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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Erkältung / Grippaler Infekt

Die Nase läuft, der Hals tut weh, der Körper wird heiß. Du hast Fieber und schwitzt, der Kopf schmerzt… einfach schrecklich! Was ist passiert? Du hast dich erkältet. Erkältungen, häufig auch grippaler Infekt genannt, gehören zu den häufigsten Infektionserkrankungen: Kleine Kinder haben bis zu 12 Erkältungen pro Jahr. Zum Glück erwirbt man mit jeder Erkältung, die man überstanden hat, Abwehrkräfte. Je älter du wirst, umso seltener wirst du dich erkälten. Das ist auch der Grund, warum sich Erwachsene nur noch zwei- bis viermal im Jahr erkälten.

Wenn von Erkältungen der Luftwege die Rede ist, sprechen viele Menschen von Grippe. Doch Vorsicht – eine Erkältung bzw. ein grippaler Infekt ist nicht dasselbe wie eine Grippe!

Grippe oder grippaler Infekt?
Was ist der Unterschied? Schuld an der Grippe - auch Virusgrippe oder Influenza genannt – ist das Influenzavirus. Bei dem Influenzavirus unterscheidet man zwischen drei Virustypen, und zwar zwischen Influenza A, B und C. Wie merkt man, ob man „nur“ einen grippalen Infekt oder eine Grippe hat? Ganz einfach: Grippe ist sehr viel schlimmer als ein grippaler Infekt. Wenn du eine Grippe bzw. Influenza hast, dann geht es dir in kurzer Zeit ziemlich schlecht: Du hast hohes Fieber, um die 39 Grad und höher, du hast Schüttelfrost und zitterst, der ganze Körper tut dir weh, du hast Kopfschmerzen, bist sehr müde und fühlst dich richtig schlapp. Du hast Halsschmerzen, auch das Schlucken tut weh. Du hustest. Deine Augen sind sehr lichtempfindlich.

Leider ist es auch für einen Arzt sehr schwierig, eine „echte“ Grippe von einem grippalen Infekt sicher zu unterschieden. Trotzdem solltest du sofort zum Arzt gehen, wenn du den Eindruck hast, dass es dir ernsthaft schlecht geht. Der Arzt kann am Anfang der Krankheit anhand eines Tests herausfinden, welcher Erreger bei dir zugeschlagen hat.Wenn sich herausstellt, dass du tatsächlich Grippe hast, kann er dir spezielle Grippe-Medikamente verschreiben.

Durch eine Grippe wird dein Körper sehr viel stärker geschwächt als wie es bei einem grippalen Infekt der Fall ist. Du kannst dich deshalb sehr leicht mit weiteren Infektionen anstecken, z.B. Lungenentzündung. Was tun? Schone dich und bleib so lange zu Hause, bis du dich wieder richtig gesund fühlst.

Was ist eine Erkältung bzw. ein grippaler Infekt?
Eine Erkältung bzw. grippaler Infekt ist – wie die gefährliche Grippe – ebenfalls eine Virusinfektion. Doch anders als bei der „echten“ Grippe, sind hier sehr viel mehr unterschiedliche Viren am Werk – rund 200 Erkältungsviren gibt es. Und es werden ständig mehr. Wie das? Viren sind winzig kleine, sehr einfach strukturierte Organismen, die sich rasend schnell vermehren. Dabei verändern sie sich. So kommt es, dass sich schnell neue Typen herausbilden.

Der die häufigsten Erkältungsviren sind Rhino-, Adeno- und Coronaviren, die wiederum viele einzelne Ausprägungen haben und unterschiedliche Krankheitssymptome – vom Schnupfen über Husten und Fieber bis hin zur Magen-Darm-Infektionen und Bindehautentzündung - auslösen können. Rhinoviren, die zu den Viren-Arten gehören, die für den Schnupfen verantwortlich sind, kommen auf der ganzen Welt vor – du kannst dir also überall eine Triefnase einfangen. Besonders häufig sind Rhinoviren jedoch in der kalten Jahreszeit.

Wie steckt man sich an?
Erkältungen werden durch kleinste Flüssigkeitsmengen übertragen, etwa, wenn man einem verschnupften Menschen die Hand gibt. Es reicht also schon, wenn man einen kleinen Spritzer, der mit Viren infiziert ist, aufnimmt –schon hat man das Virus in sich. Von der der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit dauert es oft nur wenige Stunden bis höchstens fünf Tage.

Wie wird man eine Erkältung wieder los?
Eines vorab: Ein echtes Heilmittel gegen eine Erkältung, die von Viren ausgelöst wird, gibt es nicht. Antibiotika helfen nur gegen bakterielle Infektionen, nicht aber bei Virus-Infektionen. Es ist schwer nur an Hand von Symptomen den Unterschied zwischen einem viralen und bakteriellen Infekt auszumachen.

Wenn du einen Erkältungs-Virus aufgeschnappt hast, dann kannst du nur die einzelnen Symptome lindern. Dafür braucht der Körper Kraft. Schone dich so gut es geht. Sport und andere körperliche Anstrengungen solltest du unbedingt vermeiden.

So kommst du am besten über die Runden
Auch wenn man eine Erkältung nicht wirklich heilen kann, so gibt es doch ein paar Tipps und Tricks, die dir das Leben leichter machen.

  • Salzsprays und Inhalationen: Auch wenn die Nase läuft – Inhalationen mit 0,9-prozentigem Salzwasser und Salz-Nasensprays können helfen.
    Tipp: Salzspray kannst du leicht selbst herstellen. Löse einen Teelöffel Kochsalz in einer Tasse mit abgekochtem Wasser auf und fülle eine leere Nasenspray-Flasche damit - fertig. Du kannst den Salzspray so oft wie nötig verwenden. Denke daran, dass der selbstgemachte Salzspray nur einen Tag lang haltbar ist. Bereite dir jeden Tag einen frischen Salzspray zu!
  • Warme Fußbäder können auch gut tun: Fülle 35 bis 36 Grad Celsius warmes Wasser in einen großen Eimer. Tauche deine Füße vorsichtig ein. Fülle nach und nach immer mehr warmes Wasser nach. Dabei sollte das Wasser, das du auffüllst, etwas wärmer sein als das Wasser im Fußbad, so dass die Temperatur des Fußbades mit der Zeit auf etwa 41 °C ansteigt. Nach 15 Minuten ist jedoch Schluss! Trockne die Füße gut ab, creme sie ein, ziehe dir warme Socken an und lege dich hin.
  • Rotlicht kann auch Linderung verschaffen: Bestrahle dein Gesicht vorsichtig mit einer Rotlicht-Lampe. Eine Rotlicht-Lampe kannst du in einer Apotheke ausleihen. Warum Rotlicht? Rotlicht wärmt und kann dazu beitragen, dass du dich insgesamt besser fühlst.
  • Viel trinken: Am besten ist es, wenn du dir eine Thermoskanne voll heißem Tee neben das Bett oder Sofa stellst. Tee wärmt nicht nur, grüner Tee soll sogar eine abwehrstärkende Wirkung haben. In der Apotheke und in Drogerien gibt es spezielle Erkältungstees, doch auch gewöhnliche Kräutertees sollen helfen.
  • Hühnersuppe: Hühnersuppe ist ein altes Hausmittel, dem eine heilende Wirkung nachgesagt wird. Hühnersuppe kochen ist nicht schwer – dieser Link führt dich auf die Seite „Wie du eine Hühnersuppe zubereitest“ auf www.mellvil.de.
  • Naschereien: Karamellbonbons, ein Löffel Marmelade, dunkle Schokolade schmecken und hellen die Stimmung auf. Mandarinen sind lecker und praktisch – du kannst sie bequem im Bett schälen und ein Stückchen für Stückchen verdrücken.
  • Gehackte Zwiebeln: Zwiebeldämpfe machen die Nase frei. Schneide eine Zwiebel in kleine Stückchen. Gib die Stückchen in eine Schüssel und stelle sie auf deinen Nachttisch.

Wie kann man einer Erkältung vorbeugen?
Ganz einfach – mit Sauberkeit. Sauberkeit, das heißt Hände waschen. Wenn du husten oder niesen musst, dann halte dir den Ellenbogen vor´s Gesicht. Erkältungsviren können mehrere Stunden auf der Hautoberfläche überleben. Deshalb ist es am besten, wenn du dir jedes Mal, nachdem du dir die Nase geputzt hast, die Hände wäschst. Wie man sich die Hände richtig wäscht, erfährst du unter folgendem Link. Er führt dich auf die Seite „Wieso ist Händewaschen wichtig?“ auf www.mellvil.de.

Warme Mütze, Handschuhe, Socken, Hausschuhe… auch sie sind wichtig. Bist du oft barfuß in der Wohnung oder im Haus? Hast du deswegen häufig kalte Füße? Das kann ein Grund sein, warum du krank bist? Wenn einzelne Körperpartien auskühlen, ziehen sich die Blutgefäße der Nase zusammen. Dadurch wird die Nase weniger durchblutet; die Immunabwehr, die vor Krankheiten schützt, wird geschwächt. Kalte Füße – und das gilt auch für Hände, Nase und Ohren – machen es den Erkältungsviren leicht. Deshalb gilt: Achte darauf, dass deine Füße, Hände und der Kopf immer warm sind.

Schlafe ausreichend lange. Wer ständig übermüdet ist, steckt sich häufiger an als Menschen, die ausreichend schlafen.

Schon wieder erkältet?
Wie ist das möglich? Eine Erkältung ist vorbei, wenn der Körper genügend Antikörper gegen das Erkältungsvirus gebildet hat. Du fühlst dich wiederhergestellt, aber nicht wirklich stark und fit. Deshalb ist die Gefahr nach einer überstandenen Erkältung groß, dass du dich erneut ansteckst – und diesmal sogar schlimmer. Es drohen Grippe, Nasennebenhöhlenentzündung, Kehlkopfentzündung, Mittelohrentzündung, Mandelentzündung, Bronchitis und – noch schlimmer – Lungenentzündung. Deshalb gilt: Schone dich, wenn du eine Erkältung eben erst hinter dich gebracht hast.

Denke daran, dass du …

…. dir die Hände so oft wie möglich wäschst, wenn du erkältet bist.

… den Ellenbogen vor den Mund hältst, wenn du niest.

… Körperkontakt mit Menschen, die erkältet sind, meidest. Also: Kein Küsschen, keine Umarmung, kein Händeschütteln.

… lange schläfst und deinen Körper warm hältst – beides beugt Erkältungen vor. Ziehe Hausschuhe - im Winter auch Mütze und Handschuhe – an, wenn du Erkältungen vorbeugen willst.

… möglichst bei den ersten Anzeichen einer Erkältung reagierst: Nimm ein warmes Fußbad und ruhe dich aus.

… keinen Sport treibst, bei dem du dich so anstrengst, dass sich deinen Pulsschlag erhöht.

… zum Arzt gehst, wenn deine Körpertemperatur fünf Tage lang über 38 Grad C liegt. Gehe auch zum Arzt, wenn Schüttelfrost hast. Dabei zittert der Körper so sehr, dass du ein Glas Wasser nicht still halten kannst. Gehe zum Arzt, wenn du Schmerzen im Brustkorb hast, die beim Einatmen schlimmer werden.

… Nasentropfen nicht länger als sieben Tage nehmen darfst.

… dich ausgewogen und gesund ernährst, regelmäßig an die frische Luft gehst und Sport treibst. Gesund leben hilft dir gesund zu bleiben.

… zu Hause bleibst, wenn du erkältet bist. So schützt du andere davor, dass sie sich bei dir anstecken.

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