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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

Wie man mit Prüfungsangst umgeht

Es gibt Schultage, an denen man am liebsten zu Hause bleiben würde. Warum? Ist doch klar: Eine Prüfung steht an! Manche Kinder können in der Nacht kaum schlafen. Wenn sie aufstehen, haben sie schreckliches Bauchweh oder Kopfschmerzen. Viele sind nervös, sie schwitzen, können sich nicht konzentrieren und bringen beim Frühstück kaum einen Bissen hinunter. Andere spüren nur ein leises Kribbeln im Magen. Sie haben nicht so sehr Angst, sondern sind nur etwas angespannt.

Haben nur die weniger guten Schüler Angst Prüfungsangst? Jeder hat sie, manche mehr, manche weniger. Auch erfolgreichen Schüler, die cool und lässig auf das Aufgabenblatt warten, sind zumindest ein wenig nervös. Für sie geht´s darum, dass sie auch diesmal ganz vorne mit dabei sind.

Viel schlimmer sind der Druck und die Prüfungsangst bei den Kindern, die bis zum Ende des Schuljahres um ihre Versetzung kämpfen: Sie "müssen" eine gute Note erzielen, wenn sie mit ihren Klassenkameraden zusammenbleiben möchten.

Warum fühlt man sich so "fix und fertig", wenn man Angst vor Prüfungen hat? Der Körper reagiert vor Prüfungen wie bei jeder anderen Gefahr oder Stress-Situation. Er setzt Stresshormone wie zum Beispiel Adrenalin und Noradrenalin frei. Sie bringen den Körper auf Hochtouren: Man schwitzt, hat Herzklopfen und atmet schneller als sonst. Man möchte sich am liebsten aus dem Staub machen, doch das geht bei einer Prüfung nicht!

Prüfungsangst fühlt sich nicht nur wie "zum Davonlaufen" an. Das Adrenalin aktiviert zugleich den Bereich des Gehirns, wo das Gedächtnis und die Konzentration sitzen. Die Anspannung, die jeder vor einer Prüfung spürt, hat also auch ihre guten Seiten: Sie schärft die Konzentration. Und die braucht man, wenn man vor der Klasse einen Vortrag halten, eine oder mehrere Schulstunden lang Rechenaufgaben lösen, einen Aufsatz schreiben oder Fragen zum Text beantworten soll.

Doch manchmal ist man vor lauter Angst wie blockiert: Die Mathe-Formeln sind wie weggeblasen. Im Deutsch-Aufsatz weiß man nicht einmal mehr die Namen der Hauptpersonen aus der Schullektüre! Die Hände zittern, dass man kaum schreiben kann, der Bauch verkrampft sich… Wem es so geht, der hat eindeutig viel zu viel Prüfungsangst.

Wichtig!

Sprich mit einem Erwachsenen, wenn du große Angst vor Prüfungen hast. Erzähle, wie es dir dabei geht.

Kein Horror vor Prüfungen! Das Leben geht weiter, auch wenn eine Prüfung danebengeht und man eine Klasse wiederholen muss.

Vermeide allzu großen Prüfungsstress: Erledige die Hausaufgaben, mache mit im Unterricht. Sprich mit deinem Lehrer, wenn du etwas nicht verstanden hast.

Bereite dich auf Prüfungen rechtzeitig vor. Beginne nicht erst am Tag vorher. Lerne jeden Tag nach einem festen Plan.

Male dir nicht aus, was passiert, wenn du die Prüfung möglicherweise vermasselst. Negative Gedanken wirken sich schlecht auf deine Leistungen aus.

Setze dir realistische Ziele. Wenn du bisher in einem Fach überwiegend Vieren hattest, darfst du über eine Drei nicht enttäuscht sein.

Sehe die Dinge nicht zu verbissen. Akzeptiere, dass du nicht immer gute Noten erreichen kannst.

Probe Referate zu Hause und lasse jemand dabei zuhören. Ist der Vortrag logisch aufgebaut, ist alles verständlich, vielleicht sogar ein wenig spannend erklärt?

Gehe am Abend vorher früh ins Bett. Denke beim Einschlafen nicht an die Prüfung, sondern an die Dinge, die dir viel Spaß machen.

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