LABBÉ Verlag
Lesekorb - Geschichten für Kinder

Phileas Fogg im Börsenhandel

Phileas Foggs geplante Weltreise erregte in London viel Aufsehen. Die Nachricht von der Wette hatte sich vom Reform Club, über die Tageszeitungen bis in die breite Öffentlichkeit des Vereinten Königreiches verbreitet.

Die Reise wurde leidenschaftlich diskutiert. Einige stellten sich auf die Seite von Phileas Fogg, andere, weitaus mehr, hielten ihn für unzurechnungsfähig und glaubten, dass er sein Vorhaben niemals in die Praxis umsetzen konnte.

Der "Daily Telegraph" war die einzige Zeitung, die Phileas Fogg unterstützte, aber auch nur in Maßen. Am 7. Oktober erschien ein ausführlicher Artikel im Mitteilungsblatt der "Königlichen Geographischen Gesellschaft". Der Verfasser beleuchtete das Thema von allen Seiten und kam zu dem Schluss, dass das Vorhaben unüberlegt sei.

Es gab zu viele Behinderungen, von menschlichem Versagen, über Naturkatastrophen, bis hin zu technischen Schwierigkeiten. Wenn Phileas Fogg nur ein einziges Mal die Abfahrt eines Dampfers um wenige Stunden verpasste, war die Wette rettungslos verloren.

Der Artikel fand großen Zuspruch, und das Vertrauen in die Sache Foggs wurde immer geringer. Doch bis zu diesem Bericht hatten die wettfreudigen Engländer hohe Summen auf das Gelingen der Reise gesetzt. Man schuf sogar ein Wertpapier, das an er Londoner Börse notiert wurde.

Als die Unsicherheit jedoch stieg, konnte man die "Phileas Fogg" in großen Aktienpaketen kaufen, weil jeder sie loswerden wollte.

Am Abend des 7. Oktober setzte ein völlig unvorhergesehenes Ereignis dem Handel mit Phileas Fogg-Papieren ein endgültiges Ende. Um 9 Uhr abends lief beim Chef der Londoner Polizei folgende Depesche ein:

SUEZ AN LONDON STOP POLIZEIPRÄSIDENT ROWAN SCOTLAND PLACE STOP VERFOLGE BANKRÄUBER PHILEAS FOGG STOP HAFTBEFEHL UNVERZÜGLICH NACH BOMBAY SCHICKEN STOP DETEKTIV FIX

Das Telegramm schlug ein wie eine Bombe. Aus dem Gentleman Phileas Fogg wurde im Handumdrehen der gesuchte Dieb aus der Bank von England.

Durch ein Foto, das im Reform Club hinterlegt war, wurde Mr. Fogg eindeutig identifiziert. Die zurückgezogene Lebensweise und der überstürzte Aufbruch des Phileas Fogg bestärkten den Verdacht der Polizei. Ganz offensichtlich hatte er diese Reise um die Erde und diese verrückte Wette eingefädelt, um seine Verfolger auf eine falsche Fährte zu locken.





Der Klassiker IN 80 TAGEN UM DIE WELT von Jules Verne (1828-1905) wurde von Gabi Müller für den Lesekorb nacherzählt. Die Bildcollagen wurden nach Illustrationen von Alphonse de Neuville (1836-1885) und Léon Benett (1839-1917) hergestellt.

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