LABBÉ Verlag
Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

Verliebt sein übers Internet – ist das möglich?

Es ist ja ein ganz neues Phänomen, dass Kinder sich in der virtuellen Welt verlieben können.

Die virtuelle Welt des Computers und des Internets ist eine Scheinwelt, die nur aus Pixel, Bytes usw. besteht. Wenn ich zum Beispiel den Stecker meines Computers herausnehme, gibt es diese Welt nicht mehr – alles ist weg! Trotzdem kann man in dieser Scheinwelt sehr starke Gefühle entwickeln und sich verlieben. Man kann aber andere auch extrem verletzen.

Fernbeziehungen und Liebesbeziehungen übers Internet sind für Kinder nicht nur problematisch, sondern regelrecht gefährlich. Unser Gehirn ist für solche Beziehungen nicht gebaut. Wir werden immer wieder versuchen herauszubekommen, wie der/die andere heißt, wie er/sie aussieht, wie alt er/sie ist, welche Hobbys er/sie hat usw. Je mehr wir von der Person, für die wir uns interessieren, wissen, umso mehr formt sich in unserem Kopf ein Bild von ihm oder ihr. Dieses Bild ist ein Produkt der Phantasie, das nie mit der Realität übereinstimmen wird. Eine Enttäuschung ist vorprogrammiert, und die ist oft sehr schmerzhaft. Wir müssen sogar damit rechnen, dass das, was der oder die andere von sich preisgibt, oft gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Im Internet weiß man nie, mit wem man es zu tun hat.

Wirkliche Liebe gibt es nur in der wirklichen Welt!

Richtig gefährlich wird das Internet, wenn man „nur so zum Spaß“ - aus bösem Willen oder einfach mal als Streich oder als „Test“ - Gefühle vortäuscht. Ein Beispiel dafür ist die traurige Geschichte von Megan Meier, die sich im Herbst 2006 in den USA ereignet hat:

Megan Meier war ein 13 jähriges Mädchen in den USA. Eines Tages lernte sie im Internet den 16-jährigen Jungen Josh kennen. Josh und Megan schickten sich gegenseitig Nachrichten, Megan war über beide Ohren verliebt. Das Problem war nur, dass Josh gar nicht existierte - eine ehemalige Freundin von Megan hatte den charmanten Jungen erfunden. Als "Josh" machte sie der schüchternen und von Depressionen geplagten Megan zuerst schöne Augen. Doch bald schlug der Tonfall von freundlich auf extrem feindlich um. Die letzte Nachricht, die Megan von "Josh" erhielt, lautete: "Du bist ein schlechter Mensch und jeder hasst dich. Hab einen beschissenen Rest deines Lebens. Die Welt wäre ein besserer Ort ohne dich." Am 16. Oktober 2006 setzte Megan ihrem Leben ein Ende.

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