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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Kopfläuse

Es juckt fürchterlich. Ständig hast du das Gefühl, dass du dich kratzen musst. Das sind doch nicht etwa Läuse? Wohl doch! Bitte deine Eltern oder einen Erwachsenen, dem du vertraust, deine Haare genau zu kontrollieren. Sind tatsächlich kleine Krabbeltiere - Kopfläuse genannt - zu sehen? Und vielleicht auch Nissen, ihre Eier? Dann solltest du ganz schnell etwas dagegen unternehmen!

Was sind Kopfläuse?
Kopfläuse sind drei bis vier Millimeter große, sehr flinke Insekten. Während man die Tiere mit bloßem Auge recht gut erkennen kann, sind ihre Eier nahezu winzig klein. Am besten, du nimmst eine Lupe: Wenn du eine schmales, ovales "Ding" auf einem Haar entdeckst, dann ist das wahrscheinlich eine Nisse - ein Kopflaus-Ei. Ist die Nisse gelb oder braun, dann ist die Larve, also das "Kopflaus-Baby", noch drin. Bei einer weißen, durchsichtigen Nisse ist es bereits ausgeschlüpft und tummelt sich als Laus auf deinem Kopf. Wenn du Pech hast, sorgt es vielleicht schon selbst für Nachwuchs.

Wenn die Kopflaus-Weibchen 14 bis 21 Tage alt sind, legen sie täglich bis zu acht Eier in die Nähe des Haaransatzes. Nach etwa einer Woche schlüpfen die Larven. Nur zwei bis drei Wochen später beginnen die jungen Weibchen Eier zu legen. Kopfläuse vermehren also sich rasend schnell!

Wer kann Kopfläuse bekommen?
Jeder Junge, jedes Mädchen, jeder Erwachsene kann Kopfläuse bekommen. Es macht keinen Unterschied ob jemand häufig oder nur ein Mal in der Woche seine Haare wäscht. Auch die Haut- und Haarfarbe spielen keine Rolle.

Wie bekommt man Kopfläuse?
Kopfläuse können nicht fliegen oder springen. Sie werden nur durch Berührung übertragen, etwa, wenn du beim Spielen mit deinem Kopf den Kopf eines anderen Kindes, das Läuse hat, berührst. Das kommt öfter vor als du glaubst - nicht umsonst heißt es, dass Kinder die "Köpfe zusammenstecken", wenn sie etwas aushecken! Läuse tummeln sich nicht nur auf den Haaren. Du kannst Läuse bekommen, wenn du deine Mütze, dein Stirnband, deine Kappe oder sonst eine Kopfbedeckung verleihst und sie dann wieder aufsetzt. Wenn das Kind Läuse hatte, ist es leicht möglich, dass einige davon in darin hängen geblieben sind und es sich auf deinem Kopf gemütlich machen. Das Gleiche gilt für Kämme, Bürsten, Haargummis…

Warum juckt es, wenn man Läuse hat?
Es klingt ein wenig gruselig: Kopfläuse sind Parasiten - sie saugen Blut, und zwar etwa alle drei Stunden. Wenn eine Kopflaus in deine Kopfhaut sticht, kommt ein wenig Laus-Speichel in deine Haut. Dann juckt es - der Speichel löst den Juckreiz aus. Wenn du, um das Jucken zu bekämpfen, häufig kratzt, wird deine Haut immer dünner und empfindlicher. Leider kannst du das Kratzen nicht immer kontrollieren. Die meisten kratzen sich nicht nur tagsüber, sondern auch nachts im Schlaf.

Immerhin gibt es eine beruhigende Nachricht: Kopfläuse übertragen keine Krankheiten. Trotzdem solltest du sie so schnell wie möglich loswerden. Der ständige Juckreiz ist nicht nur unangenehm. Durch das Kratzen bilden sich leicht Ekzeme am Kopf.

Was tun gegen Kopfläuse?
Regel Nummer eins: Keine Panik. Du brauchst dich auch nicht zu schämen, schließlich kann jeder Kopfläuse bekommen! Schere und Rasierer sind ebenfalls nicht angesagt - deine Haare können dran bleiben. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du tatsächlich Läuse hast, dann solltest du zum Arzt gehen. Er untersucht deinen Kopf und kann dir Mittel gegen Kopflausbefall verschreiben. Wenn du weißt, dass du Kopfläuse hast, dann kannst du solche Mittel auch direkt in der Apotheke kaufen. Die Mittel, die dir der Arzt verschreibt und die du zum Teil in der Apotheke rezeptfrei kaufen kannst, sind spezielle Kopflaus-Shampoos, Tinkturen oder Gels.

Wende die Mittel nicht allein, sondern immer nur zusammen mit einem Erwachsenen an. Halte dich dabei genau an die Vorschriften!

Denke daran, dass …

… sich Kopfläuse am liebsten hinter den Ohren, an den Schläfen und im Nacken verstecken. Lasse einen Erwachsenen mit der Lupe deine Kopfhaut hier besonders genau kontrollieren.

… du nur Mittel aus der Apotheke anwendest, um deine Läuse zu bekämpfen. Hausmittel wie zum Beispiel Essig helfen nicht immer. Oft bleiben Läuse übrig, die sich weiter vermehren.

… du zusätzlich zur Laus-Bekämpfung die Nissen regelmäßig mit dem Nissenkamm herauskämmst. Den Nissenkamm musst du hinterher in einer Seifenlauge reinigen.

… du, wenn du Läuse hast, deine Kämme, Bürsten, Haarspangen mit einer Seifenlauge sauber machst. Also heißes Wasser in einen Eimer füllen und Spülmittel dazugeben. Hinterher gut abwaschen und trocknen.

… du nicht in die Schule und auch nicht in die Kindertagesstätte gehen darfst, wenn du Läuse hast. Deine Mutter oder dein Vater müssen dort auf jeden Fall Bescheid geben.

… du einen Erwachsenen regelmäßig deinen Kopf kontrollieren lässt, wenn bei einem Freund, einer Freundin, in deiner Klasse oder in der Kindertagesstätte Läuse aufgetreten sind. Das gilt natürlich auch, wenn jemand in deiner Familie Läuse hat.

… du deine Kuscheltiere, Kissen und Decken etwa zehn Tage lang in einen großen Müllsack legst und fest verschließt. Weil Läuse nur ein bis zwei Tage ohne frisches Blut überleben können, sind sie danach garantiert tot. Am besten, du wächst Kissen und Kuscheltiere hinterher in der Waschmaschine.

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