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LABBÉ Verlag
Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Schwarzkopien anfertigen und verbreiten
[Urheberrecht]

Du hast zu Weihnachten ein Harry-Potter-Hörbuch bekommen - ein ziemlich teures Stück! Das Nachbars-Mädchen kann es sich nicht kaufen, sie hat nicht so viel Geld. Du bietest ihr an, das Hörbuch auf CD zu brennen und es ihr für 10 Euro zu verkaufen. Sie ist einverstanden und gibt dir das Geld für die Hörbuch-Kopie.

Pass auf!
Egal, ob Text, Musikstück, Hörbuch-Einspielung, Film, Online-Game, Software… - jedes geistige Eigentum ist urheberrechtlich geschützt. Dabei spielt es keine Rolle, auf welchem Medium das Werk verbreitet wird. Das Urheberrecht gilt für Filme genauso wie für Taschenbücher und CD-ROMs: Das bedeutet, dass ein Werk nur mit Zustimmung des Urhebers vervielfältigt und verbreitet werden darf.

Wenn du ein Hörbuch oder sonst irgendein Medium, das dem Urheberrecht unterliegt, kopierst und anderen umsonst zugänglich machst oder verkaufst, begehst du einen Verstoß gegen das Urheberrecht.

Doch es gibt eine Ausnahme: Wenn du nur für dich, deine engsten Freunde und deine Familie eine Kopie erstellst und nur privat nutzt, gilt die Kopie nicht als Raubkopie, sondern als Privatkopie.

Wenn du erwischt wirst
Eine Urheberrechtsverletzung ist ein Vergehen, das im Erwachsenenstrafrecht, das heißt bei Tätern über 21 Jahren, mit einer Geldbuße oder Haftstrafe bestraft wird.

Kinder bis 14 Jahre sind nicht strafmündig. Das bedeutet, dass du nicht vor Gericht kommst und daher auch nicht verurteilt werden kannst. Doch auch bei Kindern haben Straftaten Folgen: Das Jugendamt kann eine Akte über dich anlegen, in der deine Straftaten verzeichnet sind. Außerdem kann es Erziehungsmaßnahmen anordnen. Bei Jugendlichen, die zwischen 14 und 18 Jahre, in Ausnahmen bis 21 Jahre alt sind, wird die Urheberrechtsverletzung vor dem Jugendgericht nach dem Jugendstrafrecht verhandelt.

Wenn du der Urheberrechtsverletzung beschuldigt wirst, musst du bei der Polizei nur Angaben zu deiner Person machen. Die Polizei ist verpflichtet, dich auf deine Rechte hinzuweisen, und zwar: du brauchst keine Angaben zur Sache, also zur Urheberrechtsverletzung zu machen; du darfst eine Person deines Vertrauens, etwa deine Eltern, und einen Rechtsanwalt hinzuziehen.

Die Strafe fällt umso höher aus, je schwerwiegender der Verstoß ist. Wenn du urheberrechtlich geschützte Werke nicht nur massenweise vervielfältigst, sondern auch verkaufst, musst du mit einer besonders hohen Strafe rechnen.

Außerdem kann der Urheber auf Schadensersatz und Unterlassung klagen. Er kann verlangen, dass die Kopien, die du erstellt hast, vernichtet werden und du keine weiteren Kopien anfertigst.

Denk daran

Als Urheberrechtsverletzung bzw. Verstoß gegen das Urheberrecht gelten auch zum Beispiel:

  • Verbreiten unautorisierter Live-Mitschnitte von Konzerten

  • Aufbewahrung illegal hergestellter oder erworbener Musik-CDs, d.h. Raubkopien oder Schwarzkopien

  • Kopieren von Liedern auf den PC und Verbreitung über eine Internet-Tauschbörse

  • Kopieren von CDs mit der Absicht, sie später zu verkaufen

  • Verkauf raubkopierter Software

  • Herstellung von Raubkopien oder Schwarzkopien.

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