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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Traum von der Unsterblichkeit

Vielen Menschen genügt der Gedanke, dass sie in den Gedanken und Erinnerungen der Menschen gegenwärtig bleiben, nicht. Es reicht ihnen auch nicht, dass sie in den Genen ihrer Kinder und deren Nachkommen weiterleben. Auch die Aussicht, dass ihre Seele nach dem Tod weiterlebt, ist für sie kein Trost. Ihr Traum: Nie sterben! Oder, noch besser, immer jung bleiben, um so den Tod immer weiter hinauszuschieben.

Der Wunsch, unsterblich zu sein und ewig zu leben, ist ein uralter Menschheitstraum: Bereits vor über 2000 Jahren versuchte Qin Shihuangdi (259 v. Chr.- 210 v.Chr.), der erste chinesische Kaiser, Unsterblichkeit zu erlangen. Er entsandte eine Expedition, die das Lebenselixier finden sollte. Im Mittelalter suchten in Europa Alchemisten nach dem so genannten „Stein der Weisen“. Er sollte Krankheiten heilen und das Leben verlängern. Der österreichische Kaiser Rudolf II. (1552 – 1612) beauftragte zu diesem Zweck Alchemisten und ließ sie in seinem Palast in einem speziell dafür eingerichteten Labor nach dem „Stein der Weisen“ forschen. Neben dem Stein der Weisen hoffte man im Mittelalter auf die verjüngende Wirkung von Jungbrunnen: Durch das Bad in einem solchen Brunnen, den es gar nicht gibt -, so wünschte man sich, können alte Menschen wieder jung und gesund werden. Der spanische Konquistador Juan Ponce de León (1460 – 1521) unternahm 1513 in Florida eine Expedition, um den Jungbrunnen zu finden – vergeblich, wie wir heute wissen.

Dem Tod entkommen mit Hilfe der Medizin?
Mediziner arbeiten an der Entwicklung von Stoffen, die die Zellalterung und das Absterben von Zellen verhindern sollen. Die Schwierigkeit dabei ist zu verhindern, dass sich diese „unsterblichen“ Zellen zu Krebszellen entwickeln. Inzwischen haben Forscher das Enzym Telomeras entdeckt. Es bewirkt, dass sich Zellen verjüngen. Der Nachteil von Telomeras: Telomeras sorgt auch dafür, dass sich Krebszellen teilen – und damit das Leben gefährden.

Doch warum an Zellen arbeiten, wenn man mit Organtransplantationen ganze Körperteile austauschen kann? Viele Organtransplantationen sind heute kein besonders spektakulärer Eingriffe mehr: Jedes Jahr werden in Deutschland mehrere tausend Organe transplantiert. Der Grund für diese Operationen: Die Organe der Patienten sind so sehr geschädigt, dass sie nur mehr mit einem Spenderorgan auf längere Sicht weiterleben können. Es geht hier also nicht darum, schön und jung zu bleiben.

Überhaupt kann man mit einem „jungen“ Herz oder einer „jungen“ Niere nicht wirklich jung werden. Das Gehirn altert, auch wenn die übrigen Organe leistungsfähig sind. Bleibt also nur die Möglichkeit, das Gehirn zu transplantieren. Doch das ist nicht nur medizinisch unmöglich, es ist auch fragwürdig: Gehirnzellen sterben ab, wenn sie mehrere Minuten ohne Sauerstoff sind. Da eine Transplantation mehrere Stunden dauert, wäre das Unternehmen völlig sinnlos – ein transplantiertes Gehirn wäre nie funktionsfähig, da es längst tot ist. Eine Gehirntransplantation wäre zu dem auch fragwürdig: Unsere Persönlichkeit, unsere Identität, das Fühlen und Denken – all das ist in unserem Gehirn. Es ist einzigartig und nicht erneuer- bzw. austauschbar.

Eine weitere – theoretische – Möglichkeit, sein Leben unendlich zu verlängern, ist das Klonen. Klonen ist die Herstellung eines genetisch gleichen Nachkommens von Pflanze, Tier oder Mensch. Das erste Tier, das erfolgreich geklont wurde, war das Schaf „Dolly“, das aus einer Euterzelle seiner Mutter heraus entwickelt wurde. Dennoch gab es einen großen Unterschied zur Mutter: Dolly bekam mit drei Jahren Arthritis – eine Krankheit, die eigentlich erst alte Schafe bekommen. Mit sechs musste Dolly wegen Lungenkrebs eingeschläfert werden. Klonen ist also nicht einfach. Noch immer wird weltweit intensiv an der Methode des Klonens geforscht. Dabei unterscheidet man heute zwei Formen des Klonens, das therapeutische und das reproduktive Klonen. Beim therapeutischen Klonen geht es vor allem darum, Zellen zu vermehren, die in der Medizin als „Reparaturzellen“ eingesetzt werden können. Das Ziel: Erkrankte Organe können sich mit Hilfe dieser Zellen wieder regenerieren. Es gibt tatsächlich Zellen, die sich ganz nach Bedarf entwickeln. Diese Zellen nennt man Stammzellen.

Obwohl man sich aus der Stammzellenforschung einen großen medizinischen Nutzen verspricht, ist dieser Forschungszweck sehr umstritten. Reproduktiv bezeichnet man das Klonen, wenn von einem Lebewesen ein genetisch identisches Lebewesen „hergestellt“ wird.

Was also bleibt? Wer einen gesunden Lebensstil pflegt, hat gute Chancen lange zu leben und bis ins Alter weitgehend gesund zu bleiben. Konkret heißt das: Sich ausgewogen ernähren, kein Übergewicht, wenig Alkohol, kein Tabakkonsum, keine Drogen, ausreichend Schlaf und ein regelmäßiger Lebensrhythmus.

Unsterblichkeit – schön oder schrecklich?

Der Wunsch ewig zu leben, ist ein alter Menschheitstraum. Seit vielen hundert oder sogar tausend Jahren suchen die Menschen nach Methoden und Mitteln, den Alterungsprozess zu verlangsamen oder ganz zu vermeiden.

Organtransplantationen dienen dazu, die Gesundheit eines Patienten wiederherzustellen. Mit einem transplantierten Organ wird man jedoch nicht jünger, selbst wenn das Organ von einem weitaus jüngeren Menschen stammt.

Beim reproduktiven Klonen können genetisch identische Lebewesen „produziert“ werden. Das reproduktive Klonen von Menschen ist weltweit umstritten; in Deutschland ist es sogar strafbar. Dennoch wird in vielen Staaten daran gearbeitet.

Menschen können – medizinisch gesehen – dem Tod nicht entrinnen. Deshalb sollte es das Ziel eines jeden Menschen sein, so lange wie möglich gesund zu bleiben.

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