Von der ersten Fassung zum druckreifen Text

Es kommt ganz auf die Stimmung an - es gibt Tage, da findest du deinen Text richtig gut. Schon kurz darauf kann es sein, dass dich alles, was du geschrieben hast, nur noch nervt. Und das, obwohl du deinen Text sehr genau überarbeitet hast.

Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Wie kannst du herausfinden, was gut und was weniger gut ist? Es bringt nichts, an einer Geschichte oder einem Gedicht ständig herumzufeilen. Was tun?

Texte gegenlesen lassen
Gib jemandem, dem du vertraust und der selbst gern und viel liest, deinen Text. Bitte sie oder ihn, dir offen und ehrlich von ihrem Eindruck zu erzählen. Leute, die Manuskripte lesen, auf Fehler prüfen und Verbesserungsvorschläge machen, nennt man Lektoren. Egal, ob Gedicht, Sachbuch oder Belletristik - jeder Verlag lässt alle Manuskripte, bevor er sie druckt, von einem Lektor prüfen. Viele Autoren werden bereits während des Schreibens betreut. Das heißt, dass der Lektor immer wieder Ausschnitte zum Gegenlesen bekommt und kritisiert.

Das kannst du genauso machen. Wenn du deine Texte gegenlesen lässt, Verbesserungsvorschläge diskutierst und umsetzt, dann ist das keine Schwäche. Im Gegenteil: Du arbeitest wie ein Profi.

Nimm an einem Schreib-Workshop teil
Schreib-Workshops werden an zahlreichen Volkshochschulen veranstaltet. Erkundige dich bei der VHS in deinem Ort und frage nach, wann dort der nächste Kurs beginnt. Hier kannst du deine Texte vorstellen und bekommst Schreib-Tipps. Das Beste daran: Du lernst Gleichgesinnte kennen, mit denen du dich auch nach dem Kurs noch treffen und austauschen kannst.

Schließe dich einer Autorengruppe an
In zahlreichen Städten gibt es Autorengruppen. Hier kommen Leute, die schreiben, zusammen und tragen sich gegenseitig ihre Texte vor. Anschließend wird diskutiert. Schau im Internet nach, ob es in deiner Stadt eine solche Gruppe gibt und melde dich dort. Vielleicht kannst du hier mitmachen?