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Jocelyn Bell Burnell

Jocelyn Bell Burnell (geb. 1943)
Astronomin und Entdeckerin der Pulsare

Jocelyn Bell wurde 1943 als Tochter eines Architekten in Belfast geboren und lebte in ihrer Kindheit ganz in der Nähe des Armagh Observatoriums. Sie studierte Physik in Glasgow. Von dort ging sie 1965 als Doktorantin für den Forschungsbereich Radioastronomie nach Cambridge, wo ihr die modernsten wissenschaftlichen Instrumente zur Verfügung standen.

1967 bemerkte sie ein ungewöhnliches Signal am Himmel, von dem sich herausstellte, dass es aus einer Abfolge schnell wechselnder Pulse bestand, die sich exakt alle 1,337 Sekunden wiederholten. Dieses Phänomen, das bis heute über 1.000 Mal beobachtet wurde, nennt man Pulsar. Pulsare sind Neutronensterne mit geringem Durchmesser und hoher Dichte, vermutlich die Relikte von Supernova-Ausbrüchen. Nachdem Jocelyn im Jahr darauf ihre Doktorarbeit bei Anthony Hewish (geb. 1924) abgeschlossen hatte, forschte sie zwischen 1968 und 1982 an der Universität Southampton und am Mullard Space Science Laboratory des University College, London.

In diese Zeit fällt auch die Verleihung des Nobelpreises für Physik an ihren Lehrer, Anthony Hewish. Hewish erhielt 1974 den Preis für seine „entscheidende Rolle bei der Entdeckung von Pulsaren“, während Jocelyn Bell mit keinem Wort erwähnt wurde. Dass Teile der Fachwelt bereits damals ihre wissenschaftliche Leistung ganz anders beurteilte, zeigte das Franklin Institut in Philadelphia, als es 1973 die „Albert A. Michelson-Medaille“ gemeinsam an Hewish und Jocelyn Bell Burnell verlieh. Seit 1991 ist Jocelyn Bell Burnell Professorin für Physik an der Open University in Milton Keynes.

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