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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Haustiere und Gesundheit

Hunde sind die besten Freunde des Menschen – sagt man. Eigentlich ist es egal, was für ein Haustier man hat: Sie sind in jedem Fall die Lieblinge! Wenn es um die Gesundheit geht, können Haustiere ihre Schattenseiten haben. Es gibt Krankheiten und Parasiten, die von Haustiere auf Menschen übergehen. Doch du kannst dich soweit schützen, dass die Freude am Haustier für dich und deine Familie in jedem Fall überwiegt.

Zoonosen – Krankheiten, die Tiere auf Menschen und umgekehrt übertragen können
Tollwut ist nicht nur für Tiere gefährlich. Wenn ein Mensch von einem tollwutkranken Fuchs gebissen wird, muss er sofort zum Arzt – das weiß jedes Kind. Leider ist es nicht nur die Tollwut, die von Tieren auf Menschen übertragen werden kann. Haustiere können Träger von Bakterien, Viren, Parasiten und Pilzen sein, mit denen sich Menschen infizieren können. Einige dieser Infektionen, die von Tieren stammen, sind für Babys und Kleinkinder, Schwangere, alte Menschen und alle, deren Immunsystem durch eine Krankheit geschwächt ist, z.B. durch Krebs oder AIDS, besonders gefährlich.

Wie steckt man sich an einem Haustier an? Die Ansteckung ist auf vielerlei Art möglich: Du wirst gebissen oder gekratzt. Man kann sich aber auch anstecken, wenn man mit dem Speichel, den Haaren, Federn oder Hautschuppen in Berührung kommt, also wenn man sein Tier streichelt oder auf den Arm nimmt. Manche Haustiere tragen Zecken und andere Insekten, die ebenfalls Krankheiten übertragen, in ihrem Fell mit sich herum.

Krankheiten, die Katzen und Hunde auf Menschen übertragen können Wenn sie in deinem Bett liegen und sich ausruhen, sehen sie aus als könnten sie kein Wässerchen trüben. Doch leider, leider können sie so manchen Parasiten und Krankheitserreger, der auch dir gefährlich werden kann, mit sich herumtragen:

  1. Campylobacter: Campylobacter ist eine Infektionskrankheit, die von Hunden, Katzen, Hamstern, Vögeln und Bauernhoftieren wie etwa Schwein, Rind und Schaf auf Menschen übertragen werden können. Das Bakterium lebt im Verdauungssystem der Tiere. Wer sich mit dem Bakterium infiziert und erkrankt, kann Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bekommen. Zu einer Infektion kann es kommen, wenn man infiziertes Fleisch, das nicht völlig durchgegart wurde, isst oder wenn man infizierte Milch trinkt. Man kann sich aber auch leicht über den Kot infizierter Tiere anstecken, etwa, wenn man den das Katzenklo, den Käfig oder Stall saubermacht. Besonders unangenehm ist, dass man, wenn man sich mit dem Bakterium infiziert hat, selbst andere Menschen anstecken kann. Wie wird man wieder gesund? Der Arzt behandelt Campylobacter-Infektionen mit Antibiotika. Wie kann man sich schützen? Durch Sauberkeit, sprich: Händewaschen nach dem Streicheln der Tiere, Händewaschen nach dem Saubermachen des Käfigs bzw. Katzenklos.
     
  2. Bartonellose: Bartonellose wird nur von Katzen übertragen. Sie wird auch Katzenkratzkrankheit genannt. Menschen können sich damit infizieren, wenn sie eine infizierte Katze beißt oder kratzt. Die Folge: Man bekommt Fieber, die Lymphknoten schwellen an, dazu kommen Kopfschmerzen und Erschöpfung. Die Katze, die damit infiziert ist, hat jedoch keine Symptome. Üblicherweise verschwinden die Symptome ohne Behandlung. Bei schlimmeren Fällen kann der Arzt ein Antibiotikum verschreiben. Wichtig: Bartonellose wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.
     
  3. Bandwürmer, vor allem Gurkenkernbandwurm (Dipylidium caninum): Der Gurkenkernbandwurm ist der häufigste Bandwurm bei Hunden; er kommt aber auch bei Katzen vor. Der Gurkenkernbandwurm wird von Flohlarven und Flöhen übertragen. Wenn der Hund einen Floh, der Gurkenkernbandwurmlarven in sich trägt, verschluckt, kommen in den Darm, wo sie zu einem Bandwurm heranwachsen. Deshalb haben viele Hunde und manchmal auch Katzen, die von Flöhen befallen sind, den Gurkenkernbandwurm. Vor allem kleine Kinder sind gefährdet, da sie leicht einen Floh verschlucken. Bandwurmbefall erkennt man an den Ausscheidungen: Im Stuhl befinden sich kleine Stückchen des Bandwurms; sie sehen ein wenig wie Reiskörner oder Gurkenkerne aus. Wie wird man den Bandwurm wieder los? Der Arzt verschreibt dir ein Medikament. Für Menschen ist der Gurkenkernbandwurm nicht gefährlich.
     
  4. Spulwürmer (Toxocariasis): Spulwürmer kommen bei Hunden und Katzen vor; sie leben im Darm der Tiere. Mit dem Kot werden Wurmeier ausgeschieden und gelangen so in die Umwelt. Vor allem kleine Kinder, die Dinge vom Boden aufheben und ihre Hände in den Mund stecken, können sich damit leicht infizieren. Wenn ein infizierter Hund das Gesicht ableckt, kann er ebenfalls Spulwurm-Eier übertragen. Spulwurm-Eier wandern zunächst in den Dünndarm. Dort schlüpfen aus den Eiern Larven. Die Larven bohren sich durch die Darmwand und gelangen in die Blutgefäße. Über die Blutgefäße gelangen sie in die Organe, unter anderem auch in die Lunge. Aus der Lunge werden sie mit dem Schleim abgehustet. Wenn man den Schleim schluckt, landen die Larven schließlich im Dünndarm, wo sie zu Würmern heranwachsen. Spulwürmer verursachen beim Menschen Fieber, Bauchschmerzen und Husten; häufig schwellen die Lymphknoten an. Wie wird man die Würmer wieder los? Der Arzt verschreibt Medikamente für eine Wurmkur. Wie kann man sich schützen? Durch Hygiene! Nicht die Finger in den Mund nehmen, sich nicht von Hund und Katze ablecken lassen bzw. hinterher die Hände sauber waschen und nach dem Reinigen des Katzenklos die Hände besonders sorgfältig waschen.
     
  5. Toxoplasmose: Die Toxoplasmose tritt weltweit auf. Die Krankheit ist unter Säugetieren und Vögeln weit verbreitet. Mit Toxoplasmose kann man sich anstecken, wenn man mit dem Kot einer infizierten Katze in Berührung kommt oder infiziertes Fleisch, das nicht ganz durchgegart wurde, isst. Toxoplasmose verursacht beim Menschen Fieber, Erschöpfung, Müdigkeit. Die Lymphdrüsen können ebenfalls anschwellen. Gefährlich ist die Toxoplasmose für Schwangere: Wenn sich eine schwangere Frau damit infiziert, kann das Kind schwere Behinderungen davontragen. Deshalb sollten sich Schwangere von Freigänger-Katzen und Katzenklos fernhalten.
  6. Hautpilze: Hautpilze, auch Tinea genannt, sind Pilzinfektionen, die am ganzen Körper auftreten können. Man kann sich damit anstecken, wenn man infizierte Tiere wie zum Beispiel Hunde, Katzen und Nagetiere anfasst. Man kann sich aber auch von Mensch zu Mensch anstecken. Je nachdem, wo die Infektion auftritt und wie stark sie ausgeprägt ist, rötet und schuppt sich die Haut. Wie wird man die Pilze wieder los? Der Arzt verschreibt spezielle Cremes und Tinkturen. Wie kann man vorbeugen? Für Haustiere gibt es Impfungen – am besten, du fragst selbst bei deinem Tierarzt nach. Ferner hilft Hygiene, d.h. Händewaschen

Krankheiten, die Vögel auf Menschen übertragen können
Auch wenn sie in Käfigen leben, sind Vögel potenzielle Krankheitsüberträger. Zum Glück stecken sich junge, gesunde Menschen nur selten damit an:

  1. Kryptokokkose: Die Kryptokokkose ist eine Pilzerkrankung, die vor allem durch Vogelkot übertragen wird. Die Symptome beim Menschen sind Fieber, Müdigkeit, Husten und Schmerzen in der Brust. Vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind gefährdet, also AIDS- und Krebspatienten. Wie kann man sich schützen? Indem man sich von Orten, die mit Vogelkot verunreinigt sind, fern hält. Am besten sollte man, wenn man unter einer Immunschwäche leidet, auf Vögel als Haustiere verzichten
  2. Papageienkrankheit (Ornithose): Die Papagienkrankheit kommt nicht nur bei Papageien, sondern bei generell bei Vögeln, vor allem bei Tauben, Ziervögeln sowie bei Hühnern, Enten und Gänsen vor. Deshalb auch der Fachbegriff Ornithose. Die Ornithose wird durch den Kot der Tiere übertragen. Doch nicht nur der frische, feuchte Kot ist gefährlich – die Krankheitserreger können auch durch den Staub des eingetrockneten Kots auf dem Luftweg eingeatmet werden. Die Symptome beim Menschen sind Husten, Fieber und Schüttelfrost. Ornithose wird mit Antibiotika behandelt.

Krankheiten, die von Reptilien und Amphibien auf Menschen übertragen können
Auch wenn man es sich kaum vorstellen kann – Schildkröte, Laubfrosch und Gecko sind Krankheitsüberträger.

  1. Salmonellen: Die meisten Reptilien und Amphibien haben Salmonellen in ihrem Verdauungstrakt. Doch nicht nur dort: Salmonellen befinden sich zugleich auf ihrer Haut. Wenn man eine infizierte Schildkröte, einen infizierten Frosch, Lurch, eine Schlange oder Gecko anfasst, und danach die Hände in den Mund steckt, kann man sich mit Salmonellen anstecken und ernsthaft krank werden. Salmonellen-Infektionen haben folgende Symptome: Bauchschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Durchfall. Salmonellen können mit Antibiotika behandelt werden, oft ist es jedoch nicht notwendig. Wie sich schützen? Mit Hygiene, also die Hände immer mit warmem Wasser und Seife waschen, wenn man mit seinem Tier gespielt hat bzw. es angefasst hat. Außerdem sollten Reptilien und Amphibien nicht in der Küche und im Esszimmer gehalten werden. Wenn du kleine Geschwister hast, solltest du dir als Haustier lieber kein Reptil und keine Amphibie wünschen.

Denke daran, dass ...

… Haustiere Lebewesen mit einem eigenen Organismus sind: Sie können krank sein oder von Parasiten befallen werden. Einige Krankheiten und Parasiten können Menschen gesundheitlichen Schaden zufügen.

… du auf Hygiene achtest, wenn du mit Tieren in Kontakt kommst. Wasche deine Hände immer wieder; ganz besonders jedoch, nachdem du Tiere gefüttert, gestreichelt oder ihren Käfig bzw. das Katzenklo sauber gemacht hast. Benutze eine Handbürste, warmes Wasser und Seife und schrubbe damit deine Finger, die Fingernägel ebenso.

… du Einmalhandschuhe anziehst, wenn du das Katzenklo oder einen Käfig reinigst.

… du dein Tier nicht in der Badewanne, sondern in einer Extra-Wanne badest. Wenn ihr keinen Platz für eine Tier-Wanne habt und du deinen Hund in der Badewanne reinigen musst, dann verwende hinterher ein Desinfektionsmittel zum Reinigen.

… du deinem Tier spezielles Tierfutter gibst. Rohes Fleisch kann Krankheitskeime enthalten und das Tier – und später auch dich, deine Familie und Freunde – krank machen.

… dein Hund und deine Katze nicht aus der Kloschüssel trinkt. Stell dir vor, der Hund leckt hinterher dein Gesicht ab – igitt! Sorge dafür, dass dein Tier immer frisches Wasser in einer Schüssel zum Trinken hat.

… du dein Tier regelmäßig zum Arzt bringst, es untersuchen lässt und Wurmkuren zuverlässig durchführst. Frage auch nach Mitteln, mit denen du Zecken- und Flohbefall vermeiden kannst.

… du Tiere, die du draußen findest, zum Beispiel Igel im Spätherbst oder kleine Vögel, die aus dem Nest gefallen sind, nicht mit bloßen Händen, sondern nur mit Handschuhen anfasst. Berühre auch kein Tier, bei dem du den Eindruck hast, dass es krank ist. Rufe deinen Tierarzt an, er kann dir am besten sagen, was zu tun ist.

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