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LABBÉ Verlag
Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Jemanden zu Unrecht anzeigen
[Falsche Verdächtigung]

Dein Freund wird ständig von einem Nachbar-Kumpel geärgert, weil er seinen Eltern am Wochenende oft im Lokal helfen muss. Um sich zu wehren, denkt er sich eine fiese Geschichte aus und schreibt der Polizei anonym einen Brief. Darin behauptet er, dass sein Nachbar-Kumpel, ein PC-Freak, Computer-Viren programmiert und über das Netz verbreitet. Dabei weiß dein Freund genau, dass dieser Verdacht völlig aus der Luft gegriffen ist.

Pass auf!
Wenn du jemanden bei der Polizei, Staatsanwalt oder einer anderen Behörde anzeigst und einer rechtswidrigen Tat, die er oder sie nicht begangen hat, beschuldigst, um damit ein Ermittlungsverfahren einzuleiten, begehst du eine Straftat. Du machst dich wegen "falscher Verdächtigung" strafbar.

Das gilt auch, wenn du gegen eine Person anonym, das heißt ohne deinen Namen und deine Anschrift zu nennen, so vorgehst. Sobald herauskommt, dass du der Urheber der falschen Verdächtigung bist, musst du mit einer Bestrafung rechnen.

Wenn du erwischt wirst
Falsche Verdächtigung ist ein schweres Delikt, das im Erwachsenenstrafrecht, das heißt bei Tätern über 21 Jahren mit einer Freiheitsstrafe bestraft wird.

Kinder bis 14 Jahre sind nicht strafmündig. Das bedeutet, dass du nicht vor Gericht kommst und daher auch nicht verurteilt werden kannst. Doch auch bei Kindern haben Straftaten Folgen: Das Jugendamt kann eine Akte über dich anlegen, in der deine Straftaten verzeichnet sind. Außerdem kann es Erziehungsmaßnahmen anordnen. Bei Jugendlichen, die zwischen 14 und 18 Jahre, in Ausnahmen bis 21 Jahre alt sind, wird falsche Verdächtigung vor dem Jugendgericht nach dem Jugendstrafrecht verhandelt.

Wenn du der falschen Verdächtigung beschuldigt wirst, musst du bei der Polizei nur Angaben zu deiner Person machen. Die Polizei ist verpflichtet, dich auf deine Rechte hinzuweisen, und zwar: du brauchst keine Angaben zur Sache, also zur falschen Verdächtigung zu machen; du darfst eine Person deines Vertrauens, etwa deine Eltern, und einen Rechtsanwalt hinzuziehen.

Denk daran

Der Straftatbestand der falschen Verdächtigung liegt auch vor, wenn du zum Beispiel

  • bei einer Zeugenaussage eine Person falsch verdächtigst oder Dinge verschweigst, die sie entlasten

  • im Internet, in der Zeitung oder anderen Medien jemandem eine Straftat "andichtest", damit ein Ermittlungsverfahren gegen diese Person eingeleitet wird

  • Drogen oder unerlaubte Waffen in der Wohnung einer Person versteckst, wenn dort eine Durchsuchung bevorsteht.

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