Eichenbaum pflanzen

Großvater hat mir auch noch eine andere seltsame Geschichte zu Eichen erzählt. In Frankreich lebte vor nicht allzu langer Zeit ein Schäfer namens Elzéard Bouffier. Der wohnte einsam in einer kargen Berglandschaft. Elzéard war zu dem Schluss gekommen, dass das Bergland im Sterben liegen musste, weil es dort keine Bäume gab. Deshalb sammelte er Eicheln und machte sich einen kleinen Spaten. Damit konnte er nun die Eicheln im Boden vergraben. Nach wenigen Jahrzehnten war das ganze Land mit Wald bedeckt und neues Leben kehrte dort ein. - Das könntest du auch ausprobieren! Sammle einfach einige Eicheln und lege sie über Nacht ins Wasser. Am nächsten Morgen setzt du sie in einen Blumentopf mit frischer Erde und stellst den Topf an einen warmen, dunklen Ort.

Die Erde soll immer feucht bleiben. Wenn sich die ersten Triebe zeigen, pflanzt du jeden in einen eigenen Topf, sonst wird es zu eng.

Jetzt stellst du die Töpfe auf eine sonnige Fensterbank, und so bekommst du selbst gepflanzte Eichen, die später vielleicht tausend Jahre alt werden.

Auf die ersten Blüten deiner selbst gezogenen Eichen wirst du allerdings lange warten müssen. Eichen blühen erst nach etwa 50 Jahren. Bis dahin sind sie natürlich schon riesengroß und passen nicht mehr in Töpfe. Es kommt also der Tag, wo du die Eichen besser in die freie Natur pflanzt. Dazu braucht man einen geeigneten Platz, denn die Bäume werden mit der Zeit noch viel größer. Frag doch mal beim Förster nach. Bestimmt hat er ein gutes Plätzchen im Wald frei.