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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

Auswärts übernachten

Für viele Kinder ist es das Tollste, was sie sich vorstellen können. Für manche ist es der reinste Horror – auswärts übernachten. Warum fällt es ihnen so schwer, bei anderen zu schlafen?

Viele Kinder finden es am Abend zu Hause am schönsten. Dann sind Mama, Papa und die Geschwister da. Gemeinsam zu Abend essen, sich unterhalten, gemeinsam fernsehen… Später heißt es ins Bett gehen. Manche Eltern lesen eine Geschichte vor und schmusen mit ihren Kindern, ältere Kinder dürfen oft noch das Licht anlassen und selbst in ihren Büchern schmökern oder Musik hören.

Auswärts übernachten? Das würde bedeuten, dass man auf diese schönen Erlebnisse verzichten müsste! Und man könnte schrecklich Heimweh bekommen!

Andererseits ist es sehr verlockend, bei seinem besten Freund oder seiner besten Freundin zu schlafen. Man kann nach dem Abendessen noch lange, lange miteinander spielen. Wenn man dann im Bett liegt, ist es die beste Zeit, um sich Geheimnisse zu erzählen…

Trotzdem haben manche Kinder richtig Angst davor, auswärts zu übernachten – egal, ob bei einem Freund oder einer Freundin, bei Oma und Opa oder im Schullandheim. Warum?

Viele Kinder möchten nur in ihrem eigenen Bett und in der gewohnten Umgebung schlafen. Eine fremde Matratze, ein anderes Kopfkissen, eine andere Decke – lieber nicht! Und dann dieser eigenartige Geruch, die unbekannten Geräusche in der Nacht, das seltsame Licht dort bei der Tür… - viele finden solche Dinge sehr unheimlich und bekommen Angst. Sie sind auf einmal sehr, sehr traurig, fangen an zu weinen und möchten nur noch in ihr eigenes Bett.

Doch wer will schon mitten in der Nacht zu den Eltern seines Freundes oder seiner Freundin gehen und sie bitten, dass sie einen nach Hause bringen? Wie peinlich!

Richtig ernst wird die Sache, wenn die ganze Klasse mehrere Tage ins Schullandheim fährt. Da hilft alles nichts – jeder muss mit! Was tun?

Wichtig!

Es ist ganz normal, dass man Heimweh hat, wenn man nicht zu Hause übernachtet.
Übernachte die ersten Male nur bei Leuten, die du gut kennst und zu denen du und deine Eltern Vertrauen haben.

Nimm ein Kuscheltier und dein Kissen mit.

Sieh dich in dem Zimmer um, in dem du schlafen sollst. Fühlst du dich dort wohl?

Hilf mit beim Aufbauen deines Bettes. So wirst du mit dem Schlafplatz vertraut und kannst ihn ein wenig nach deinen Vorstellungen einrichten.

Unternimm etwas mit dem Kind, bei dem du übernachtest. So kommst du gar nicht so sehr zum Nachdenken und vermisst deine Familie viel weniger.

Was tun, wenn du so stark Heimweh hast, dass du nicht einschlafen kannst? Sprich mit dem Vater oder der Mutter des Kindes, bei dem du übernachtest. Oft hilft es, wenn du über deine Gefühle sprechen kannst.

Rufe vor dem Schlafengehen nicht bei deinen Eltern an. Vereinbart lieber für den nächsten Vormittag einen Telefon- oder Abhol-Termin.

Auch wenn du die ersten Male noch aufgeregt bist und großes Heimweh hast – bleibe öfter bei guten Freunden oder Verwandten über Nacht! Mit der Zeit gewöhnst du dich daran, auswärts zu übernachten und du hast von Mal zu Mal weniger Heimweh!

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