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LABBÉ Verlag
Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Vorurteilsfrei und fair

Darf man in einer Zeitung schreiben, dass man A beobachtet hat, wie er den iPod seines Banknachbarn B geklaut hat?

Darf man schreiben, dass in der Bäckerei gegenüber dem Jugendtreff nachts die Mäuse herumlaufen?

Darf man schreiben, dass man der Meinung ist, der Kinderschänder K sollte gehängt werden?

Die Antwort lautet in allen drei Fällen: Nein! Gilt in diesem Fall die Pressefreiheit nicht? Doch. Aber das, was man schreibt, darf niemandem schaden.

Hier die wichtigsten Regeln dazu: Wenn du publizierst, darfst niemandem schaden oder beleidigen. Etwa, indem du von jemandem behauptest, er habe gestohlen, Sachen beschädigt oder jemanden absichtlich verletzt. Es ist auch nicht erlaubt, dass du jemandem nachsagst, er sei doof oder hässlich. So etwas ist, den Umständen entsprechend, eine Beleidigung, Verleumdung oder üble Nachrede und damit strafbar.

Was aber, wenn du beobachtet hast, wie A seinem Banknachbarn B den iPod geklaut hat? Warum darfst du nicht darüber schreiben? Die Antwort lautet: Weil B wegen dieser Sache nicht angeklagt ist und auch nicht verurteilt ist. Jeder ist so lange unschuldig, bis von einem Gericht verurteilt wurde.

Fair berichten
Aber selbst wenn A wegen Diebstahl verurteilt wird, darfst du seinen Namen nicht veröffentlichen. Warum? Viele Menschen lesen den Artikel und erinnern sich an den Namen des Täters. Außerdem landet die Meldung im Internet. Das Internet vergisst nie! Es kann passieren, dass viele Jahre, nachdem A seine Strafe verbüßt hat, die Meldung darüber noch immer zugänglich ist. Wenn A sich um eine Stelle bewirbt und der Firmenchef sich über ihn erkundigt, ist es wahrscheinlich, dass er über diese Meldung stolpert. A hat dann wohl kaum Chancen auf den Job. Worum geht´s also? Es reicht, wenn ein Täter verurteilt wird und vom Gericht eine Strafe bekommt. Würde sein Name auch noch in einer Zeitung stehen, wäre das eine Art Zusatzstrafe!

Darf man dann überhaupt über den Diebstahl berichten? Ja. Vorausgesetzt, der Diebstahl wurde aufgeklärt, und dann auch nur in einer bestimmten Form: Der Name des Täters darf nicht erwähnt werden. Wähle stattdessen musst du Formulierungen wie z.B. "ein Schüler der Klasse …", "ein Klassenkamerad" oder "ein Mitschüler". Die Formulierung muss so vage sein, dass die Person, die den Diebstahl begangen hat, nicht zu identifizieren ist.

Denke daran, dass…

… du mit dem, was schreibst, niemandem schadest.

… du andere, in deinen Beiträgen immer so behandelst, wie du selbst behandelt werden möchtest.

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