Sicher surfen

Nicht jeder, der im Internet etwas veröffentlicht, hat gute Absichten. Das Internet ist eine Plattform, in der jeder seine Ideen und Vorstellungen publizieren kann. Manche nutzen diese Freiheit aus und stellen unerlaubte Inhalte ins Internet. Anfangs fielen vor allem pornografische Seiten auf; in den letzten Jahren hat rassistische und rechtsradikale Propaganda enorm zugenommen.

Gewaltdarstellungen im Netz sind ebenfalls stark im Kommen. Das Schlimme daran ist, dass man erst dann etwas dagegen tun kann, wenn diese Seiten entdeckt sind.

Rechtsradikale Propaganda
Rechtsradikale und rechtsextreme Propaganda kann man an verschiedenen Merkmalen erkennen. Hier einige wenige: Sie verherrlicht alles, was „deutsch“ ist, sie verharmlost die Nazizeit und den II. Weltkrieg, wertet Ausländer und Juden ab und behauptet, der Holocaust hätte nicht stattgefunden.

Webseiten rechtsextremer Gruppen locken Jugendliche mit teilweise versteckter Werbung. Sie enthalten viele Angebote, die – auf den ersten Blick – für viele Jugendliche attraktiv sind, z.B. Musik, Spiele, Foren und Chats, in denen man sich austauschen und miteinander in Kontakt kommen kann. Rechtsextreme benutzten also das Internet, um neue Mitglieder zu werben und an sich zu binden.

Pornographie und Erotik
Von Pornographie spricht man, wenn die Sexualität auf eine Weise dargestellt wird, dass man sich dabei sexuell erregt. Andere Gefühle wie Liebe und Zuneigung spielen keine Rolle. Der Unterschied zur Erotik ist fließend. Während in der Anfangszeit des Internet nur Bilder gezeigt wurden, sind es jetzt Filme und Clips, die mit der Live-Cam aufgenommen werden.

Grundsätzlich gilt: Pornografie, in der Gewalt eine Rolle spielt, und Pornographie, bei der Tiere und Kinder beteiligt sind, ist absolut unzulässig und wird als Straftat verfolgt.

Es gibt Pornographie-Anbieter, die ihr Angebot so aufbereitet haben, dass nur Erwachsene, also Leute über 18 Jahren, Zugang zu diesen Seiten haben. Viele Anbieter haben aber ihren Sitz im Ausland. Dort ist meistens kein derartiger Schutz vorgeschrieben.

Gewaltdarstellungen
Gewalt kommt im Netz in vielfältiger Form vor, etwa in Bildern und Videos mit verletzten, verunstalteten, toten und getöteten Menschen sowie in in Bildern und Videos, die Folterungen und Tötungen zeigen. Dazu kommen Darstellungen, in denen sexuelle Gewalt zu sehen ist. Nicht zu vergessen die Gewaltspiele.

Gewaltdarstellungen auf Webseiten werden, je nachdem, wie grausam die Gewalt ist, als unzulässige, schwer jugendgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Internetangebote eingestuft.

Gewaltdarstellungen im Internet, die als schwer jugendgefährdend gelten, müssen mit einem Zugang versehen werden, der es nur Erwachsenen, also Leuten über 18 Jahren erlaubt, diese Seiten aufzurufen.

Denke daran, dass …

… du einen Filter installierst, der Webseiten nach bestimmten Mustern durchsucht und gegebenenfalls sperrt. Leider funktionieren nur die wenigsten Filter absolut zuverlässig.

… du die Angebote, die du im Internet findest, kritisch siehst. Kaum jemand, der etwas kostenlos anbietet, hat etwas zu verschenken. Meist geht es darum, neue Mitglieder oder zumindest Adressen von Interessenten zu sammeln.

… du Seiten, bei denen du das Gefühl hast, dass Gewalt im Spiel ist, nicht hinnehmen musst. Sprich mit einem Erwachsenen, dem du vertraust, und zeige ihm die Seite.

… du mit deinen Eltern oder einem anderen Erwachsenen, dem du vertraust, solche Seiten meldest. Ansprechpartner sind die FSM - Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia Diensteanbieter und jugendschutz.net. Bei Seiten, die nicht aus Deutschland stammen, kann man sich an INHOPE und die Internet Watch Foundation IWF wenden.