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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Unfug auf dem Friedhof
[Störung der Totenruhe]

Du kommst mit deinen Freunden von einer Nachtwanderung zurück. Als ihr an der Kirche vorbeigeht, hat einer eine Idee. Wie wäre es mit einer Gruselparty auf dem Friedhof? Ein paar Leute nehmen die Kränze von einem frischen Grab und werfen damit, andere rütteln an einem verwitterten alten Grabstein, der schon ein wenig schief steht. Was passiert, wenn man sich draufsetzt? Langsam neigt er sich tiefer, fällt um und dabei bricht auseinander.

Pass auf!
Das ist kein Spaß, sondern eine Straftat! Wer eine Aufbahrungsstätte, Beisetzungsstätte oder öffentliche Totengedenkstätte zerstört oder beschädigt oder dort beschimpfender Unfug verübt, macht sich wegen Störung der Totenruhe strafbar.

Häufig wird vor Gericht nicht nur der Anklagepunkt "Störung der Totenruhe" verhandelt: Wer auf dem Friedhof feiert und dabei Grabsteine beschädigt, kann mehrfach angeklagt werden, und zwar wegen Störung der Totenruhe und wegen Sachbeschädigung.

Wenn du erwischt wirst
Im Erwachsenenstrafrecht, das heißt bei Tätern über 21 Jahren, wird ein Täter, der sich der Störung der Totenruhe strafbar gemacht hat, mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bestraft.

Kinder bis 14 Jahre sind nicht strafmündig. Das bedeutet, dass du nicht vor Gericht kommst und daher auch nicht verurteilt werden kannst. Doch auch bei Kindern haben Straftaten Folgen: Das Jugendamt kann eine Akte über dich anlegen, in der deine Straftaten verzeichnet sind. Außerdem kann es Erziehungsmaßnahmen anordnen. Bei Jugendlichen, die zwischen 14 und 18 Jahre, in Ausnahmen bis 21 Jahre alt sind, wird Störung der Totenruhe vor dem Jugendgericht nach dem Jugendstrafrecht verhandelt.

Wenn du der Störung der Totenruhe beschuldigt wirst, musst du bei der Polizei nur Angaben zu deiner Person machen. Die Polizei ist verpflichtet, dich auf deine Rechte hinzuweisen, und zwar: du brauchst keine Angaben zur Sache, also zur Störung der Totenruhe zu machen; du darfst eine Person deines Vertrauens, etwa deine Eltern, und einen Rechtsanwalt hinzuziehen.

Denk daran

Als Störung der Totenruhe gelten auch:

  • Grabschändung

  • Leichenschändung.

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