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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

Mit Stress klarkommen

"Das war wieder ein Stress heute!" Wenn Eltern abends nach Hause kommen und erzählen, was sie tagsüber erlebt haben, fällt immer wieder dieser Satz. Erwachsene klagen oft über Stress. Doch nicht nur sie haben Stress. Auch Kinder und Jugendliche, die vor einer Prüfung Bauchweh oder Kopfschmerzen bekommen oder vor lauter Aufregung über das, was in der Schule passiert ist, nicht mehr einschlafen können, leiden unter Stress.

Was ist Stress?
Der Begriff Stress kommt vom englischen Wort "stress", das, wörtlich übersetzt, "Druck" bedeutet. Tatsächlich spüren wir häufig, wenn wir unter Stress stehen, Leistungs- oder Zeitdruck: Man hat Angst, dass man seine Aufgaben nicht termingerecht oder nur zum Teil erledigen kann. Dieser Druck wirkt sich ganz unterschiedlich auf den Körper aus - manche spüren einen Druck im Magen, andere bekommen Kopfweh…

Was passiert, wenn man unter Stress steht?
Wenn wir gestresst sind, befindet sich der Körper in Alarmbereitschaft. Bei Stress werden Stresshormone wie etwa Adrenalin und Noradrenalin vermehrt produziert, der Blutdruck steigt, die Muskeln sind angespannt und wir können uns besser konzentrieren - egal, was auf uns zukommt. Stress bewirkt, dass wir leistungsbereit sind. Stress gehört zum Leben, er ist sogar notwendig.

Stress heißt Anspannung - das gilt nicht nur für den Körper, sondern auch für die Psyche. Solange die Anspannung nicht lange andauert, bleibt genug Zeit, um sich bis zu nächsten Stress-Situation zu entspannen. Stress wird erst dann zum Problem, wenn keine Zeit mehr bleibt, um innerlich Abstand von der Stress-Situation zu bekommen und sich körperlich und geistig zu erholen.

Wie entsteht Stress?
Zu viele oder zu schwierige Aufgaben sind nicht die einzige Stress-Ursache. Ob man sich in einer Situation gestresst fühlt oder nicht, hängt davon ab, wie man sie erlebt: Viele Kinder sind gestresst, wenn sie ihre Hausaufgaben machen. Das gilt vor allem für die, die häufig nachfragen und ihre Ergebnisse verbessern müssen. Für Kinder, die ihre Hausaufgaben selbstständig erledigen, ist das Lernen zu Hause viel weniger stressbelastet.

Schule, Hausaufgaben, Sport, Streit mit Freunden, Verliebtsein… das alles löst Stress aus - mal mehr, mal weniger. Je mehr Stress-Auslöser zusammenkommen, umso schwieriger ist es, mit allen Anforderungen klar zu kommen. Dann wird der Stress zur Belastung. Das trifft auch zu, wenn eine sich Stress-Situation über Wochen und Monate hinzieht, zum Beispiel die Trennung der Eltern.

Es sind aber nicht immer nur die anderen, die uns stressen. Wer zum Beispiel in der Schule extrem ehrgeizig ist oder in seiner Freizeit von einem Termin zum anderen hetzt, setzt sich unter Druck. Das ist Stress!

cheesy [M 12]

Ich habe total viel Stress, das ist so schlimm, dass ich immer ein mulmiges Gefühl im Bauch habe, mir wird oft richtig schlecht und abends kann ich nicht gut einschlafen. Ich liege dann da und denke: "Morgen, könnte ich ausgefragt werden, außerdem muss ich am Nachmittag Hausaufgaben machen, und abends, da sind wir eingeladen, dann habe ich wieder kaum Zeit, wie soll das gehen…" und so weiter. Wie kriegt ihr euer Zeugs auf die Reihe?

Niemand ist Stress hilflos ausgeliefert. Mit einigen Tipps und Tricks kann man Situationen, die besonders stressbelastet sind, entschärfen. So vermeidet man, dass der Stress überhand nimmt.

Wichtig!

Wer unter Stress steht, möchte oft am liebsten in die Luft gehen und seinen Gefühlen freien Lauf lassen.

Lebe Gefühle wie Wut und Zorn nicht unmittelbar aus. Schreie niemanden an, schlage niemanden, tue dir auch selbst nicht weh. Nimm stattdessen eine Auszeit, gehe aus dem Zimmer und ziehe dich an einen Ort zurück, wo du allein sein kannst.

Suche dir eine Möglichkeit, wo du Gefühle wie Wut und Zorn loswerden kannst. Anstatt auf andere Leute einzuschlagen, hilft es zum Beispiel, auf einen Boxsack oder das Kopfkissen einzuhämmern.

Dröhne deinen Kopf nicht mit Musik zu, um deine negativen Gefühle zu verdrängen. Mache stattdessen Sport, am besten draußen. Bewegung hilft, Spannung abzubauen und macht den Kopf frei.

Schreibe Tagebuch. Hier kannst du "Dampf ablassen" und dir über deine Gefühle klar werden.

Überlege, wer dich versteht und dir in deiner Situation helfen könnte. Sprich über deine Probleme.

Mache dir einen Plan, wie du deine Probleme lösen kannst. Beginne mit einem Problem, das du alleine in den Griff bekommst, zum Beispiel zu Hause aufräumen. Je mehr Probleme du gelöst hast, umso leichter wird die Situation insgesamt.

Halte dir immer die Dinge vor Augen, die du bereits geschafft hast. Das gibt dir Sicherheit und macht dich selbstbewusst!

Denke daran: Jeder Stress hat ein Ende. Je schlimmer der Stress, umso größer ist die Erleichterung hinterher!

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