nicht bestreiten. 120 000 Euro. In Fünfziger- und Zwanzigerscheinen. Heraus mit der Sprache. Wer hat sie? An wen haben Sie sie weiter gegeben?"

"Ich habe doch schon gesagt…", begann der junge Mann genervt. Kommissar Klarkopf und Michael Green sahen sich kurz an. "Ein Moment", unterbrach ihn nun Kommissar Klarkopf. "Ich muss mich gerade mal mit meinem jungen Kollegen besprechen." Und er nahm Michael Green zur Seite. "Wie siehst du das?", fragte er leise. "Weißt du, wer der Täter ist?" "Ich schon", erwiderte Michael Green.

Weißt du es auch?

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