Dialog und Monolog -
hier kommen deine Figuren zu Wort

In den meisten Geschichten passiert nicht ständig etwas. Die Figuren denken über ihre Eindrücke nach. "Was soll ich tun? Ich kenne mich hier überhaupt nicht aus. Warum ist hier keiner, der mir weiterhilft?" Immer wieder kommt es vor, dass Personen laut mit sich selbst sprechen. Solche Abschnitte nennt man Monolog.

Manche sprechen nicht laut, sondern grübeln leise vor sich hin. Wenn du die Gedanken und Gefühle einer Figur schilderst, so als ob du in ihr Inneres blicken könntest, dann gibst du einen inneren Monolog wieder.

In den meisten Geschichten kommt der Dialog, das heißt ein Gespräch zwischen mehreren Figuren, viel häufiger vor als ein Monolog. Apropos "Gespräch": Menschen sprechen nicht immer leise und freundlich miteinander. Wenn eine Figur eine andere von ihren Wünschen überzeugen möchte, kann es schon mal hoch her gehen. Und was machen viele, wenn sie bitter enttäuscht wurden? Sie weinen, schreien, schimpfen, stöhnen… Gestalte deine Dialoge so lebendig wie möglich!

Was sollst du bei Dialog und Monolog beachten?
In einem Dialog und Monolog treten die Figuren unmittelbar auf. Die Erzählerfigur tritt in den Hintergrund. Wie wird klar, wer gerade spricht? Wenn du es deinen Lesern leicht machen möchtest, kannst du hinter oder vor jede Äußerung ein "sagte er" oder "sagte sie" schreiben. Doch das wirkt ziemlich schwerfällig.

Oft ist es besser, wenn Rede und Gegenrede direkt aufeinander folgen. Hier heißt es aufpassen! Du musst dich genau an die Zeichensetzung halten, sonst verliert dein Leser sehr schnell den Überblick! Und das hat Folgen: Der Dialog erhält einen ganz anderen Sinn; die Geschichte gerät aus dem Ruder und dein Leser hat keine Lust mehr weiter zu lesen. Das darf auf keinen Fall passieren!

Die richtige Zeichensetzung und mehr
Wörtliche Rede, also Dialog und Monolog, wird mit Satzzeichen gekennzeichnet. Zu Beginn der wörtlichen Rede setzt man die Anführungsstriche unten, am Ende werden sie nach dem Satzzeichen oben gesetzt. Wenn du die wörtliche Rede mit einem Hinweis auf den Sprecher, etwa "sagte, meinte, erwiderte er" einleiten willst, musst du nach dieser Einleitung vor die Anführungsstriche einen Doppelpunkt setzen.

Beispiel:
"Ja", sagte er. Sie rief: "Ich komme sofort!"
Viel einfacher ist dein Dialog, wenn du auf die Einleitung, die den Sprecher angibt, verzichtest. Dabei musst du am Anfang des Dialoges den Lesern klar machen, wer als erster spricht. Am besten ist es, wenn du Rede und Gegenrede in eine eigene Zeile schreibst. So behältst du und dein Leser leicht den Überblick.
"Bist du dir sicher, dass er es war?" fragte Franz.
"Aber klar. Ich habe alles aus nächster Nähe gesehen!"
"Ich kann es immer noch kaum glauben."
Wer sagt den letzten Satz? Natürlich Franz - er ist am Anfang genannt.

Tipps zum Thema "Dialog und Monolog"

Dialog und Monolog sind in der gesprochenen Sprache sehr ähnlich. Achte darauf, dass Rede und Gegenrede flüssig aufeinander folgen. Konzentriere dich auf das Thema: Die Figuren sollen nicht lange "um den heißen Brei herumreden".

Lasse die Figuren so sprechen, wie es der Situation entspricht. Je hektischer die Szene, desto kürzer die Sätze!

Setze Dialog und Monolog in Schlüsselszenen ein. Schlüsselszenen sind Abschnitte, in denen die Handlung eine Wendung nimmt oder Konflikte sich zuspitzen.

Nicht nur Kinder und Erwachsene haben einen unterschiedlichen Wortschatz. Jede Figur hat ihren eigenen Stil. Schüchterne Mädchen sprechen in der Regel leiser und weniger als supercoole Jungen. Achte darauf, dass die Art, wie sich eine Figur ausdrückt, zu ihrem Alter und ihrer Persönlichkeit passt.

Pass auf, dass alles für jeden verständlich ist. Das gilt besonders, wenn eine Figur gebrochenes Deutsch, Szene-Slang oder Dialekt spricht.

Denke an das Gefühlsleben. Ideal ist es, wenn du wörtliche Rede und Handlungen, in denen Gefühle zum Ausdruck kommen, mischt. Etwa so: "Du blöde Kuh, jetzt reicht's aber!" Peter rannte zur Tür und schlug sie mit einer solchen Wucht hinter sich zu, dass das Glas splitterte.

Lies deinen Dialog laut vor oder spiele ihn nach. Ist alles logisch und verständlich? Passt alles zusammen? Perfekt!