pagehead, PRELOAD pagebg, PRELOAD pagefoot, PRELOAD
LABBÉ Verlag
Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

Leseschalter | Schrift Schrift verkleinern Schrift vergrößern | zurück | vor | zappen

Werbung im Internet

Noch immer ist das Fernsehen das größte Werbemedium. Da aber immer mehr Menschen online sind, wird die Werbung im Internet vor allem für Firmen immer attraktiver. Besonders gern werden Kinder und Jugendliche als Werbekunden angesprochen: Sie kaufen selbst viele Dinge und können ihre Eltern, Großeltern, Freunde und Bekannte dazu überreden, bestimmte Sachen zu kaufen oder zu unternehmen. Viele, die von Kind auf bestimmte Marken gut finden, bleiben viele Jahre dabei und kaufen auch später noch Produkte dieser Marke bzw. Firma. Für Firmen kann es sich also sehr lohnen, wenn Kinder von ihrem Produkt und dem Wert ihrer Marken überzeugen. Was ist Werbung, was Information? Der Unterschied ist vielen Kindern und vielen Erwachsenen, wenn sie im Internet surfen, oft nicht klar.

Was ist Werbung?
Unter Werbung versteht man jede Art von Mitteilung, die andere davon überzeugen soll, dass ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Marke erstrebenswert ist und sie bereit sind, dafür Geld auszugeben. Werbung erklärt manchmal gar nicht, warum ein Produkt so besonders gut ist, dass man es kaufen soll. Sehr oft vermittelt Werbung ein bestimmtes Lebensgefühl. Dabei ist die Botschaft immer dieselbe: Wer dieses Produkt hat, dem geht es besser – er ist glücklicher, fitter, stärker, attraktiver, erfolgreicher… als die Leute, die dieses Produkt nicht haben. Was will Werbung? Den Firmen geht es nicht darum, dass wir mit ihren Produkten glücklicher werden. Sie wollen ihre Produkte verkaufen. Das Ziel der Werbung ist es, dass die Leute konsumieren.

Werbung gibt es in ganz unterschiedlicher Form – als Anzeige in Zeitungen, als Werbespot im Fernsehen, als Plakate auf Litfasssäulen, als Broschüre u.v.m. Und natürlich auch im Internet. Dort wird auf unterschiedliche Weise geworben.

Kinderseiten als Werbemedien
Viele Firmen, die Produkte für Kinder und Jugendliche herstellen, haben im Internet eigene Kinderseiten. Auch wenn Kinder gern auf diesen Seiten surfen, sind sie in erster Linie Werbung für die Firma. Warum? Jedes Mal, wenn das Kind oder der Jugendliche die Seite aufruft, hat er das Produkt der Firma und ihre Marken im Kopf. Dazu kommen die Inhalte auf der Seite: Viele Anbieter gestalten die Seiten so, dass Kinder jede Menge Spaß an der Seite haben. Deshalb gibt es hier z.B. Spiele, Grußkarten, lustige Figuren, Logos und Klingeltöne fürs Handy und Clubs. Wer wissen will, was es Neues auf der Seite gibt, kann einen Newsletter abonnieren. Dann bekommt man immer wieder E-Mails von der Firma zugeschickt, die ihn dazu auffordern, die Seite wieder einmal aufzurufen.

Egal, ob Gratis-Klingeltöne, E-Cards oder Online-Spiele - bei all diesen Angeboten heißt es aufpassen: Firmen sind keine Wohltäter, die Dinge verschenken. In der Regel geht es ihnen darum, dich für die Marke und ihre Produkte zu begeistern. Ihr Ziel ist es, dass du die Produkte jetzt oder später selbst kaufst oder andere so darauf aufmerksam machst, dass sie diese Produkte kaufen.

Werbefalle Community
Bist du in einem Kinderclub oder einer Kindercommunity? Hier kannst du E-Mail-Freundschaften schließen, coole Bildschirmschoner herunterladen, bist unter den ersten, wenn es darum geht, ein neues Produkt kennen zu lernen… Klingt klasse, oder? Doch viele Communities haben ihre Tücken: Häufig musst du dich anmelden, d.h. registrieren. Dabei stellen dir die Anbieter verschiedene Fragen. Etwa wo du wohnst, welche Hobbys du hast, wann du Geburtstag hast. Häufig fragen sie auch nach deiner E-Mail-Adresse. Was ist daran nicht so gut?

Du verrätst Leuten, die du gar nicht kennst, einiges über dich. Dabei weißt du gar nicht, was sie mit diesen Informationen machen. Was kann passieren? Du bekommst haufenweise Werbe-Mails, in denen Produkte beworbenen werden, die etwas mit deinen Hobbys zu tun haben. Das ist zwar nicht wirklich gefährlich, aber es ist zumindest lästig, weil du deine Mails erst kontrollieren musst – welche enthalten Informationen und Post von Freunden, welche sind Werbe-Mails. Wenn du sie öffnest, bekommst du Lust, dir vielleicht doch einmal Dinge zu kaufen, auf die du sonst gar nicht gekommen wärst. Dinge, die du wahrscheinlich gar nicht brauchst.

Werbefalle Gewinnspiele
Coole Klamotten, super Handys, tolle Schminksachen… bei Gewinnspielen locken viele solche Preise. Doch denke einmal scharf nach: Warum veranstalten Firmen überhaupt Gewinnspiele? Damit man über die Firma und ihre Produkte nachdenkt, sie gut findet und möglichst etwas von ihr kauft. Das ist richtig. Wenn du bei einem Gewinnspiel mitmachst, musst du oft auch persönliche Angaben machen – etwa, wie alt du bist, ob du die Produkte der Firma öfter verwendest usw. So erfährt die Firma einiges über dich. Und genau darum geht es: Firmen möchten viel über ihre Kunden, ihre Wünsche und Gewohnheiten erfahren, um Produkte zu entwickeln, die genau zu ihnen passen. Klingt nicht schlecht, aber die Sache hat einen Nachteil: Du kannst nicht kontrollieren, in welche Hände deine Daten gelangen. Dazu kommt, dass mit Adressen und Angaben über Konsumenten, d.h. Käufern, gehandelt wird. Am Ende eines Formulars wirst du nämlich oft gefragt, ob dir weitere Infos geschickt oder ob deine Daten gespeichert und an andere weitergegeben werden dürfen. Wenn du an dieser Stelle auf „ja“ klickst, musst du damit rechnen, dass du in Zukunft unaufgefordert jede Menge Werbe-Mails, also Spam, erhältst.

Verwirrspiel mit Bannern, Pop-Ups und Flash-Layern
Viele Seiten im Internet sind so aufgebaut, dass die Fläche auf dem Bildschirm zum Teil aus redaktionellen Inhalten und zum Teil aus Werbung anderer Anbieter besteht. Sehr oft befinden sich diese Werbeflächen auf der rechten Bildschirmseite. Damit man sie auf keinen Fall übersieht, sind sie sind zum Teil sehr aufwändig gestaltet, d.h. mit Animationen versehen. Wer dann nicht aufpasst und den Hinweis „Werbung“ übersieht, gelangt häufig beim Klicken auf diese Fläche auf eine andere Seite. Noch lästiger sind Pop-Ups und Flash-Layer. Pop-ups öffnen sich automatisch, wenn man eine Seite anklickt. Sie liegen über dem Text bzw. der Grafik, die man aufgerufen hat. Wer weiterlesen will, muss das Pop-Up-Fenster schließen. Dazu muss man mit dem Cursor auf das Kreuz rechts oben in dem Fenstern klicken. Das tun jedoch viele nicht und gelangen auf eine andere Seite. Genauso ist es bei Flash-Layern. Anders als Pop-Ups erscheinen sie nicht in einem Fenster. Es sind frei gestaltete Animationen, die über die Seite, die man aufgerufen hat, eingeblendet werden. Der Spuk verschwindet, wenn man den Flash-Layer weg klickt, also mit dem Cursor auf das Kreuz rechts oben klickt.

Denke daran, dass …

… du die Seiten, die du aufrufst, kritisch betrachtest. Nicht jede Seite will dich nur informieren. Häufig geht es darum, dass Produkte verkauft werden oder die Firma, die die Seite eingerichtet hat, einen guten Eindruck von sich und ihren Produkten vermitteln will.

… du so wenig Angaben wie möglich über dich machst, wenn du einer Community im Internet beitrittst. Wenn du dir nicht sicher bist, dann frage am besten einen Erwachsenen, dem du vertraust.

… viele Seiten mit Werbung gespickt sind. Werbung ist dazu da, dich zum Kauf von Produkten zu verleiten. Überlege dir, ob es sich wirklich für dich lohnt, diese Seiten anzuklicken.

… du einen Pop-Up-Blocker installierst. Er verhindert, dass du beim Lesen im Internet von Pop-Ups unterbrochen und abgelenkt wirst.

Wie findest du die Seite "Werbung im Internet"?
| Seite bewerten [15]

Artikel versenden

Einfach Karte ausfüllen und per E-Mail an Freunde verschicken!

Dein Name:

Deine E-Mail:

Name des Empfängers:

E-Mail des Empfängers:

Deine Nachricht:



Artikel versenden

Sorry!
Beim Versenden ist leider ein Fehler aufgetreten:




Artikel versenden

Vielen Dank!
Deine Nachricht an wurde erfolgreich versendet. Wenn du möchtest, kannst du noch eine weitere Mail versenden:

Shop
Shop
Shop
Shop
Shop