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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Gewalt in Freundschafts- und Liebesbeziehungen

Kannst du dir vorstellen, dass dein Freund oder deine Freundin, die du liebst, dir gegenüber gewalttätig ist? Vielleicht nicht. Dennoch kommt Gewalt in Beziehungen vor. Gewalt beginnt nicht erst bei Schlägen, Tritten oder wenn der andere Sex zu erzwingen versucht. Bereits Schimpfworte und Drohungen sind Gewalt.

Gewalt erkennen und richtig reagieren
Es beginnt damit, dass man erkennt, wann Gewalt droht. Das ist der Fall, wenn der Freund oder die Freundin sehr bald, nachdem man sich kennen gelernt hat, Sex haben möchte - obwohl es der bzw. die andere (noch) nicht will. Oder wenn man das Gefühl hat, dass man von dem Freund oder der Freundin auf Schritt und Tritt kontrolliert wird, weil er bzw. sie sehr eifersüchtig ist. Wenn man sich auf den Wunsch des Freundes oder der Freundin nicht mehr mit anderen Kumpels und Freundinnen treffen und austauschen soll, wenn in Diskussionen nur die Ansicht des Freundes oder der Freundin zählt oder wenn man sich auf sonst eine Art unter Druck gesetzt fühlst, dann ist Gewalt im Spiel.

Was tun? Hier gibt es eigentlich nur eine Lösung: Wenn man sich in einer Beziehung nicht wohl fühlt und das Gefühl hat, dass man nicht respektiert wird, dann ist es besser sie zu beenden. Denke daran: Kein Freund, keine Freundin hat das Recht dem bzw. der anderen vorzuschreiben, was er bzw. sie tun und lassen soll. Jeder - auch du - ist für sein Leben verantwortlich.

Wie mit Gewalt in einer Beziehung umgehen?
Denke darüber nach, ob du die Beziehung weiterführen willst. Du musst dir darüber im Klaren sein, dass du das Verhalten deines Freundes oder deiner Freundin nicht ändern kannst. Du bist auch nicht für ihre Gewalttätigkeit verantwortlich. Am besten ist es, wenn ihr beide zu einer Beratungsstelle geht und dort euer Problem schildert. Ruft bei der Nummer gegen Kummer - 0800 111 0333 - oder einem anderen Notdienst an und fragt nach geeigneten Beratungsstellen. Häufig ist die Situation aber so verfahren, dass nur eine Trennung in Frage kommt. Überlege dir, wie du, ohne dich noch mehr zu gefährden, die Beziehung beenden kannst. Sprich auf alle Fälle mit einem Erwachsenen, dem du vertraust. Eine Zusammenstellung der verschiedenen Notdienste und wie man Kontakt mit ihnen aufnehmen kann, findest du hier.

Hast du selber schon mal zugeschlagen oder jemanden mit Worten niedergemacht? Denke daran: Egal, wie sehr du dich gedemütigt oder provoziert fühlst - Gewalt ist nie die Lösung. Wer gewalttätig ist, begibt sich automatisch ins Unrecht; man kann sogar angeklagt werden und im Gefängnis landen. Was tun? Es gibt Hilfe. Wichtig ist, dass man seinen Ärger und seine Wut auf eine andere Art als mit Gewalt ausdrückt. Mit einem Berater oder Therapeuten kannst du lernen, die Energie, die in der Gewalt steckt, positiv zu nutzen. Nimm deinen ganzen Mut zusammen und sprich mit einem Erwachsenen, dem du vertraust. Bitte ihn oder sie um Hilfe.

Anderen, die unter Beziehungsgewalt leiden, helfen
Nicht jede und jeder, der von seinem Freund oder seiner Freundin mies behandelt, geschlagen oder unter Druck gesetzt wird, hat den Mut, von sich aus Hilfe zu suchen. Viele wissen auch nicht, wie sie überhaupt Hilfe finden können, vielen ist die Situation peinlich und sie trauen sich auch nicht, jemanden anzusprechen. Deshalb ist es wichtig, die Augen offen zu halten und einzugreifen, wenn man das Gefühl hat, ein Freund oder eine Freundin erleidet von seiner Freundin oder seinem Freund Gewalt.

Was sind mögliche Anzeichen für Gewalt in Beziehungen? Es gibt oft mehrere Hinweise: Etwa, wenn der Freund oder die Freundin auf einmal sich anders kleidet, weniger selbstbewusst auftritt, nicht mehr so viel Zeit wie früher mit dir und anderen Freunden oder Freundinnen verbringt, in der Schule nicht mehr richtig mitmacht, bei den Nachmittags-Aktivitäten fehlt oder Alkohol und andere Drogen nimmt.

Was tun? Sprich deinen Freund oder deine Freundin darauf an. Etwa so: "Du wirkst in letzter Zeit ziemlich niedergeschlagen. Ist irgendwas?" Biete dich als Zuhörer an, unterbrich nicht, wenn der andere erzählt, gib keine Ratschläge, solange du nicht darum gebeten wirst.

Was tun, wenn der Freund oder die Freundin Hilfe sucht? Dann sprecht mit einem Erwachsenen, dem ihr vertraut; erkundigt euch bei der Nummer gegen Kummer - 0800 111 0333 - nach einer Beratungsstelle. Eine Zusammenstellung der verschiedenen Notdienste und wie man Kontakt mit ihnen aufnehmen kann, findest du hier.

Versuche nie, deinen Freund oder deine Freundin durch eine Heldentat zu "retten" - es kann dazu führen, dass du dich dabei in Gefahr begibst.

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