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Der Kompost

Großvater hat mir etwas Lustiges erzählt: „Kompostieren heißt mischen. Kompott und Kompost waren früher einmal dasselbe Wort. Na, ist doch ganz klar: In einem Früchtekompott mischt man verschiedenes Obst. In einem Gartenkompott, ach, ich meine natürlich Gartenkompost, mischt man alles mögliche.“

Und das kannst du alles auf den Kompost geben: Verwelkte Blätter, Gras, Zweige, Karottenkraut, Kartoffelschalen, eingegangene Topfpflanzen, kranke Pflanzenteile, Pflanzen mit Ungeziefer, Pferdemist, Rhabarberblätter, alte Blumenerde, Apfelbutzen, Eierschalen, verwendete Teebeutel, abgenagte Maiskolben und Tang. Nun ja, machen wir’s kurz: Fast alles!

Das kannst du jedoch nicht auf den Kompost geben: Asche, Sägespäne, zerschmökerte Zeitungen, Glas, Plastik oder Stoff. Essensreste kannst du nur kompostieren, wenn du einen besonderen Kompost hast. Ein solcher Kompost heißt Warmkompost. Wenn du aber keinen Warmkompost hast, solltest du vorsichtig mit Speiseresten sein. Denn schnell können Ratten den Kompost als ihr neues zu Hause entdecken.

Großvater, Michael Green und ich haben einen Kompost angelegt. Das geht so: Such dir eine schattige Ecke im Garten. Dort häufst du den Kompost auf der Erde auf. Im Frühling, Sommer und Herbst schüttest du alles mögliche auf den Kompost, so dass ein kleiner Hügel entsteht. Den Hügel lässt du im Winter, im nächsten Frühling und Sommer ungestört stehen. Im Herbst kannst du die neue Komposterde dann im Garten verteilen. Natürlich musst du nicht immer ein ganzes Jahr warten, bis du wieder kompostieren kannst. Lege dem alten Kompost doch einen Kompostnachbarn an!

Michael Green wollte wissen, was in einem Kompost so alles passiert. Großvater hat’s erklärt, das ist sehr spannend: Ein Kompost ist wie eine Fabrik. Diese Fabrik stellt ein wertvolles Produkt her, die Erde. Die Zutaten für das Produkt kennst du bereits: Bananenschalen, verwelkte Blätter, Apfelbutzen... Der Chef der Fabrik bist natürlich du, denn du hast den Kompost angelegt und wirst die fertige Erde im Garten verteilen. „Und wer sind nun die Fabrikarbeiter?“, fragte Michael Green.

Das sind die Komposttierchen: Tausendfüßler, Asseln, Springschwänze und viele andere. Sie zernagen das Material im Kompost und fressen es auf. Dann muss es aber auch wieder aus ihnen rauskommen, und das tut es, als Mist. Es gibt auch noch Mikroben. Das sind die Milliarden Bakterien und Pilze, die im Kompost leben. Sie machen den Kompost gemütlich und warm, damit sich die Asseln und alle anderen Tiere darin wohl fühlen. Außerdem greifen Mikroben das Kompostmaterial an, das dadurch zu modern beginnt. Schließlich ist das Produkt fertig: Die Fabrik hat den Kompost in eine dunkelbraune, lockere und duftende Erde verwandelt. Diese Erde ist voller Nährstoffe. Pflanzen ziehen sich Nährstoffe mit den Wurzeln zu sich.

Jeder Nährstoff hat eine andere Aufgabe: Pottasche hilft den Blumen und Früchten beim Wachsen, Stickstoff hilft den Blättern beim Wachsen, Phosphat hilft den Wurzeln beim Wachsen. Spurenelemente sind gesund für die Pflanzen, genau wie Vitamin C. Und Zucker entsteht in den Blättern und liefert den Pflanzen Energie. Wenn du Komposterde im Garten verteilst, kann eigentlich nichts mehr schief gehen: Aus alten Blättern entsteht neues Gemüse. Die Pflanzen fühlen sich wohl und wachsen um die Wette!

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