Wenn grün die Eichen stehen

Wenn grün die Eichen stehen


1.
Wenn grün die Eichen stehen auf den Fluren
und alles freuet sich der schönen Zeit,
|: muss Wilhelm fort in fremde Länder reisen,
muss Wilhelm fort und fort muss er von hier. :|

2.
Er zog hinaus zum blutigen Gefechte,
er zog hinaus und kam auch nimmermehr.
|: In einer Schlacht, da fand man seine Leiche:
So laut't die Botschaft, die man trug daher. :|

3.
Wir liebten uns auf immer und auf ewig.
Wir liebten uns getreu bis in den Tod.
|: Wir liebten uns, wie sich zwei Kinder lieben.
Sein Herz war mein und ich auf ewig sein. :|

4.
Einstmals saß ich vor meiner Eltern Türe,
war ganz betrübt und weint' gar jammervoll,
|: da kam ein schöner Herr daher gegangen,
mein Wilhelm war's, es war sein Wuchs, sein Gang. :|

5.
"O Wilhelm mein, wo bist du denn geblieben?
Hätt'st du geschrieben, wär ich jetzt noch dein.
|: O Wilhelm, warum hast du nicht geschrieben?
Rudolf ist mein und ich auf ewig sein!" :|