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LABBÉ Verlag
Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

Das Urteil der Mitmenschen

Ein Mann hatte einen Sohn, der sich nicht aus dem Haus traute, weil er sich so hässlich fand.

"Was werden die anderen sagen, wenn sie mich sehen", sagte er immer.

"Höre nicht auf die Leute", riet ihm der Vater. "Du wirst sehen, sie reden und reden, und es ist doch ohne Bedeutung."

Am nächsten Tag gingen die beiden gemeinsam auf den Markt. Der Alte ritt, der Sohn lief nebenher.

Als sie auf dem Markt ankamen, schüttelten die Menschen über ihn den Kopf.

"Schaut euch nur die beiden an", sagten sie. "Da sitzt der Alte gemütlich auf dem Esel, und der junge Mann muss laufen."

"Hörst du", sagte der alte Mann zu seinem Sohn. "Morgen kommen wir wieder."

Am nächsten Tag gingen sie wieder zum Markt, dieses Mal aber saß der Sohn auf dem Esel und der Vater lief nebenher.

"Seht euch die beiden an!", riefen die Leute. "Dieses ungezogene Kind lässt sich tragen, und der alte Mann schleppt sich mühsam durch den Staub."

"Hast du gehört", sagte der Vater. "Morgen gehen wir wieder auf den Markt."

Am nächsten Tag gingen Vater und Sohn zu Fuß, dabei führten sie den Esel am Strick.

"Schaut euch diese Dummköpfe an!", lachten die Händler. "Sie laufen zu Fuß. Wissen sie denn nicht, dass man einen Esel reitet?"

"Hast du auch das gehört", fragte der Vater. "Morgen gehen wir wieder auf den Markt."

Als die beiden auf den Marktplatz kamen, saßen sie beide auf dem Esel. Die Händler schüttelten empört die Köpfe.

"Das arme Tier!", riefen sie. "Haben sie denn kein Herz?"

Als sie am fünften Tage auf dem Marktplatz erschienen, brachen die Menschen in schallendes Gelächter aus. Vater und Sohn trugen nämlich den Esel auf dem Rücken.

"Was sind das denn für Tölpel!", lachten die Leute. "Tragen den Esel, statt ihn zu reiten."

Zu Hause setzte sich der Vater zu seinem Sohn.

"Hast du nun gehört, mein Sohn?", fragte er. "Egal, was du tust, die Menschen haben immer etwas daran auszusetzen. Darum ist es wichtig, dass du so handelst, wie du es für richtig hältst und deinen Weg gehst."

1. Frage

Manchmal hören wir viel zu oft auf andere. Gehst du eher deinen Weg, oder machst du dich von anderen abhängig?

2. Frage

Wer seinen Weg geht, muss auch Kritik einstecken. Gelingt dir das?

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