LABBÉ Verlag
Lesekorb - Geschichten für Kinder

Der Zwerg Nase

[von Wilhelm Hauff]

In einer großen Stadt lebte vor vielen Jahren ein Schuster mit seiner Frau. Er saß über Tag an der Straßenecke, flickte Schuhe und Pantoffeln, und machte wohl auch neue. Dafür musste er das Leder aber erst einkaufen, denn er war arm und hatte keine Vorräte. Seine Frau verkaufte Gemüse und Früchte, die sie in einem kleinen Gärtchen pflanzte. Viele Leute kauften gerne bei ihr, weil sie reinlich und sauber gekleidet war.

Die beiden Leute hatten einen schönen Knaben, der für das Alter von zwölf Jahren schon ziemlich groß war. Er pflegte bei der Mutter auf dem Gemüsemarkt zu sitzen, und trug den Weibern oder Köchen auch oft einen Teil der Früchte nach Hause.

Eines Tages saß die Frau des Schusters wieder auf dem Markte. Sie hatte einige Körbe vor sich. Der kleine Jakob, so hieß der Knabe, saß neben ihr und rief mit heller Stimme: "Hierher, ihr Herren! Seht nur, welch schöner Kohl, wie wohlriechend die Kräuter. Hier auch frühe Birnen, ihr Frauen, frühe Äpfel und Aprikosen. Wer will kaufen?"

Da kam ein altes Weib über den Markt. Sie sah etwas zerrissen und zerlumpt aus, und sie hatte ein kleines, spitziges Gesicht, vom Alter ganz zerfurcht. Die Alte ging an einem langen Stock, denn sie rutschte und wankte in einem fort. Es war, als hätte sie Räder in den Beinen.

Die Frau des Schusters betrachtete dieses Weib aufmerksam. Es waren jetzt schon sechzehn Jahre, dass sie täglich auf dem Markte saß, und nie hatte sie diese sonderbare Gestalt gesehen. Was für ein Schreck, als die Alte nun auf sie zuhinkte und in ihre Körbe schaute. "Seid Ihr Hanne, die Gemüsehändlerin?", fragte das alte Weib mit krächzender Stimme. "Ja, die bin ich", antwortete die Schustersfrau. "Ist euch etwas gefällig?" "Wollen sehen, wollen sehen! Kräutlein schauen, Kräutlein schauen. Muss erst sehen, ob du hast, was ich brauche", antwortete die Alte.

Sie beugte sich nieder vor den Körben und fuhr mit dunkelbraunen, hässlichen Händen in den Kräuterkorb hinein. Dann packte sie die Kräutlein mit ihren langen Spinnenfingern, brachte sie hinauf an die lange Nase und beroch sie Stück für Stück. Der Frau des Schusters wollte es fast das Herz brechen, als sie das alte Weib mit ihren seltenen Kräutern hantieren sah. Aber sie wagte nichts zu sagen, denn es war das Recht des Käufers, die Ware zu prüfen. Als jene den ganzen Korb durchgemustert hatte, murmelte sie: "Schlechtes Zeug, schlechtes Kraut! War viel besser vor fünfzig Jahren. Schlechtes Zeug, schlechtes Zeug!"

Solche Reden ärgerten den kleinen Jakob. Mutig rief er: "Höre, du bist ein unverschämtes, altes Weib. Du hältst die schönen Kräuter an deine lange Nase, dass sie niemand mehr kaufen mag. Und jetzt schimpfst du auch noch, dass es jeder hören kann!" Das alte Weib schielte den mutigen Knaben an, lachte widerlich und sprach mit heiserer Stimme: "Söhnchen, Söhnchen! Gefällt dir meine Nase, meine schöne lange Nase? - Sollst auch eine haben, mitten im Gesicht, bis übers Kinn herab."

Während sie so sprach, rutschte sie an den Korb heran, in dem der Kohl ausgelegt war. Sie nahm die herrlichsten weißen Kohlhäupter in die Hand, drückte sie zusammen, und sprach auch hier: "Schlechte Ware, schlechter Kohl!" "Wackele nur nicht so garstig mit dem Kopf!", rief der Kleine wütend. "Dein Hals ist ja so dünn wie ein Kohlstängel. Der könnte leicht abbrechen, und dann fiele dein Kopf hinein in den Korb. Wer wollte dann noch kaufen!" "Gefallen sie dir nicht, die dünnen Hälse?", murmelte die Alte lachend. "Sollst gar keinen haben! Dein Kopf soll in den Schultern stecken, dass er nicht herabfällt vom kleinen Körperlein!"

Mit grimmigem Blick schaute die Alte jetzt die Frau des Schusters an und sprach: "Ich will dir diese sechs Kohlhäupter abkaufen. Erlaube deinem Söhnlein, dass es mir die Ware nach Hause bringt. Ich will ihn dafür belohnen." Der Kleine wollte nicht mitgehen und weinte, denn es graute ihm. Die Mutter befahl es ihm aber ernstlich. Da tat er, was sie sagte.

Es ging nicht sehr schnell bei der Alten, und sie brauchte beinahe drei Viertelstunden, bis sie vor einem kleinen, baufälligen Häuschen stehen blieb. Dort zog sie einen alten, rostigen Haken aus der Tasche und fuhr damit geschickt in das kleine Loch an der Türe. Plötzlich sprang diese krachend auf.

Der kleine Jakob war überrascht, als er eintrat! Das Innere des Hauses war prachtvoll ausgeschmückt. Die Decke und die Wände waren aus Marmor, die Gerätschaften aus schönstem Ebenholz, mit Gold und geschliffenen Steinen verziert. Der Boden war aus Glas und so glatt, dass der Kleine einige Mal ausglitt und umfiel. Die Alte aber zog ein silbernes Pfeifchen aus der Tasche und pfiff eine Weise darauf, die gellend durch das Haus tönte.

Da kamen sogleich einige Meerschweinchen die Treppe herab. Jakob wollte es aber ganz sonderbar erscheinen, dass sie aufrecht auf zwei Beinen gingen. Sie trugen Nussschalen statt Schuhen an den Pfoten. Auch hatten sie menschliche Kleider angelegt und sogar Hüte nach der neuesten Mode auf den Köpfen.

"Wo habt ihr meine Pantoffeln, schlechtes Gesindel?", rief die Alte und schlug mit dem Stock nach ihnen, dass sie jammernd in die Höhe sprangen. "Wie lange soll ich denn noch so dastehen?" Die Meerschweinchen sprangen schnell die Treppe hinauf und kamen mit den halben Schalen einer Kokosnuss wieder, die mit Leder gefüttert waren. Die steckten sie der Alten geschickt an die Füße.

Jetzt war alles Hinken und Rutschen vorbei. Sie warf den Stab von sich und glitt mit großer Schnelligkeit über den Glasboden dahin. Dabei hielt sie den kleinen Jakob fest an der Hand und zog ihn mit sich fort. So kamen sie in ein Zimmer, das beinahe einer Küche glich. "Setze dich, Söhnchen", sagte die Alte recht freundlich. "Setze dich! Du hast gar schwer zu tragen gehabt. Menschenköpfe sind ja nicht so leicht, nicht so leicht." "Oh Frau, was sprecht Ihr so wunderlich", rief der Kleine. "Ich bin zwar müde, aber es waren doch nur sechs Kohlköpfe." "Ei, da liegst du falsch", lachte das Weib, deckte den Deckel des Korbes auf und brachte einen Menschenkopf hervor, den sie am Schopf gefasst hatte. Der Kleine war vor Schrecken außer sich.

"Nun muss ich dir auch etwas zum Lohn geben, weil du so artig bist", murmelte die Alte. "Gedulde dich nur ein Weilchen. Will dir ein Süppchen einbrocken, an das du dein Leben lang denken wirst." So sprach sie und pfiff wieder. Da kamen wieder viele Meerschweinchen in menschlichen Kleidern. Sie hatten Küchenschürzen umgebunden und im Gürtel Rührlöffel und Tranchiermesser. Danach kamen viele Eichhörnchen hereingehüpft. Sie hatten weite türkische Beinkleider an, gingen aufrecht, und auf dem Kopf trugen sie grüne Mützchen aus Samt. Das waren wohl die Küchenjungen, denn sie kletterten mit großer Geschwindigkeit an den Wänden hinauf und brachten Pfannen und Schüsseln, Eier und Butter, Kräuter und Mehl herbei.

Jetzt fuhr das alte Weib auf ihren Kokosschalen beständig am Herd hin und her, und der Kleine meinte, sie würde ihm etwas Gutes kochen. Es fing an zu sprudeln und zu zischen, und schon bald verbreitete sich ein angenehmer Geruch im Zimmer. Der Dampf stieg aus dem Topf hervor, und der Schaum floss herab ins Feuer. Da nahm sie den Topf vom Herd, goss davon in eine silberne Schale und setzte es dem kleinen Jakob vor.

"So, Söhnchen", sprach sie, "iss dieses Süppchen, dann hast du alles, was dir an mir gefällt! Sollst auch ein geschickter Koch werden. Aber das Kräutlein, ja, das Kräutlein sollst du nimmer finden." Der Kleine verstand nicht recht, was sie da sprach. Umso aufmerksamer behandelte er die Suppe, die ihm ganz trefflich schmeckte. Als er aber die letzten Tropfen austrank, zündeten die Meerschweinchen arabischen Weihrauch an. Der Kleine war auch schnell von dem starken Geruch betäubt. Er sank immer wieder in einen leichten Schlummer und schlief endlich auf dem Sofa des alten Weibes ein.

Sonderbare Träume kamen über ihn. Es war ihm, als ziehe ihm die Alte seine Kleider aus und umhülle ihn mit einem Eichhörnchenbalg. Jetzt konnte er Sprünge machen und klettern. Er ging mit den übrigen Eichhörnchen und Meerschweinchen um und hatte mit ihnen den Dienst bei der alten Frau zu verrichten.

Zuerst wurde er nur als Schuhputzer gebraucht. Etwa nach einem Jahr, wurde er zu einem feineren Geschäft befohlen. Da musste er mit einigen Eichhörnchen Sonnenstäubchen fangen und sie durch das feinste Haarsieb drücken. Die alte Frau hielt nämlich Sonnenstäubchen für das Allerfeinste.

Nach einem Jahr wurde er aber zu den Dienern versetzt, die das Trinkwasser für die Alte sammelten. Die Eichhörnchen, also auch Jakob, mussten mit Haselnussschalen den Tau aus den Rosen schöpfen, denn das war das Trinkwasser der Alten.

Und wieder nach einem Jahr wurde er zum Dienst im Hause bestellt. Er hatte nämlich das Amt, die Böden rein zu machen. Die waren aber aus Glas, worauf man jeden Hauch sah. Er musste altes Tuch an die Füße schnallen und auf diesem im Zimmer umherfahren. Das war wahrlich keine leichte Arbeit.

Im vierten Jahr wurde er endlich zur Küche versetzt. Das war ein Ehrenamt, das man nur nach langer Prüfung erhalten konnte. Jakob diente dort vom Küchenjungen aufwärts bis zum ersten Pastetenmacher. Am Ende war er so geschickt und erfahren im Umgang mit der Küche, dass er sich selbst wundern musste.

So waren etwa sieben Jahre im Dienste des alten Weibes vergangen. Da befahl sie ihm eines Tages, er solle ein Hühnchen rupfen, mit Kräutern füllen und schön rösten. Er tat dies nach allen Regeln der Kunst. Gleich fing er an, die Kräuter zu sammeln. In der Kräuterkammer entdeckte er aber ein Wandschränkchen, dessen Türe halb offen stand. Er hatte es noch nie bemerkt. Neugierig kam er näher, und siehe da, es standen viele Körbchen darinnen, von denen ein angenehmer Geruch ausging. Jakob öffnete eines dieser Körbchen und fand darin Kräutlein von ganz besonderer Gestalt und Farbe. Er beroch sie und fand, dass sie wie die Suppe dufteten, die ihm die Alte einst gekocht hatte. Der Geruch war so stark, dass er niesen musste. Das Niesen wollte gar nicht mehr aufhören, und am Ende wachte er niesend auf.

Da lag er nun auf dem Sofa des alten Weibes und blickte verwundert umher. "Ist doch seltsam", sprach er zu sich selbst. "Ich hätte schwören können, dass ich ein schnödes Eichhörnchen war und ein großer Koch. Wie wird die Mutter lachen, wenn ich ihr das erzähle!"

Mit diesen Gedanken raffte er sich auf, um wegzugehen. Noch waren seine Glieder vom Schlafe ganz steif, besonders sein Nacken, denn er konnte den Kopf nicht recht bewegen. Er musste auch über sich selbst lachen, denn er stieß mit der Nase an einen Schrank und an den Türpfosten.

Es war ein ziemlich entlegener Teil der Stadt, wohin die Alte ihn geführt hatte. Nur mit Mühe konnte sich Jakob in den engen Gassen zurechtfinden. Auch war dort ein großes Gedränge und überall hörte man es rufen: "Sieh an, ein hässlicher Zwerg! Wo kommt der denn her? Ei, was hat er eine lange Nase, und der Kopf steckt ihm in den Schultern. Schaut nur die braunen, hässlichen Hände!"

Jakob beeilte sich, zur Mutter zu kommen. Er war schon ganz aufgeregt, als er auf den Markt kam. Die Mutter saß noch da, doch es kam ihm so vor, als sei sie sehr traurig. Als er näher kam, schien sie auch bleicher als sonst. Jakob fasste sich endlich ein Herz, schlich sich hinter sie und legte sanft seine Hand auf ihren Arm. Dann sprach er: "Mütterchen, was fehlt dir? Bist du böse auf mich?" Die Frau drehte sich um, fuhr aber mit einem Schrei des Entsetzens zurück. "Was willst du von mir, du hässlicher Zwerg?" rief sie. "Fort, fort! Ich kann solche Spielchen nicht leiden."

Als er nun sah, dass die Mutter gar nichts mehr von ihm hören wollte, traten ihm die Tränen in die Augen, und er ging traurig zu der Bude, wo sein Vater den Tag über Schuhe flickte. "Ich will doch sehen", dachte er bei sich, "ob wenigstens er mich erkennt. Vor ein Fenster will ich mich stellen." Als er an der Bude des Schusters angekommen war, stellte er sich vor das Fenster und schaute hinein.

Der Meister war so emsig mit seiner Arbeit beschäftigt, dass er ihn gar nicht sah. Als er aber zufällig einen Blick nach draußen warf, ließ er Schuhe, Draht und Pfriem auf die Erde fallen und rief mit Entsetzen: "Um Gottes willen, was ist das, was ist das!" "Guten Abend, Meister", sprach Jakob und trat in den Laden ein. "Wie geht es euch?" "Schlecht, schlecht, kleiner Herr!", antwortete der Vater, der seinen Sohn nicht erkennen konnte. "Das Geschäft will mir nicht von der Hand gehen. Bin so allein und werde jetzt alt. Einen Gesellen kann ich mir nicht leisten." "Aber habt Ihr denn keinen Sohn, der euch nach und nach zur Hand gehen könnte?", forschte der Kleine weiter. "Ja, ich hatte einen. Der hieß Jakob und müsste jetzt ein schlanker, gewandter Bursche von zwanzig Jahren sein." "Wo ist denn euer Sohn?", fragte Jakob mit zitternder Stimme weiter. "Das weiß Gott allein", antwortete der Schuster.

"Vor sieben Jahren wurde er uns vom Markte weg gestohlen." "Vor sieben Jahren!", rief Jakob mit Entsetzen. "Sieben Jahre wird es im Frühling. - Wir ließen ihn ausrufen. Wir gingen von Haus zu Haus und fragten. Manche hatten den hübschen Jungen lieb gewonnen und suchten mit uns, doch alles war vergeblich. Auch die Frau, die den Jungen mitgenommen hatte, wollte niemand kennen. Aber ein steinaltes Weib von neunzig Jahren meinte wohl, es könne die böse Fee Kräuterweis gewesen sein. Diese Fee komme alle fünfzig Jahre einmal in die Stadt, um sich allerlei zu kaufen."

So sprach Jakobs Vater und klopfte dabei seine Schuhe zurecht. Dem Kleinen aber wurde es nach und nach klar, was vorgegangen war. Er stand eine gute Weile da und dachte über sein Schicksal nach. Dann fragte der Vater ihn endlich: "Ist euch vielleicht etwas von meiner Arbeit gefällig, junger Herr? Etwa ein Paar Pantoffeln oder vielleicht ein Futteral für eure mächtige Nase?" "Was ist denn nur mit meiner Nase?", fragte Jakob. "Warum sollte ich dafür ein Futteral brauchen?"

"Nun", entgegnete der Schuster, "jeder nach seinem Geschmack. Doch das muss ich euch noch sagen: Hätte ich diese schreckliche Nase, ließe ich mir ein Futteral aus Glanzleder darüber machen. Mit solch einer Nase stößt man sich doch an jedem Türpfosten. Schaut, da habe ich ein schönes Stückchen Leder zur Hand." Der Kleine betastete jetzt seine Nase. Oh Schreck, sie war dick und wohl zwei Hände lang! "Meister!", sprach er zitternd, "habt Ihr keinen Spiegel zur Hand, worin ich mich beschauen könnte?" Er antwortete: "Ach, lasst mich doch in Ruhe arbeiten." Mit diesen Worten schob der Vater ihn zur Tür hinaus und setzte sich wieder an die Arbeit.

Der Kleine ging nun sehr niedergeschlagen über die Straße zu Urban, dem Barbier. "Guten Morgen, Urban", sprach er zu ihm, " ich möchte euch um eine Gefälligkeit bitten. Seid so gut und lasset mich ein wenig in euren Spiegel schauen!" Der Kleine trat vor den Spiegel und schaute sich an. Tränen traten ihm in die Augen. "Ja, so konntest du deinen Jakob nicht erkennen, liebe Mutter", sprach er leise. Seine Augen waren so klein geworden, wie die der Schweine. Seine Nase war ungeheuer lang und hing über Mund und Kinn herunter. Auch der Hals schien ganz weggenommen, und der Kopf steckte tief in den Schultern. Sein Körper war immer noch so groß wie vor sieben Jahren. Er war nur in die Breite gegangen und sah fast wie ein dick gefüllter Gerstensack aus. Dieser dicke Oberleib saß auf kleinen, schwachen Beinchen, aber umso größer waren die Arme. Seine Hände waren grob und seine Finger lang und spinnenartig. Wenn er sie recht ausstreckte, konnte er damit auf den Boden fassen, ohne sich zu bücken. So sah er jetzt aus, der kleine Jakob. Er war ein missgestalteter Zwerg.

Seinem Geist hatte das alte Weib zum Glück nichts anhaben können, das fühlte er wohl. Er glaubte sogar weiser und verständiger geworden zu sein. Darum trauerte er nicht mehr um seine verlorene Schönheit, sondern nur darüber, dass er vom Vater weggejagt wurde. Er beschloss aber, noch einen letzten Versuch bei seiner Mutter zu wagen.

Jakob trat zu ihr auf den Markt und bat sie, ruhig zuzuhören. Er sprach von jenem Tag, wo er mit dem alten Weibe gegangen war. Er erinnerte sie an die Vorfälle seiner Kindheit, und erzählte dann, was sich in den sieben Jahren zugetragen hatte. Da wusste die Frau des Schusters nicht, was sie denken sollte. Sie hielt es für das Beste, mit ihrem Manne darüber zu sprechen. Sie raffte also ihre Körbe zusammen und winkte dem Zwerg, dass er mitgehe. So kamen sie zu der Bude des Schusters.

"Sieh einmal", sprach sie zum Schuster, "dieser kleine Mensch da will unser verlorener Jakob sein. Er hat mir alles erzählt." "So, so!", fuhr der Schuster zornig dazwischen. "Hat er dir das erzählt? Nun habe ich ihm genau dieses vor einer Stunde erzählt. Und jetzt geht das Bürschchen hin, und will dich foppen! Warte nur, ich werde das Zwerglein schon wieder entzaubern." Dabei nahm er ein Bündel Riemen, sprang auf den Kleinen zu und schlug ihn Rücken und Arme. Das tat so weh, dass der Kleine vor Schmerz aufschrie und weinend davonlief.

Der Unglückliche blieb den ganzen Tag ohne Speise und Trank und wählte abends die Treppen einer Kirche zum Nachtlager, so hart und kalt sie auch waren. Als ihn aber am nächsten Morgen die ersten Strahlen der Sonne weckten, dachte er ernstlich darüber nach, wie er sein Leben fristen könne. Er beschloss, seine Kochkunst zu benützen.

Der Herzog, war ein bekannter Schlemmer, der eine gute Tafel liebte und seine Köche in allen Weltteilen suchte. Zu seinem Palast begab sich nun der Kleine. Als er an die äußerste Pforte kam, hatten die Türhüter nur Hohn und Spott für ihn übrig. Er aber verlangte nach dem Oberküchenmeister. "Wir wollen sehen", sagte einer der Türhüter. "Deine Kochkunst wird wohl nicht zum Mundkoch taugen, aber als Küchenjunge wirst du es schon zu etwas bringen." Er brachte ihn zum Aufseher des Palastes, und dieser führte ihn in die Gemächer des Oberküchenmeisters.

"Gnädiger Herr", sprach der Zwerg und verbeugte sich so tief, dass er mit der Nase den Fußteppich berührte. "Braucht Ihr keinen geschickten Koch?" Der Oberküchenmeister betrachtete ihn vom Kopf bis Fuß, brach dann in lautes Lachen aus und sprach: "Was denn, was denn, du Kleiner? Wer dich geschickt hat, muss ein Narr sein." Der Zwerg ließ sich aber nicht aus der Fassung bringen: "Gebt mir irgendeine Speise an und beschafft mir, was ich dazu brauche. Die Speise wird vor euren Augen schnell bereitet sein und allen Regeln der Kunst entsprechen." "Wohlan!", rief der Oberküchenmeister . "So sei es um des Spaßes willen. Lasset uns zur Küche gehen!"

Sie gingen durch mehrere Säle und Gänge und kamen endlich in die Küche. Es war ein großes, weitläufiges Gebäude, herrlich eingerichtet. "Was hat der Herr heute zum Frühstück befohlen?", fragte der Meister den ersten Frühstücksmacher. "Herr, die dänische Suppe hat er befohlen und rote Hamburger Klößchen." "Gut", sprach der Oberküchenmeister, "du hast gehört, was der Herzog speisen will? Getraust du dich, diese schwierigen Speisen zu bereiten?" "Nichts leichter als das", erwiderte der Zwerg zum allgemeinem Erstaunen. "Man gebe mir zu der Suppe die Kräuter, dieses und jenes Gewürz, Fett von einem wilden Schwein, Wurzeln und Eier. Zu den Klößchen brauche ich aber viererlei Fleisch, etwas Wein, Entenschmalz, Ingwer und ein gewisses Kraut, das Magentrost heißt." "Das hätte ich nicht gedacht", sagte der Oberküchenmeister. "Doch lassen wir ihn die Probe machen. Gebt ihm die Sachen, die er verlangt und lasset ihn das Frühstück bereiten."

Man tat, wie er befohlen hatte, und rüstete alles für den Herd. Nun zeigte es sich, dass der Zwerg mit der Nase kaum bis an den Herd reichen konnte. Daher setzte man ein paar Stühle zusammen, legte eine Marmorplatte darüber und lud den kleinen Wundermann ein, sein Kunststück zu beginnen. Als er mit der Zubereitung fertig war, befahl er, beide Schüsseln ans Feuer zu setzen und genau so lange kochen zu lassen, bis er rufe. Dann fing er an zu zählen, und gerade als er fünfhundert gezählt hatte, rief er: "Halt!" Die Töpfe wurden weggesetzt, und der Kleine lud ein, zu kosten.

Der Mundkoch ließ sich von einem Küchenjungen einen goldenen Löffel reichen, spülte ihn mit klarem Wasser und überreichte ihn dem Oberküchenmeister. Dieser trat mit feierlicher Miene an den Herd und nahm von den Speisen. Er kostete, drückte die Augen zu, schnalzte vor Vergnügen mit der Zunge und sprach: "Köstlich, ungemein köstlich!" In diesem Augenblick kam der Kammerdiener des Herzogs und berichtete, dass der Herr das Frühstück verlange. Die Speisen wurden nun auf silberne Platten gelegt und zum Herzog gebracht. Der Oberküchenmeister aber nahm den Kleinen in sein Zimmer. Er unterhielt sich mit ihm, bis ein Bote den Oberküchenmeister rief.

Der Herzog sah sehr vergnügt aus. Er hatte alles aufgezehrt. "Höre", sprach er, "ich bin mit deinen Köchen immer sehr zufrieden gewesen. Aber sage mir, wer hat heute mein Frühstück bereitet? Sage an, wie er heißt, dass wir ihm einige Dukaten zum Geschenk machen." "Herr, das ist eine wunderliche Geschichte", antwortete der Oberküchenmeister und erzählte von dem Zwerg, der sogleich kommen musste. "Willst du bei mir bleiben", sprach der Herzog, "so will ich dir jährlich fünfzig Dukaten zahlen. Dafür musst du jeden Tag mein Frühstück bereiten, und musst angeben, wie das Mittagessen gemacht werden soll. Auch sollst du von nun an Nase heißen und die Würde eines Unterküchenmeisters bekleiden." Der Zwerg fiel vor dem mächtigen Herzog nieder, küsste ihm die Füße und versprach, ihm treu zu dienen.

So war nun der Kleine erst einmal versorgt, und er machte seinem Amte alle Ehre. Der Herr aß jetzt nicht mehr dreimal am Tag sondern fünfmal, um sich an der Kunst seines Dieners zu laben. Nie gab es Unmut, und der Herzog wurde von Tag zu Tag fetter. So lebte Nase beinahe zwei Jahre ohne Fehl und Tadel, und nur der Gedanke an seine Eltern betrübte ihn. Er war aber auch besonders geschickt und glücklich in seinen Einkäufen. Daher ging er immer selbst zum Markt, um Geflügel und Früchte einzukaufen.

Eines Morgens ging er auf den Gänsemarkt und forschte nach schweren, fetten Gänsen, wie sie der Herr so liebte. Jede Gänsefrau fühlte sich glücklich, wenn Nase sich ihr zuwandte. Da sah er ganz am Ende einer Reihe eine Frau sitzen, die ihre Gänse nicht wie die übrigen Frauen anpries. Zu dieser trat er und musterte ihre Gänse. Sie waren, wie er sie wünschte, und er kaufte gleich drei, zusammen mit dem Käfig. Da kam es ihm sonderbar vor, dass nur zwei von den Gänsen schnatterten und schrieen. Die dritte Gans war aber ganz still und in sich gekehrt. Sie saß da und stieß einen Seufzer aus, wie es Menschen manchmal tun. "Die ist krank", sprach Nase vor sich hin. "Ich muss mich mit dem Zurichten beeilen." Aber die Gans antwortete ganz deutlich und laut: "Stichst du mich, so beiße ich dich. Drückst du mir die Kehle ab, bringe ich dich früh ins Grab."

Ganz erschrocken setzte der Zwerg Nase seinen Käfig nieder. Die Gans sah ihn mit schönen, klugen Augen an und seufzte. "Ei der Tausend!", rief Nase. "Sie kann sprechen, die Gans? Ich möchte wetten, dass sie nicht immer in diesen Federn gewesen ist. Auch ich war ja einst ein schnödes Eichhörnchen." "Du hast Recht", erwiderte die Gans. "Ach, an meiner Wiege wurde es mir nicht gesungen, dass Mimi, die Tochter des großen Wetterbocks, in der Küche eines Herzogs enden soll!" "Sei ohne Sorge, liebe Mimi", tröstete sie der Zwerg. "Ich bin ein ehrlicher Kerl und Unterküchenmeister. Es soll dir keiner an die Kehle gehen." Die Gans dankte ihm unter Tränen.

Der Zwerg Nase schlachtete also nur die beiden anderen Gänse. Für Mimi baute er einen eigenen Stall und tat so, als wolle er sie für den Herzog ganz besonders zurichten. Er gab ihr auch kein gewöhnliches Gänsefutter, sondern versah sie mit Backwerk und süßen Speisen. So oft er Zeit hatte, ging er hin, sich mit ihr zu unterhalten und sie zu trösten. Sie erzählten sich gegenseitig ihre Geschichten, und Nase erfuhr auf diesem Wege, dass die Gans eine Tochter des Zauberers Wetterbock war, der auf der Insel Gotland lebte. Er sei mit einer alten Fee in Streit geraten, die ihn mit List überwunden hatte. Die Fee war es auch, die Mimi in eine Gans verwandelte und hierher verschleppte.

Daraufhin erzählte auch der Zwerg seine Geschichte, und Mimi sprach: "Ich bin erfahren in diesen Dingen. Wenn du das Kraut findest, das sich die Fee bei deiner Verzauberung gedacht hat, so kannst du erlöst werden." Das war ein geringer Trost für den Zwerg, denn wo sollte er das Kraut nur finden? Trotzdem schöpfte er neue Hoffnung.

Um diese Zeit bekam der Herzog Besuch von einem benachbarten Fürsten. Der Herzog sprach zu seinen Zwerg: "Jetzt ist die Zeit gekommen, wo du zeigen musst, ob du der wahre Meister bist. Der Fürst, der bei mir zu Besuch weilt, ist ein großer Kenner der feinen Küche und ein weiser Mann. Sorge nun dafür, dass meine Tafel täglich so gefüllt ist, dass er immer mehr in Staunen gerät. Du darfst aber keine Speise zweimal bringen. Lasse dir von meinem Schatzmeister alles reichen, was du nur brauchst. Und wenn du Gold und Diamanten in Schmalz baden musst, so tue es! Ich will lieber ein armer Mann sein, als vor dem Fürsten zu erröten."

Der Zwerg Nase nahm nun seine ganze Kunst zusammen. Er tat, was er konnte und schonte auch die Schätze seines Herrn nicht. Der fremde Fürst lebte vierzehn Tage herrlich und in Freuden beim Herzog. Sie speisten jeden Tag nicht weniger als fünfmal, und der Herzog war zufrieden mit der Kunst des Zwerges. Am fünfzehnten Tage aber begab es sich, dass der Herzog den Zwerg zur Tafel rufen ließ. Er wollte ihn vorstellen und den Fürsten befragen, wie es ihm geschmeckt habe. "Du bist ein wunderbarer Koch", sagte der Fürst zu Nase. "Du weißt, was anständig essen heißt. In der ganzen Zeit hast du nicht eine einzige Speise wiederholt und alles trefflich zubereitet. Aber sage mir, warum bringst du mir nicht die Königin der Speisen auf den Tisch, die Pastete Souzeraine?"

Der Zwerg war sehr erschrocken, denn er hatte von dieser Pastetenkönigin noch nie gehört. Er antwortete mit zittriger Stimme: "Oh Herr! Ich hoffte, Ihr würdet noch lange an diesem Hofe verweilen. Darum wartete ich mit dieser Speise." "Nun denn!", entgegnete der Herzog lachend. "Dann solltest du die Pastete morgen auf den Tisch bringen, weil uns der Fürst dann verlässt." "Es sei, wie du sagst, Herr!", erwiderte der Zwerg und ging mit traurigem Herzen in seine Küche.

Der Tag seiner Schande und seines Unglücks war gekommen. Er wusste nicht, wie er die Pastete machen sollte. Da fragte die Gans Mimi nach der Ursache seines Jammers. Er sagte es ihr. "Trockne deine Tränen", antwortete sie. Die Pastete Souzeraine kam oft bei meinem Vater auf den Tisch. Ich weiß ungefähr, was man dazu braucht." Der Zwerg sprang vor Freuden auf, segnete den Tag und schickte sich an, die Königin der Pasteten herzurichten. Kaum war sie frisch aus dem Ofen, schickte er sie noch warm auf die Tafel. Er selbst aber zog sein bestes Festkleid an und ging in den Speisesaal.

Der Herzog tat einen tüchtigen Biss, schlug die Augen auf und sprach: "Ah, was für ein Genuss! Mit Recht nennt man dies die Königin der Pasteten. Mein Zwerg ist der König aller Köche!" "Nicht so schnell, lieber Freund!", rief der Fürst. Er nahm einige kleine Bissen zu sich, prüfte aufmerksam und lächelte geheimnisvoll. "Das Ding ist recht artig gemacht", sprach er, und schob den Teller fort. "Es ist aber noch nicht die Souzeraine, wie ich mir schon gedacht habe." Der Herzog runzelte die Stirne und errötete vor Beschämung. "Hund von einem Zwerg!", rief er. "Dich selbst will ich zerhacken und zu einer Pastete backen lassen!"

"Habt Mitleid!", rief der Zwerg und warf sich dem Fürsten vor die Füße. "Sagt, was in dieser Speise fehlt, dass sie Eurem Gaumen nicht zusagen will?" "Es fehlt ein Kräutlein, das man in diesem Lande gar nicht kennt", antwortete der Fürst. "Das Kraut heißt Niesmitlust. Ohne diese Zutat ist die Pastete nur eine gewöhnliche Speise. Dein Herr, der Herzog, wird die wahre Souzeraine wohl niemals genießen dürfen." Da geriet der Herzog in Wut. "Ich werde sie morgen essen", rief er mit funkelnden Augen, "das schwöre ich bei meiner Ehre. Wenn nicht, dann lasse ich den Kopf des Zwerges am Tor aufspießen."

Der Zwerg ging weinend davon und erzählte der Gans, was geschehen war. "Ist es nur das Kraut", sprach sie, "kann ich dir wohl helfen. Es ist gerade Neumond, und um diese Zeit blüht das Kräutlein. Sage mir, sind alte Kastanienbäume in der Nähe des Palastes?" "Oh ja!", erwiderte Nase mit leichterem Herzen. "Am See, zweihundert Schritte vom Schloss entfernt, steht eine ganze Gruppe. Warum fragst du dieses?" "Nur am Fuße alter Kastanien blüht das Kräutlein", sprach die Gans. "Wir sollten keine Zeit versäumen und suchen, was du brauchst."

Als Nase mit der Gans ins Freie gekommen war, setzte er sie behutsam nieder. Sie ging schnell zu dem Ort, wo die Kastanien standen. Nase folgte ihr mit schwerem Herzen, denn es war ja seine letzte Hoffnung. Die Gans suchte vergebens und wendete mit dem Schnabel jedes Gräschen um. Da fielen die Blicke des Zwerges über den See und er rief: "Siehe, siehe, dort drüben steht noch ein großer, alter Baum. Wir müssen dorthin gehen und weiter suchen."

Die Gans hüpfte und flog voran, und Nase eilte hinterher. Plötzlich blieb die Gans stehen, schlug vor Freuden mit den Flügeln und pflückte etwas ab, das sie dem erstaunten Nase mit dem Schnabel reichte. "Das ist das Kräutlein", sprach sie, "und es wächst eine Menge davon." Der Zwerg betrachtete das Kraut nachdenklich. Ein süßer Duft strömte ihm daraus entgegen, der ihn an die Stunde seiner Verwandlung erinnerte. "Gelobt sei Gott!", rief er endlich. "Welches Wunder! Ich glaube, es ist dasselbe Kraut, das mich aus einem Eichhörnchen in diese schändliche Gestalt verwandelte. Soll ich den Versuch machen?"

"Noch nicht", bat die Gans. "Nimm von diesem Kraut eine Hand voll mit dir. Lass uns in dein Gemach gehen und deine Habe zusammenraffen. Erst dann wollen wir die Kraft des Krautes versuchen!" Sie taten es so, und das Herz des Zwerges pochte hörbar vor Erwartung. Nachdem er fünfzig oder sechzig Dukaten, einige Kleider und die Schuhe zusammen in ein Bündel geknüpft hatte, sprach er: "Wenn es Gott gefällig ist, werde ich meine Zwergenbürde jetzt verlieren."

Er steckte seine Nase tief in die Kräuter und sog ihren Duft ein. Da zog und knackte es in allen seinen Gliedern. Er fühlte, wie sich sein Kopf aus den Schultern hob. Er schielte auf seine Nase herab und sah sie kleiner und kleiner werden. Sein Rücken und seine Brust fingen an, sich zu glätten, und seine Beine wurden länger.

Die Gans sah es mit Erstaunen. "Ha! Wie groß und schön du nun bist!", rief sie. Da freute sich Jakob sehr und dankte Gott. Aber seine Freude ließ ihn auch nicht vergessen, was er der Gans schuldig war. Er sprach: "Ich will dich zu deinem Vater zurückbringen. Er ist ein Zauberer und wird dich wohl entzaubern können." Da vergoss die Gans dicke Freudentränen und nahm das Versprechen an.

Jakob kam glücklich und unerkannt mit der Gans aus dem Palast und machte sich auf den Weg. Die Reise glückte, und der Wetterbock verwandelte seine Tochter Mimi in ein anmutiges Mädchen zurück. Dann überhäufte er Jakob mit Geschenken und entließ ihn mit seinen besten Wünschen. Der aber kehrte in seine Heimatstadt zurück, wo er sich einen Laden kaufte und glücklich wurde.

Nur so viel will ich noch sagen, dass nach der Flucht von Zwerg Nase große Unruhe im Palast des Herzogs entstand. Der Fürst behauptete, der Herzog habe den Zwerg heimlich entkommen lassen. Dadurch entstand ein großer Krieg zwischen den beiden Herrschern, der als "Kräuterkrieg" in die Geschichte eingegangen ist. Es wurde manche Schlacht geschlagen, aber am Ende gab es doch Frieden. Und dieser Frieden wurde auch als "Pastetenfrieden" bekannt, weil beim Versöhnungsfest dem Herzog die wahre Souzeraine vom Fürsten gereicht wurde.

Dieses Märchen von Wilhelm Hauff (1802-1827) wurde von der Labbé-Redaktion für den Lesekorb nacherzählt. Die Bildcollagen wurden nach Originalillustrationen hergestellt.

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