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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Asthma

Es ist das Erste, was Kinder nach der Geburt machen. Und trotzdem haben viele ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene Probleme damit. Die Rede ist vom Atmen. Warum? Sie haben Asthma. Asthma ist eine der häufigsten Erkrankungen. Man geht davon aus, dass in Europa zehn bis 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen Asthma haben. Wenn du in einer Klasse mit etwa 30 Schülern bist, dann kannst du damit rechnen, dass außer dir zwei Klassenkameraden davon betroffen sind.

Was ist Asthma?
Asthma ist eine Erkrankung der Atemwege. Bei Asthmatikern, also Leuten, die Asthma haben, sind die Atemwege immer ein wenig entzündet. Dabei sondern die Atemwege Schleim ab. Die Atemwege sind von kleinen Muskeln umgeben, die sich zusammenziehen, um den Schleim nach oben, aus den Atemwegen, zu transportieren. Alles zusammen bewirkt, dass sie sich verengen. Deshalb kann die Luft, die man ein- und ausatmet, nicht so leicht durch die Atemwege strömen.

Asthma-Anfall
Viele Asthmatiker sind überempfindlich und reagieren auf kleinste Partikel, zum Beispiel Staub, kalte Luft oder Zigarettenrauch. Dann kann es vorkommen, dass sich die Muskeln um die Atemwege krampfartig zusammenziehen und kaum mehr Luft aus der Lunge und in die Lunge hineinkommt. Ein Asthma-Anfall! Dabei fällt vor allem das Ausatmen schwer. Viele, die einen Asthma-Anfall erlebt haben, sagen, es fühlt sich so an, als würde man durch einen Strohhalm atmen – es kommt nicht genügend Luft in die Lunge und wieder heraus. Viele bekommen dabei große Angst und verkrampfen noch mehr…

Was tun bei einem Asthma-Anfall?

  1. Versuche ruhig zu bleiben.
     
  2. Inhaliere mit einem Asthma-Spray. Einen solchen Spray kann dir der Arzt verschreiben.
     
  3. Lockere deine Kleidung und setze dich bequem nach vorne gebeugt im Kutschersitz hin.
     
  4. Versuche ruhig zu atmen.
     
  5. Inhaliere noch einmal, wenn der Anfall nicht nachlassen sollte. Geht´s besser? Notfalls kannst du, falls du mit dem Spray nicht klarkommst, eine Cortison-Tablette, die dir der Arzt für Notfälle verschrieben hat, nehmen.
     
  6. Noch immer keine Besserung? Dann rufe sofort den Notarzt unter 112
     

Nach einem Asthma-Anfall geht es den meisten wieder gut. So ist es ohnehin die meiste Zeit – ob jemand Asthmatiker ist, merkt man meist erst, wenn er bzw. sie einen Anfall hat. Andere wiederum haben ständig das Gefühl, dass sie schlecht Luft bekommen.

Woher kommt Asthma? Asthma hat verschiedene Ursachen. Häufig ist das Kind oder der Jugendliche nicht das einzige Familienmitglied mit Asthma. Die Veranlagung für Asthma ist erblich. Dazu kommt die Umwelt: Schadstoffe in der Luft können dazu führen, dass man Asthma bekommt. Es spielt sogar beides zusammen: Wenn die Mutter unter schlechter Luft gelitten hat, dann kann es passieren, dass sie die Veranlagung für Asthma an ihre Kinder vererbt. Asthma ist nicht ansteckend. Wenn du siehst, dass jemand einen Asthma-Anfall bekommt, dann gehe hin und versuche ihm zu helfen – gib ihm den Asthma-Spray, suche einen Sitzplatz zum Ausruhen, sprich ruhig mit ihm.

Auslöser für einen Asthma-Anfall Die Ursachen für einen Asthma-Anfall sind sehr unterschiedlich: Was für den einen völlig harmlos ist, bringt andere in größte Atemnot. Hier eine Übersicht der häufigsten Auslöser für Asthma-Anfälle.

  1. Allergene: Dazu gehören Hausstaub-Milben bzw. der Kot von Hausstaub-Milben, Schimmel-Sporen, Blütenpollen, Hautschuppen von Tieren sowie Schaben, zum Beispiel die Küchenschabe.
     
  2. Reizstoffe in der Luft: Kleinste Teilchen in der Luft sind zum Beispiel Zigarettenrauch oder Gesteinsstaub. Dazu kommen Düfte, wie sie in Kosmetik-Produkten und Reinigungsmitteln enthalten sind und Düfte aus der Natur, zum Beispiel von Blumen. Entsprechendes gilt für Gestank, etwa von Lösemitteln, frischer Farbe oder Benzin. Hohe Ozonwerte können ebenfalls einen Anfall auslösen.
     
  3. Körperliche Anstrengung: Laufen, springen, Rad fahren... Sport und Bewegung ist gesund. Dennoch kann es dabei es zu einem Asthma-Anfall kommen. Wie das? Wenn man sich körperlich anstrengt, benötigt der Körper mehr Sauerstoff. Die Atemfrequenz steigt. Durch das häufige Ein- und Ausatmen trocknen die Atemwege aus, sie verengen sich und es kommt zu einem Asthma-Anfall. Von Anstrengungs-Asthma sind besonders Kinder und Jugendliche betroffen.
     
  4. Extreme Witterung: Hitze, Kälte, trockene und feuchte Luft können einen Asthma-Anfall auslösen.
     
  5. Infektionen der Atemwege: Erkältungen, Grippe und grippale Infekte können einen Asthma-Anfall auslösen.

Mehr noch: Immer, wenn sich die Atemwege zusammenziehen, kann es passieren, dass ein Asthmatiker einen Anfall bekommt – Lachen, Weinen und Schreien sind ebenfalls Auslöser.

Asthma – wie wird es festgestellt?
Wenn du einen Asthma-Anfall hattest, wird dein Arzt dich untersuchen, um die Ursache deines Asthmas herauszufinden. Dann kann er eine Therapie entwickeln, die dir hilft, mit dem Asthma klar zu kommen. Wie geht der Arzt dabei vor? Die Untersuchung wird in zwei Schritten durchgeführt.

Anamnese: Bei der Untersuchung stellt der Arzt zunächst viele Fragen. Dabei geht es um frühere Erkrankungen, Krankheiten in der Familie, Medikamente, die du regelmäßig nimmst und um Allergien. Man nennt diese Befragung Anamnese oder Krankengeschichte.

Medizinische Untersuchung: Bei der eigentlichen Untersuchung wird deine Atmung getestet. Darüber hinaus wird häufig ein Allergie-Test durchgeführt. Es kann passieren, dass es nicht bei einer Untersuchung bleibt, und du zu einem Spezialisten, zum Beispiel zusätzlich zu einem Allergologen oder einem Lungenfacharzt musst.

Asthma-Behandlung Richtig heilen kann man Asthma nicht. Es gibt aber einige Tipps und Tricks, die helfen, Asthma-Anfälle zu vermeiden.

Anfälle vermeiden Was kannst du tun, um keinen Asthma-Anfall zu bekommen? Es klingt ganz einfach – vermeide den Kontakt mit allem, was bei dir Anfälle auslöst. Wenn du unter allergischem Asthma leidest, dann solltest du versuchen, dich von den Allergenen, also den Substanzen, die bei dir allergische Reaktionen auslösen, auszuweichen. Ein wenig anders ist es natürlich, wenn es um Erkältungen geht. Die kalte Jahreszeit ist Hochsaison für Erkältungen! Doch auch dagegen kannst du dich schützen, und zwar mit Hygiene. Wasche dir deine Hände sorgfältig und trockne sie anschließend an einem sauberen Handtuch ab. Wie du dir die Hände wäschst erklärt dir Mellvil hier >>

Doch was tun, wenn du unter Anstrengungs-Asthma leidest? Still dasitzen ist nicht der richtige Weg. Sprich mit deinem Arzt, welche Sportart für dich geeignet ist und wie viel Sport dir gut tut.

Asthma-Medikamente Asthma ist nicht gleich Asthma. Bei jedem, der unter Asthma leidet, hat das Asthma eine ganz eigene Ausprägung; die Symptome und die Schwere der Anfälle sind von Mensch zu Mensch verschieden. Es gibt deshalb verschiedene Medikamente, die jeder Asthmatiker in seiner speziellen Dosierung, die ihm sein Arzt vorgibt, verschrieben bekommt.

Bei den Medikamenten unterscheidet man zwischen Medikamenten, die du bei nur einem Anfall nimmst und Medikamenten, die helfen, Anfälle zu vermeiden. Diese Medikamente nimmst du dauerhaft, also in regelmäßigen Abständen.

  1. Medikamente zur Bekämpfung eines Asthma-Anfalls: Diese Medikamente, meist sind es Sprays, lösen die Verkrampfung und erweitern die Atemwege. Du bekommst wieder Luft.
     
  2. Dauermedikamente gegen Asthma: Diese Medikamente bekämpfen die Entzündung der Atemwege. Obwohl du gar nicht mitbekommst, ob und wie diese Medikamente wirken, solltest du sie regelmäßig, also in den Abständen und Mengen, die dir dein Arzt vorgibt, nehmen.

Asthma-Monitoring bzw. Asthma-Überwachung Wie viel Luft bekommst du in deine Lunge? Wann droht ein Anfall? Mit einer Art Tagebuch, in das du bestimmte Testergebnisse einträgst, kannst du deine Atemwege kontrollieren. Die Ergebnisse helfen dir und deinem Arzt, wenn es darum geht, die richtige Behandlung zu finden.

Es gibt dafür zwei Hilfsmittel, den Peak-Flow-Meter und das Asthma-Tagebuch.

  1. Der Peak-Flow-Meter ist ein einfaches mechanisches oder Gerät, in das du hineinbläst. Lass dir von deinem Arzt genau erklären, wie du damit umgehst. Der Peak Flow ist ein Messwert, der angibt, mit welcher Geschwindigkeit du Luft aus deiner Lunge blasen kannst. Gemessen wird der Wert mit einem Peak-Flow-Meter oder einem Spirometer. Trage die Messwerte zuverlässig in dein Asthma-Tagebuch ein. So kann der Arzt sehen, wie gut du Luft bekommst; häufig kann man sogar einen drohenden Anfall voraussagen und abwenden.
     
  2. Das Asthma-Tagebuch enthält deine Peak-Flow-Werte. Trage jedes Mal, wenn du den Peak-Flow angewandt hast, die Werte ein. Notiere auch, wenn es dir schlechter geht und den Zeitpunkt, wann du deine Medikamente nimmst. So hilfst du dem Arzt, die richtige Behandlung für dein Asthma zu finden.
     

Denke daran, dass ...

… du dich von den Substanzen, auf die du allergisch reagierst und die bei dir einen Asthma-Anfall auslösen, so weit wie möglich fern hältst.

… du, wenn du auf bestimmte Stoffe in der Luft, zum Beispiel Blütenpollen, allergisch bist, in dieser Zeit überwiegend im Haus aufhältst. Häufiges Kleiderwechseln hilft ebenfalls.

… du nicht rauchst und Räume, in denen geraucht wird, meidest.

… du, wenn du Anstrengungs-Asthma hast, mit deinem Arzt dein Sportprogramm abstimmst.

… du deine Medikamente regelmäßig nimmst und dein Asthma, falls vom Arzt angeordnet, mit dem Peak-Flow-Meter und dem Asthma-Tagebuch überwachst.

… du deine Notfall-Medikamente immer bei dir hast, also in der Schule, auf Ausflügen und wenn du bei Freunden übernachtest.

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