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LABBÉ Verlag
Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Schluss mit blöden Sprüchen!

A: “Oh Gott, wie siehst du denn heute wieder aus?”
B: “Was lästerst du an mir herum, dumme Zicke!”
A: “Selber dumm! Hast dich wohl noch nie im Spiegel angeschaut, oder?”
B: “Halt´s Maul, sonst setzt´s gleich was!”
A: “Halte doch du dein Maul. Und überhaupt: Von dir lasse ich mir nicht drohen…”


Egal, ob auf dem Pausenhof, beim Umziehen in der Turnhalle, an der Bushaltestelle oder sonstwo – immer wieder kann es passieren, dass man mit “Sprüchen" angemacht, d.h. provoziert wird. Provokationen sind gezielte Normverstöße: Dabei wird versucht, mit wenigen Worten und oft auch Gesten jemandem zu einem Fehlverhalten zu veranlassen, das ihn vor den anderen bloßstellt. Der Provokateur hält sich dabei im Hintergrund und spielt das “Unschuldslamm”. Warum sind manche so fies? Ganz einfach: Indem man andere mies macht, will man selber besser dastehen. Häufig sind Neid und Konkurrenz die eigentlichen Gründe, warum man “blöd angemacht” wird.
Wie damit umgehen? Provokationen sind eine üble Sache, die man sich wirklich nicht gefallen lassen braucht. Doch wie dagegen vorgehen? Gleiches mit Gleichem zu vergelten, macht die Sache in der Regel nur schlimmer – zuletzt liegen beide auf dem Boden und prügeln sich. Körperliche Gewalt ist also keine Lösung. Zum Glück gibt es einige Strategien, wie man Provokationen erfolgreich mit Worten entgegentritt und den Wortwechsel entweder beendet oder in eine andere Richtung lenkt.

Tipp: Bevor du dir die passenden Antwort-Kniffe zurechtlegst, solltest du deine Körperhaltung vor dem Spiegel kontrollieren. Stehe gerade da, schaue deinem Angreifer in die Augen – nur so kommst du auch selbstbewusst rüber! Wie und was antworten? Hier sind die Antwort-Tricks, mit denen du Provokateure zielsicher ins Abseits manövrierst!

Strategie Nummer 1: Nicht antworten, einfach ignorieren

Tue so, als hättest du den anderen nicht gehört. Drehe dich um und gehe weg. Die Gefahr dabei ist jedoch, dass sich der andere umso mehr herausgefordert fühlt und du vor der Gruppe als Feigling dastehst, der sich vor der Auseinandersetzung drückt.

Strategie Nummer 2: Schlagfertig antworten

Verpasse dem anderen eine Antwort, bei der er baff ist und der er nichts mehr entgegenzusetzen hat. Mit etwas Glück und Talent fallen einem spontan solche Sprüche ein. Doch darauf sollte man sich nicht verlassen. Schlagfertigkeit kann man gezielt trainieren. Hierfür gibt es zahlreiche Techniken.

Zustimmen
Blödmann, doofe Nuss, fette Sau, du hast eine affige Frisur, dein Pausenbrot ist ja voll ekelig… Egal, was dir jemand vorwirft – stimme zu. Das heißt natürlich nicht, dass du mit “ja, so ist es” darauf antwortest. Nein, setze besser noch einen drauf, z. B. so:

“Blödmann!” - “Danke für das Kompliment!”
“Doofe Nuss!” - “Da haben wir ja einiges gemeinsam!”
“Du hast eine affige Frisur!” - “Oh, auch schon bemerkt? Die ist jetzt total angesagt!”
“Dein Pausenbrot ist ja voll ekelig.” - “Aber klar. Magst du ein Stück? Ich gebe dir gern was ab!”

Thema wechseln
Lasse dich nicht auf ein Gespräch ein. Drehe den Spieß um und bringe den Provokateur durch deine Antwort in eine unangenehme Situation. Z.B. so:

“Deine Klamotten sind wohl von der Kleiderspende, oder?” - “Ach, was hattest du gleich wieder in der letzten Mathe-Arbeit?”
“Doofe Nuss!” - “Da haben wir ja einiges gemeinsam!”
“Geh mir aus dem Weg!” - “Gute Idee. Deine Turnschuhe sehen ganz schön ausgelatscht aus. Wie ist denn das passiert?”

Sich doof geben und eine Gegenfrage stellen
Zugegeben, dazu gehört schon ein wenig Mut. Doch einen Versuch sollte diese Technik ein für allemal wert sein. Hier ein paar Beispiele:

"Du schwule Sau!" - "Ich verstehe gar nicht, wovon du sprichst. Weißt du überhaupt was “schwul” bedeutet?"
“Du hast ja von gar nichts eine Ahnung.” - “Bist du dir da wirklich sicher? Was genau meinst du mit gar nichts?”

Darüber sprechen, wie gesprochen wird
Das ist eine Schlagfertigkeitstechnik für ganz ausgefuchste und abgebrühte Leute. Hier geht es darum, die Art und Weise, wie jemand mit einem spricht, zurückzuweisen. Dass man damit zugleich die Provokation an sich abprallen lässt, gehört dazu. Hier ein paar Beispiele:

“Mein Gott, du bist ja voll der Loser.” - “Ah, du willst mit mir reden. Sorry, aber das ist nicht mein Niveau.”
“Du quatschst immer kompletten Schwachsinn. Halt endlich die Fresse!” - “Sorry, für Leute, die den Macker spielen wollen, gebe ich mich nicht her!”

Stehe dazu, wie du bist
Der eine ist dünn, der andere dick. Manche sind doof, andere schlau. Der eine hat ständig die neuesten Sachen, andere laufen in ihren Uralt-Klamotten herum… Jeder hat seine Eigenheiten und Marotten, die ihn angreifbar machen. Wie damit umgehen, wenn man darauf angesprochen und vor anderen bloßgestellt wird? Am einfachsten ist es, wenn man zu sich steht. Hier ein paar Beispiele:

“Du hast ja abstehende Ohren!” - “Ja und? Mit diesem Anblick musst du leben.”
“Ständig drängelst du dich vor!” - “Gut beobachtet. Dann kannst du mich ja vorbeilassen.”
“Mein Gott, du gehst auf die Hauptschule.” - “Richtig erkannt. Ich komme dort super klar.”

Denke daran, dass …

… du unbewusst mit deiner Körperhaltung ausdrückst, wie du dich fühlst. Wer selbstbewusst, aber nicht zickig auftritt, läuft weniger Gefahr “angemacht” zu werden als jemand, der mit hängenden Schultern um die Ecke schlurft.

… du dich in der Öffentlichkeit nicht daneben benimmst. Popeln, absichtlich furzen und rülpsen – solche Patzer fordern andere geradezu heraus, dass man sich über dich lustig macht.

… Angreifer mit Provokationen auf sich aufmerksam machen und ihre Überlegenheit beweisen wollen. Häufig sind Neid und Eifersucht der eigentliche Grund, warum man “angemacht” wird.

… du zu dir stehst und dich nicht von blöden Sprüchen verunsichern lässt. Jeder hat seine Schwachstellen, die ihn angreifbar machen.

… du mit deinem Angreifer in einer ruhigen Stunde über sein Verhalten sprichst, wenn du das Gefühl hast, dass du gezielt zum Opfer gemacht wirst.

… ständiges herabsetzendes Verhalten ein Aspekt von Mobbing ist. Sprich mit einem Lehrer oder einem anderen Erwachsenen, dem du verstraust, wenn du den Eindruck hast, dass du von einem oder mehreren Angreifern über einen längeren Zeitraum gezielt “runtergemacht” wirst.

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