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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Gewalt in den Medien

Menschen sind nicht nur auf der Straße, d.h. in ihrer realen Umgebung, Gewalt ausgesetzt oder von Gewalt bedroht. Über die Medien, vor allem im Fernsehen, in Filmen und in Clips im Internet, werden wir Zeugen von Gewalt; Computer- und Online-Spiele geben Nutzern die Möglichkeit, selbst virtuell Gewalt auszuüben. Dazu kommen unzählige Seiten im Internet, die offen für Hass, religiösen Fanatismus und Gewalt eintreten sowie Seiten mit Pornographie.

Doch auch das ist nur die Spitze des Eisbergs: Kandidaten, die in Casting-Shows nicht ernst genommen, lächerlich gemacht oder grob "heruntergemacht" werden, sind auch Opfer von Gewalt, und zwar verbaler Gewalt.

Wie allgegenwärtig mediale Gewalt ist, zeigen Zahlen einer amerikanischen Studie. Demnach hat ein durchschnittlicher amerikanischer Jugendlicher mit 18 Jahren am Bildschirm 16.000 simulierte Morde und 200.000 Gewalttaten erlebt.

Wie wirkt mediale Gewalt?
Schürt sie Aggressionen auf oder hilft sie, die Gewaltbereitschaft abzubauen? Darüber sind sich die Fachleute nicht völlig einig. Klar ist, dass Gewalt in den Medien vor allem auf junge Menschen, die zu Aggressivität neigen und bereits bei kleinen Konflikten "ausrasten", nachteilig wirkt: Ihre Gedanken und Gefühle kreisen um Gewalt und alles, was damit zu tun hat. In Konflikten gibt es für sie nur zwei Verhaltensweisen - fliehen oder kämpfen. Ihre Hemmschwelle, die sie davor zurückhält, gewalttätig zu werden, sinkt. Man geht davon aus, dass die Bereitschaft zur Gewalttätigkeit mit jeder beobachteten Gewalttat zunimmt. Sie empfinden es immer mehr als normal, dass im Umgang miteinander Gewalt ausgeübt wird. Ihr Mitgefühl für andere wird geringer; sie sind weniger bereit, anderen zu helfen.

Videospiele, in denen Gewalt ausgeübt wird, gelten als besonders gefährlich. Die Spiele sind so aufgebaut, dass das Töten und Misshandeln Punkte bringt. Je mehr Punkte, desto größer der Erfolg und der Spaß!

Denke daran, dass …

… du mit anderen über das, was dich ängstigt, sprichst. Wenn du z.B. in den Nachrichten von einem Erdbeben oder einem Vulkanausbruch erfahren hast und du Angst bekommst, dass in deiner Nähe so etwas passieren könnte, dann sprich mit einem Erwachsenen darüber.

… du es in der Hand hast, ob du dich über die Medien Gewalt aussetzt und wie viel Gewalt du dabei erleben willst. Gewalt - auch virtuelle Gewalt - hinterlässt Spuren in deinem Kopf. Gewalt, auch in Maßen, schadet. Halte dich deswegen bei Computer- und Onlinespielen immer an die Altersangaben.

… sich das Bild, das du dir von der Welt machst, unter dem Einfluss von Gewaltdarstellungen ändert. Ebenso ändern sich deine Empfindungen: Wer in den Medien viel Gewalt sieht, hat sehr viel mehr Angst davor, dass ihm etwas Schlimmes zustößt als jemand, der sich davon fernhält.

… dir die Zeit, die du online verbringst, anderweitig fehlt: Wer täglich stundenlang online ist, ist oft schlechter in der Schule, ernährt sich ungesund, neigt deswegen zu Übergewicht und hat kaum mehr Zeit für Sport und Freunde.

… du nur begrenzte Zeit vor dem Fernseher und dem Computer sitzt. Teile dir deine Zeit so ein, dass du genügend Raum für Aktivitäten mit Freunden und deiner Familie und auch noch Zeit für dich hast.

… Computer süchtig machen können. Sprich mit jemandem, dem du vertraust, wenn du das Gefühl hast, dass du ohne Computer nicht mehr klarkommst. Oder rufe die Nummer gegen Kummer - 0800 1110333 oder einen anderen Notdienst an. Eine Zusammenstellung der verschiedenen Notdienste und wie man mit ihnen Kontakt aufnehmen kann, findest du hier.

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