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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

Allein zu Haus

Mehrere Stunden jeden Tag allein zu verbringen, ist für viele Kinder ganz normal. Sie sind es gewohnt, dass sie nach der Schule und in den Ferien allein klarkommen, bis ihre Eltern nach der Arbeit nach Hause kommen.

Wie ist es allein zu Haus – schön oder schrecklich? Die ersten Male ist es für alle Kinder vor allem eines – wahnsinnig aufregend.

Hurra, niemand ist da! Endlich kann ich machen, was ich will. Pfundweise Süßigkeiten kaufen und naschen, stundenlang telefonieren, in Mamas Kleiderschrank wühlen und ihre Schminksachen ausprobieren – alles ist möglich, niemand ist da, der es einem verbieten könnte! Das klingt im ersten Moment toll. Doch es ist auch ziemlich riskant! Wenn die Eltern dahinter kommen, was man alles "ausgefressen" hat, gibt es Ärger. Doch was soll man sonst unternehmen? Fernsehen ist oft das einzige, wozu sich viele Kinder am Nachmittag aufraffen.

Gestern fand man das Alleinsein toll, heute ist es nur noch Mist. Das Gefühl des Glücks und der grenzenlosen Freiheit kann auch ganz plötzlich umschlagen: Hilfe, es ist alles so still hier! Niemand ist da, niemand kümmert sich um mich: keiner macht mir ein Essen warm, keiner fragt mich, wie es mir geht, keiner hilft mir bei den Hausaufgaben…

Wer nicht gern allein ist, fühlt sich oft einsam und ist unglücklich. Viele bekommen auch Angst. Was, wenn ein Einbrecher vor der Tür steht?

Manche Kinder sind bereits mit neun Jahren am Nachmittag auf sich selbst gestellt, manche erst mit dreizehn. Manche kommen gut damit klar, andere weniger.

Wie schafft man es allein zu Hause? Überlege mit deinen Eltern, ob du die Nachmittage wirklich allein zu Hause verbringen möchtest. Viele Schulen bieten Hausaufgabenbetreuung und Freizeit-Kurse an. Sie sind eine gute Alternative für alle, die sich daheim am Nachmittag langweilen oder ängstigen.

Wichtig!

Du kannst nur dann längere Zeit allein zu Hause sein, wenn deine Eltern sicher sind, dass du dort gut angekommen bist und es dir gut geht.

Mache mit deinen Eltern einen Plan. Der Plan regelt, wie du den Nachmittag allein zu Hause verbringst.

Im Plan steht, was du wann zu Hause machst – 13.15 Mama anrufen; 13.30 bis 14.00 Essen; 14.00 bis 14.30 Freizeit; 14.30 bis 16.00 Hausaufgaben… Besprich mit deinen Eltern, welche Jobs du wann erledigen musst, zum Beispiel Einkaufen, Spülmaschine ausräumen oder Staubsaugen.

Legt fest, ob Kumpel oder Freundinnen kommen dürfen und wenn ja, wer und wie viele auf einmal.

Sprecht darüber, ob du dich in der Freizeit mit Freunden treffen darfst. Sollst du anrufen, wenn du rausgehst? Einigt euch auf eine Regelung.

Macht einen Notfall-Plan: Wer hilft dir weiter, wenn du plötzlich krank wirst oder dich verletzt? Regelt, wohin du gehen sollst, wenn du deinen Schlüssel vergessen oder verloren hast.

Speichere wichtige Telefonnummern ins Haustelefon und ins Handy. Das sind die Firmen-Nummern deiner Eltern und ihre Handy-Nummern. Ferner die Nummern der Feuerwehr, der Polizei und des ärztlichen Notrufs.

Wenn man längere Zeit allein ist, ist die Gefahr groß, dass man aus Langeweile vor dem Fernseher versauert, stundenlang im Internet surft oder Games spielt. Dabei wird der Frust oft nur noch größer. Überlege dir, was du stattdessen tun kannst.

Allein sein kann auch schön sein. In Ruhe ein Buch lesen, laut Musik hören, Tagebuch schreiben, neue Stücke auf dem Instrument einüben… manchmal ist es sogar ganz gut, wenn niemand in der Nähe ist!

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