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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Was bleibt nach dem Tod?

Angenommen, es gibt kein Leben nach dem Tod – was bleibt dann von uns? Ist die Vorstellung, dass es kein Weiterleben nach dem Tod gibt, trostlos? Nicht ganz. Wenn wir mit dem Tod ausgelöscht sind, dann ist auch alles Schmerzhafte und Unangenehme vorbei. Dennoch bleibt einiges von uns übrig bzw. lebt von uns weiter.

Weiterleben mit den Nachkommen
Wer Kinder hat, lebt in ihren Genen weiter. Jeder von uns trägt zur Hälfte die Gene seines Vaters und seiner Mutter in sich. Die Gene von Vater und Mutter stammen wiederum von den Genen ihrer Eltern. Die eigenen Eltern haben sie von ihren Eltern… so geht es weiter, von Generation zu Generation, bis wir bei den Urmenschen und zuletzt beim Ursprung allen Lebens angekommen sind. So gesehen, ist jeder einzelne der Teil einer Kette von Lebewesen. Doch was geschieht mit den Menschen, die keine Kinder haben? Keine Angst, auch sie leben weiter – in ihren Taten und unseren Erinnerungen.

Weiterleben im Gedächtnis der Menschen
In Afrika heißt es, dass ein Mensch erst dann tot ist, wenn alle, die ihn gekannt haben, ebenfalls tot sind. Der Mensch lebt in der Erinnerung weiter – manche Menschen länger, manche kürzere Zeit. Wie lange ein Mensch im Gedächtnis der Menschen bleibt, hängt sehr davon ab, welchen Einfluss er auf andere ausgeübt hat. Große Herrscher wie z.B. Alexander der Große oder die Pharaonen der Ägypter, erfolgreiche Erfinder wie Johannes Gutenberg (um 1400-1468), der Erfinder des Buchdrucks, sowie viele Schriftsteller, bildende Künstler und Architekten wie etwa Homer (um 750 v. Chr.), der Dichter der Odyssee und Ilias, der Maler und Erfinder Leonardo da Vinci (1452-1519) oder der Architekt Gustave Eiffel (1832-1923), der Erbauer des Eiffelturms, bleiben viele Jahre, manche sogar Jahrhunderte oder Jahrtausende nach ihrem Tod im Gedächtnis der Menschheit gegenwärtig.

Brauchtum und Feste rund um die Toten
Doch auch „gewöhnliche“ Menschen brauchen keine Angst zu haben, dass sie so schnell vergessen werden. Dass die Toten in unserem Gedächtnis bleiben, dafür sorgt nicht zuletzt auch die Religion. In sehr vielen Religionen gibt es Feiertage und Feste, an denen der Toten gedacht wird, z.B. bei den Christen an Allerheiligen, Allerseelen und der Totensonntag.

Stichwort Allerheiligen: Einen Tag vor Allerheiligen, am 31. Oktober, feiern wir Halloween. Der Termin, an dem Allerheiligen begangen wird, ist nicht zufällig gewählt, sondern geht eine alte Tradition zurück. Genauer gesagt, auf Halloween. Halloween war für die Kelten, die vor rund 2000 Jahren große Teile Mitteleuropas besiedelten, der letzte Tag des Jahres. Halloween war eine Art Erntedank-Fest, bei dem der Sonnengott Samhain mit Feuern verabschiedet wurde. Zugleich gedachte man dabei der Verstorbenen: Die Kelten glaubten fest daran, dass die Seelen der Toten in der Nacht vom 31. Oktober als Geister zurückkommen, um in ihre Häuser zurückzukehren. Aber was war mit den Geistern und heimatlosen Seelen, die trotz der großen Feuer, die am Wegesrand entfacht wurden, den Weg nicht fanden und verzweifelt umherirrten? Von ihnen war nichts Gutes zu erwarten, sie spukten durch die Nacht, erschreckten friedliche Menschen und trieben ihr Unwesen mit ihnen. Um die Menschen von diesem „heidnischen“ Glauben abzubringen, ernannte der Papst um 800 n. Chr. den 1. November, also den Tag nach dem 31. Oktober, zum Feiertag ‚Allerheiligen’. An Allerheiligen wird der christlichen Märtyrer gedacht. Aus dem Samhain-Fest wurde im Laufe der Zeit ‚das Fest am Vorabend zu Allerheiligen’, und das heißt auf Englisch ‚All Hallows’ Evening’  oder abgekürzt ‚Hallows’ E’en’. Inzwischen sagen wir Halloween.

Weiterleben durch gute Taten
Seine Ideen weitertragen und Gutes tun, auch wenn das eigene Leben längst vorbei ist – das ist die Idee, die hinter vielen Stiftungen steht. Viele vermögende Menschen gründen Stiftungen. Dafür stellen sie ihr Vermögen oder einen Teil davon für einen bestimmten Zweck zur Verfügung, etwa für die Gesundheitsforschung. Damit die Stiftung über lange Zeit wirksam sein kann, werden nur die Erträge aus dem Stiftungsvermögen für den Zweck verwendet; das Vermögen selbst bleibt unangetastet.

Einer der bekanntesten Stifter ist der schwedische Erfinder und Industrielle Alfred Nobel (1833-1896), der den international hoch angesehenen Nobelpreis gestiftet hat.

Weiterwirken nach dem Tod

Nach dem Tod leben viele Menschen noch über längere Zeit in der Erinnerung und den Erzählungen der Menschen, die ihn gekannt haben, weiter.

In vielen Religionen und Gemeinschaften gibt es Bräuche und Feste, mit denen die Erinnerung an die Toten wach gehalten wird.

Wer Kinder hat, lebt darüber hinaus in den Genen seiner Nachkommen weiter. Die Gene sind nicht nur zu einem großen Teil für das Aussehen von Bedeutung, sie haben auch Einfluss auf unser Denken und Handeln.

Durch unser Leben und unsere Lebensleistung können wir lange im Gedächtnis der Menschen bleiben, etwa als Stifter für eine gute Sache, als Forscher, Politiker, Entdecker, Schriftsteller, Künstler u.v.m.

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