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Himmel und Hölle

Dieses Spiel ist wahrscheinlich von römischen Soldaten zu uns nach Europa gebracht worden. Es gibt unzählige verschiedene Namen dafür: in Spanien zum Beispiel heißt es Rayuela, in Süddeutschland Schnecken- oder Paradieshupfen; in anderen Gegenden auch Hinkelstein, Reise zum Mond, Hicken, Huppen, Hinkefuß oder Hüppekasten. Genauso zahlreich wie die Namen sind die verschiedenen Spielregeln dafür, aber die Grundidee ist immer die gleiche: Ein Spielfeld wird mit Kreide oder einem weichen Stein auf den Bürgersteig gezeichnet oder in den Boden geritzt, danach ein Steinchen in eines der Felder geworfen und anschließend gehüpft. Als erstes zeige ich dir hier so etwas wie die "Standardvariante" von Himmel und Hölle:

Nachdem du diesen Spielplan auf den Bürgersteig oder Sandboden gezeichnet hast, wird die Reihenfolge für die Mitspieler ausgelost. Der erste Spieler wirft dann ein Steinchen in das Erde-Feld und springt von außerhalb mit beiden Füßen hinterher. Beim Landen stößt er das Steinchen mit den Füßen gleich ein Feld weiter. Also steht er jetzt im Erde-Feld und sein Stein liegt in Feld 1. Er springt beidbeinig weiter in Richtung "Himmel" und schießt dabei das Steinchen immer in das jeweils nächste Feld. Aber Vorsicht! Der Stein darf nicht in der "Hölle" liegenbleiben. Genauso wenig darf der Spieler in sie hineinspringen. Also wird von Feld 8 der Stein in das übernächste Feld gestoßen und das Hölle-Feld übersprungen. Glücklich im "Himmel" angekommen wird umgedreht. Auch auf dem Rückweg nicht vergessen, die "Hölle" auszusparen! Macht der Spieler unterwegs einen Fehler, das heißt: übertritt er, schießt den Stein ins falsche Feld oder landet in der "Hölle", gibt er an den nächsten Spieler ab. In der darauffolgenden Runde darf er dort wieder beginnen, wo er gepatzt hat.

Du hast ja selbst gesehen, wie viele verschiedene Namen es für dieses Spiel gibt. In all den verschiedenen Ländern, in denen Himmel und Hölle gespielt wird, gibt es natürlich auch unterschiedliche Spielregeln. So kann beispielsweise festgelegt werden, dass das Steinchen nicht mit den Füßen weitergestoßen, sondern bei jedem neuen Feld wieder von außen hereingeworfen wird. Also muss der Spieler seinen Stein nach jedem Feld aufheben und zurück zum Anfang hüpfen. Von dort aus muss er dann aber auch in das Feld werfen, das an der Reihe ist, und die davor liegenden Felder durchspringen. Die Gefahr, eine Linie zu übertreten oder in das falsche Feld zu werfen, ist bei dieser Spielvariante natürlich viel größer.

Du kannst auch auf verschiedene Art und Weise hüpfen. Natürlich kann auch jedes andere Spielfeld auf diese Weise durchhüpft werden. Du musst nur die Felder vorher entsprechend kennzeichnen. Oder aber die Mitspieler einigen sich auf diese Hüpfreihenfolge: Erste Runde auf beiden Beinen, zweite Runde auf dem linken und dritte Runde auf dem rechten Bein. Da wird es schon etwas kniffliger. Und wenn du und deine Mitspieler das alles schon hinter euch gebracht habt geht es noch richtig kompliziert: Die Beine müssen ständig gewechselt werden. Zum Beispiel wird in Feld 1 mit dem linken Bein gesprungen, in Feld 2 mit beiden gleichzeitig, in Feld 3 mit gekreuzten Beinen und in Feld 4 mit dem rechten. Dann wieder links und so weiter. Wer die Reihenfolge verwechselt, muss von vorne anfangen.

In einigen Gegenden wird auch ganz anders gespielt. Das Steinchen wird nicht geworfen oder mit den Füßen geschossen, sondern muss beim Hüpfen getragen werden. In der 1. Runde auf dem Handrücken, in der 2. Runde auf der Schulter, in der 3. Runde auf dem Kopf und in der 4. Runde auf dem Spann eines Fußes. Wem der Stein runterfällt, muss in der nächsten Runde dort weitermachen, wo ihm der Fehler unterlaufen ist. Manchmal wird das Steinchen auch ganz weggelassen. Dem Spieler werden die Augen verbunden und er muss "blind" von der "Erde" zum "Himmel" und zurück hüpfen. Klarer Fall, dass er trotzdem nicht in die "Hölle" treten darf.

Aber auch die Spielfelder unterscheiden sich deutlich voneinander. Bei dieser Spielvariante zum Beispiel gibt es keinen "Himmel", sondern sieben Felder, welche die Namen der Wochentage tragen. Von Feld 6 aus muss das Steinchen in das Montag-Feld gestoßen werden. Von da aus geht es dann im Kreis bis zum "Samstag" und von dort in die Mitte zum Sonntag-Feld und zurück.

Eine andere Möglichkeit ist diese: Zwischen den 14 Feldern liegt ein "Wassergraben", der hier die Funktion der "Hölle" übernimmt und somit nicht betreten werden darf. Dafür sind die Felder 4, 9 und 12 mit Sonnenstrahlen gekennzeichnet. In ihnen kann man einen Moment verschnaufen und sich "sonnen".

Es gibt auch Spielpläne, bei denen die einzelnen Felder nicht in einer Reihe liegen, wie bei diesem hier: Du kannst dir sicherlich vorstellen, wie knifflig es ist, den Stein von Feld 3 in Feld 4 und von dort in Feld 5 zu manövrieren, ohne dabei in der "Hölle" zu landen.

Ganz ähnlich aufgebaut ist diese Spielform: Im Gegensatz zu den anderen hat sie zwar kein Hölle-Feld, in das man versehentlich treten kann, aber es hat dafür auch mehr Felder und es muss viel hin- und hergehüpft werden.

Auch bei der Version mit den Post-Feldern im "Himmel"   muss teilweise quer gesprungen werden, was natürlich das Weiterstoßen des Steinchens erschwert. Zu allem Überfluss musst du aber auch noch darauf achten, ob das Steinchen in einem der drei Postfelder landet. Die gelten zwar auch als "Himmel" und es ist damit kein Fehler, wenn ein Steinchen dort hineinrutscht, aber solange bis der Stein "von der Post abgeholt wird" darf nicht mehr geredet und gelacht werden!

Bei diesen letzten drei Spielplänen besteht die Schwierigkeit darin, die gekreuzten Felder in der richtigen Reihenfolge zu durchhüpfen.

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