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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

Weihnachten mit geschiedenen Eltern

Endlich Weihnachten! Die meisten Kinder können Weihnachten kaum erwarten. Sie freuen sich nicht nur auf ihre Geschenke. Weihnachten ist viel mehr: Freunde kommen zu Besuch, die Familie trifft sich. Man hat viel Zeit, um mit seinen Geschenken zu spielen. Man sieht seine Onkel, Tanten und Cousins, man isst einen ganzen langen Abend zusammen und hat Spaß mit der ganzen Familie.

Familie? Für Scheidungskinder ist sie der wunde Punkt. Scheidungskinder müssen sich jedes Jahr entscheiden: Wo bin ich über die Weihnachtsfeiertage – bei Mama oder bei Papa? Und: Wie komme ich möglichst schnell von hierhin nach dahin?

Die meisten Eltern möchten, dass ihre Kinder gerade an Weihnachten so viel Zeit wie möglich mit ihnen und ihren Verwandten verbringen. Doch wie soll das funktionieren, wenn sich Vater und Mutter nicht über den Weg laufen wollen?

An Weihnachten haben Scheidungskinder viel Stress. Und nicht erst dann. Wochen, manchmal sogar Monate vor Weihnachten muss man sich entscheiden und Vater oder Mutter sagen, wie man das Weihnachtsfest verbringen möchte, wann man bei wem wie lange sein möchte. Dann gilt es, das Hin und Her zu organisieren.

pefi [M 12]

Hallo alle,
bei mir geht das Theater mit Weihnachten schon Wochen vorher los. Wir feiern Weihnachten immer in der Nähe von Hamburg, ich wohne aber in München. Meine Eltern sind aus Hamburg, sie haben da ihre Verwandten. Mein Vater will immer, dass ich mit ihm fliege. Meine Mutter will, dass wir mit dem Zug fahren. Meistens fahre ich mit ihr, ich wohne ja auch bei ihr. Am Heiligen Abend habe ich echt Stress. Ich feiere zuerst mit meiner Mama. Da muss ich mich echt beeilen mit den Geschenken. Denn um sechs Uhr muss ich bei Papa sein! Ich übernachte dann bei ihm und muss dann aber gleich am nächsten Tag wieder zurück. Meine Taufpatin in München hat Geburtstag. Ich wäre so gern länger mit meinem Papa und seinen Verwandten zusammen, aber es geht nicht. Am besten wär´s, wenn ich mit allen gleichzeitig feiern könnte!

Für viele Kinder sind die Geschenke dann doch ein gewisser Trost.

Sussy [M 12]

Hallo ihr,
ich bin oft traurig, dass meine Eltern nicht mehr zusammen sind. An Weihnachten ist es am schlimmsten. Das einzige, was an der Scheidung irgendwie gut ist, ist dass ich jetzt mehr zu Weihnachten kriege. Ich glaube, Mama und Papa wollen mir damit zeigen, wie sehr sie mich mögen.

Wichtig!

Scheidungskinder sollen selbst entschei- den, wo und wie sie Weihnachten feiern wollen. Sage deinen Eltern bzw. deiner Mutter und deinem Vater ein paar Wochen vorher, wie du dich entschieden hast.

Höre auf deine innere Stimme! Egal, wie du dich entscheidest – wichtig ist, wie es dir geht.

Weihnachten muss nicht immer gleich ablaufen. Versuche mit deinen Eltern eine Lösung zu finden. Du kannst Weihnachten an zwei verschieden Tagen feiern.

Du bist nicht dazu verpflichtet, dich an Weihnachten um deinen Vater oder deine Mutter zu kümmern. Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ein Elternteil an Weihnachten allein ist.

Sag, wenn du etwas absolut nicht willst. Niemand kann dich zum Beispiel dazu zwingen, dass du Weihnachten bei deinem Vater und mit den Verwandten seiner neuen Freundin feierst.

Das erste Weihnachten nach der Scheidung ist am schlimmsten. Zeige den anderen, wenn du traurig oder vielleicht auch zornig bist. Du brauchst dich nicht schämen, wenn du weinst.

Telefoniere mit dem anderen Elternteil. Sag, wie es dir geht.

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