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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Was ist Angst?

Jeder, der schon einmal Angst hatte, weiß, wie einem dabei zumute ist: Man fühlt sich mehr oder weniger unangenehm bedrängt, manchmal sogar fast überwältigt. Das kommt auch in dem Wort zum Ausdruck: Angst bedeutet „Enge“. Über die Jahrhunderte hat sich der Begriff kaum gewandelt. Vor rund 1.000 Jahren empfand man „angust“, im Mittelalter hatte man „angest“, wenn man sich vor etwas fürchtete. Damals wie heute fühlte man sich also eingezwängt, wenn man Angst hatte.

Jeder Mensch kennt das Gefühl der Angst: Sie ist ein Gefühl, das jeder ein wenig anders erlebt und mit dem jeder auf seine Weise umgeht. Zugleich gehört die Angst zum Alarm- und Abwehrsystem des Organismus, das bei Bedrohung jeder Art aktiviert wird.

Die meisten erleben die Angst als ein negatives Gefühl. Dabei ist sie nur die Gegenseite von dem, was uns wichtig ist: Nur wenn uns eine Person oder eine Sache sehr wichtig ist, können wir Angst um diese Person oder eine Sache empfinden. Es ist also ganz normal, dass man Angst hat, z.B. davor, dass die Großeltern oder – noch schlimmer fast – die Eltern sterben, dass jemand, den man gern hat, krank wird, dass das Haustier spurlos verschwindet. Vor den Augen anderer zu versagen, macht keinen guten Eindruck – kein Wunder also, dass die meisten Kinder mehr oder weniger Angst vor Klassenarbeiten haben.

Daneben birgt die Angst einen Aspekt, den man mit Nervenkitzel umschreiben kann. Wenn man einen aufregenden Film ansieht oder ein spannendes Buch liest, macht die innere Unruhe und Unsicherheit, die man dabei empfindet, den besonderen Reiz aus. Dabei wissen wir aber, dass das, was hier erzählt oder gezeigt wird, nicht uns selbst betrifft. Wir zittern nicht um unser selbst willen, wir zittern mit dem Helden und drücken die Daumen, dass alles gut ausgeht.

Angst hat viele Facetten
Angst ist nicht nur schrecklich furchteinflößend oder ein schaurig-schöner Nervenkitzel. Man kann auch unterschiedlich stark Angst haben. Wenn man nur ein wenig Angst hat, heißt es oft, dass man nervös oder beunruhigt ist. Wenn man weiß, dass etwas Kniffliges auf einen zukommt, dann hat man Bammel oder Lampenfieber. Richtig schlimm ist die Angst, wenn von Höllenangst die Rede ist.

Egal, wie stark die Angst ist – in vielen Fällen bietet auch eine Chance, sich zu beweisen. Wer Angst hat, braucht Mut, wenn er seine Angst überwinden will. Dabei geht es aber nicht darum, die Angst völlig auszuschalten. Worauf es ankommt, ist, den richtigen Umgang mit der Angst zu lernen.

Auf einmal ist die Angst da…
Es gibt viele Situationen, die nicht von vornherein Angst machen. Häufig schleicht sich erst mit der Zeit, ganz allmählich ein unangenehmes Gefühl ein, schließlich hat man Angst… Zum Beispiel, wenn man alleine zu Hause ist. Wenn die Eltern die Tür hinter sich zugemacht haben, atmet man erst einmal tief durch – endlich allein. Man kann tun, was man will, niemand schimpft oder meckert. Wenn es dann dunkel wird und ungewohnte Geräusche zu hören sind, fühlt man sich schon weniger wohl. Was ist das bloß? Je länger es dauert, bis die Eltern zurück sind oder wenigstens das Handy eingeschaltet haben, umso schlimmer wird dieses unangenehme Gefühl…

Ganz ähnlich ist es mit Geheimnissen, die man einem Freund oder einer Freundin anvertraut: Eines Tages streitet man sich, man geht sich aus dem Weg. Ist es mit der Freundschaft vorbei? Wird der andere das Geheimnis, das nur für ihn bestimmt war, anderen weitererzählen? Und wie ist es erst, wenn man verliebt ist und es seinem oder seiner Liebsten irgendwie sagen möchte. Was, wenn er oder sie nicht genauso empfindet? Je mehr man jemanden mag, umso größer ist die Angst vor einer Enttäuschung! Und nicht nur das: Es könnte sich ja auch herumsprechen, dass man abgewiesen wurde. Wie peinlich!

Angst – immer mehr leiden darunter

  • Viele Menschen reagieren auf Hektik und Zwänge im Alltag mit Angst. Angst ist ein ganz normales Gefühl. Wenn die Angst jedoch überhand nimmt, spricht man von einer Angsterkrankung. Man geht davon aus dass zwischen 15 bis 25 Prozent der Menschen im Lauf des Lebens unter krankhaften Ängsten leiden.

  • Ängste gehören bei Kindern und Erwachsenen zu den häufigsten psychischen Störungen.

  • Angststörungen haben oft weit reichende Folgen: Viele, die unter krankhaften Ängsten leiden, werden in der Folge depressiv. Manche greifen zu Suchtmitteln wie z.B. Medikamenten und Alkohol, um trotz ihrer Ängste „alltagstauglich“ zu sein.

  • Wer sich regelmäßig „Mut antrinkt“ oder Beruhigungs- sowie Aufputschtabletten nimmt, läuft Gefahr, abhängig zu werden. Dann kommen zur Angststörung sehr viel mehr Probleme dazu.

  • Angst hat auch einige gute Seiten: Sie verhindert, dass wir uns zu viel zumuten und uns dadurch in Gefahr bringen. Zugleich ist wirkt sie wie eine Energiespritze: Mit ein wenig Angst im Rücken strengen sich die meisten mehr an und können sich besser konzentrieren.

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