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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Allergien

Die Augen tränen, die Nase läuft. Was ist los? Eine Erkältung? Oder etwa nicht? Es ist oft nicht leicht, eine Erkältung von einer allergischen Reaktion zu unterscheiden. Doch es gibt ein Anzeichen, mit der du der Sache auf den Grund kommen kannst: Erkältungen dauern meist nicht länger als eine Woche; am Anfang wird sie immer schlimmer, nach ein paar Tagen geht es dir spürbar besser. Anders ist es bei einer Allergie: Die allergische Reaktion setzt sofort ein, wenn du einer gewissen Menge von der Substanz, auf die du allergisch reagierst, in Berührung kommst. Schnupfen oder Allergie? Wenn du nicht sicher bist, dann gehe am besten zu deinem Arzt und lasse dich testen!

Je fitter, desto besser!
Achte auf deine Gesundheit und dein Wohlbefinden! Je fitter du bist und je gesünder du dich ernährst, umso leichter kannst du mit Beschwerden, die Allergien auslösen, umgehen. Wichtig ist, dass du dich in deiner Haut rundum wohl fühlst. Denke auch daran, dass du dich nicht zu sehr unter Druck setzt und immer wieder eine Auszeit nimmst – zu viel Stress kann dazu führen, dass sich körperliche Reaktionen verschlimmern.

Was ist eine Allergie?
Von einer Allergie spricht man, wenn der Körper auf Substanzen, die eigentlich harmlos sind, überempfindlich reagiert. Der Körper verhält sich so, als ob der Stoff, z.B. Staub oder Blütenpollen, Krankheitserreger wären, die er bekämpfen muss. Die Substanzen, die Allergien auslösen können, nennt man Allergene.

Lästig und unangenehm an den Allergien sind die allergischen Reaktionen des Körpers – er scheint ein wenig verrückt zu spielen. Wie kommt es dazu?

Wenn der Körper mit Allergenen in Kontakt kommt, produziert er Immunglobuline, auch Antikörper genannt. Antikörper sorgen dafür, dass bestimmte Zellen chemische Substanzen in den Blutkreislauf einschleusen. Eine dieser Substanzen ist Histamin. Histamin löst Entzündungen aus. Davon können, je nach Allergie, ganz unterschiedliche Abwehr-Reaktionen im ganzen Körper - bei den Augen, der Nase, im Rachen, in der Lunge, auf der Haut und bei den Verdauungsorganen auslösen. Das geschieht jedes Mal, wenn man mit dem Allergen in Berührung kommt. Das ist der Grund, warum es immer wieder zu allergischen Reaktionen kommt.

Wie bekommt man eine Allergie? Eines vorweg – Allergien sind keine Krankheit; sie sind auch nicht ansteckend. Wenn deine Eltern Allergien haben, dann kann es gut sein, dass du auch eine, eventuell dieselbe Allergie entwickelst. Wenn beide Elternteile Allergien haben, dann besteht eine 50prozentige Chance für dich, dass auch du Allergiker wirst – oder nicht!

Allergische Reaktionen Hin und wieder schnäuzen oder monatelang eine Triefnase und stark geschwollene Augen - wie stark eine allergische Reaktion ist, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Manche Reaktionen sind zwar lästig, aber vergleichsweise harmlos. Weitaus schlimmer als eine triefende Nase sind Asthma-Anfälle. Dazu kommt es häufig, wenn ein Allergiker eine Substanz, auf die er allergisch reagiert, einatmet. Manche reagieren auf Allergene mit einer ganzen Reihe von Symptomen. Dabei kann es zu einem allergischen Schock, auch Anaphylaxie genannt, kommen. Wie das? Das Histamin bewirkt, dass das Bronichiengewebe anschwillt und der Blutdruck sinkt. Dadurch ist der ganze Körper in Mitleidenschaft gezogen: Es kommt zu Atembeschwerden, Schwierigkeiten beim Schlucken, die Zunge und Lippen schwellen an. In ganz schlimmen Fällen werden Allergiker bei einem allergischen Schock bewusstlos.

Meistens tritt der allergische Schock unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen ein. Es kann aber auch vorkommen, dass er erst nach mehreren Stunden auftritt. Was ist zu tun, wenn jemand auf diese Weise in Lebensgefahr gerät? Ganz klar: Sofort einen Arzt rufen!

Welche Subtanzen können allergische Reaktionen auslösen? Es gibt jede Menge Substanzen, auf die Menschen allergisch reagieren können, z.B. einzelne Lebensmittel, Tierhaare, Blütenstaub, Hausstaub, Reinigungsmittel, Latex, bestimmte Metalle. Hier die Allergene im Einzelnen:

  1. Nahrungsmittel: Nahrungsmittelallergien sind bei Kindern recht häufig. Zum Glück bestehen Nahrungsmittelallergien bei vielen Allergikern nicht ein Leben lang – wenn Kinder älter werden, kann die Allergie verschwinden. Verstopfte Nase, juckender Hautausschlag und Durchfall sind Symptome, die auf eine Nahrungsmittelallergie hinweisen können. Welche Nahrungsmittel können Allergien auslösen? Die häufigsten allergie-auslösenden Nahrungsmittel sind Milch und Milchprodukte, Eier, Weizen, Soja, Nüsse und Meerestiere.
     
  2. Insektenstiche: Das Gift, das Insekten bei einem Stich in den Körper spritzen, kann sehr heftige allergische Reaktionen bis hin zum allergischen Schock auslösen. Wenn jemand von einer Biene, Wespe oder einem anderen Insekt gestochen wird und es ihm danach schlecht geht, dann rufe sofort einen Arzt.
     
  3. Partikel in der Luft: Vieles, was in der Luft herumschwirrt, kann Allergien auslösen, z.B. Milbenkot. Man spricht in diesem Zusammenhang von Hausstaub-Allergie. Der Milbenkot trocknet und wirbelt als feinste Staubpartikel durch die Luft. Milben kommen vor allem in Betten, in der Kleidung, Teppichen und Polstermöbeln vor, wo sie sich von abgestorbenen Hautschuppen ernähren. Ferner können Schimmel-Sporen, Fell und Speichel von Haustieren und Blütenstaub allergische Reaktionen hervorrufen.
     
  4. Medikamente: Sie sollen helfen, aber nicht jeder verträgt sie: Antibiotika, d.h. Medikamente gegen bakterielle Infektionen, gehören zu den Medikamenten, die vergleichsweise häufig allergische Reaktionen auslösen. Doch auch andere Medikamente, auch solche, die man rezeptfrei kaufen kann, können allergische Reaktionen zur Folge haben.
     
  5. Chemikalien: Bei manchen Menschen können Kosmetika und Waschmittel zu juckenden Ausschlägen führen. Das gilt auch für Farbstoffe, Haushaltsreiniger und Pestizide, die in Gärten und auf Feldern versprüht werden.

Wie man Allergien feststellen und behandeln kann
Dir tränen die Augen, die Nase läuft… Oder hast du einen Ausschlag, wenn du bestimmte Kleidungsstücke trägst? Dann ist es Zeit für einen Allergie-Test. Am besten, du gehst zu deinem Kinderarzt. Er wird dich möglicherweise an einen Allergologen, d.h. Allergie-Spezialisten, weiterverweisen. Vielleicht ist dein Kinderarzt jedoch Allergologe und kann die Untersuchungen selbst durchführen. Was erwartet dich dabei? Zunächst wird dich der Arzt zu deinen Symptomen befragen. Wo tritt ist der Ausschlag? Seit wann läuft die Nase? Wann tränen die Augen? Anschließend wird er dich fragen, ob es jemandem in deiner Familie ähnlich geht. Möglicherweise hast du dieselbe oder eine ähnliche Allergie wie einer deiner Verwandten.

Anschließend werden Tests durchgeführt. Dabei versucht man festzustellen, auf welche Substanzen du allergisch reagierst. Es gibt Blut- und Hauttests. Welche Tests durchgeführt werden, hängt von der Art der Allergie, die man bei dir vermutet, ab.

Mit Allergien leben
Wie kommt man mit einer oder mehreren Allergien klar? Am effektivsten ist es natürlich, wenn du dich von den Stoffen, auf die du allergisch reagierst, fern hältst. Es gibt jedoch auch Medikamente und Therapien, mit denen man Allergien behandeln kann.

Allergenen ausweichen Wenn du auf Nahrungsmittel allergisch reagierst, kannst du den Allergenen ausweichen, indem du auf Nahrungsmittel, die du nicht verträgst, verzichtest. Sind in der Schokolade oder im Kuchen Nüsse? Sind im Pudding aus dem Kühlregal Eier? Natürlich ist es für dich und deine Familie kompliziert und aufwändig, wenn du jedes Mal auf die Verpackung schauen musst, um herauszufinden, ob du etwas essen darfst oder nicht. Doch häufig ist das Vermeiden von Allergenen die einzige Hilfe. Bist du allergisch auf Tierhaare? Oder auf Hausstaub? Beides sind Partikel in der Luft. Jeder braucht Luft zum Atmen. Klar, dass du diesen Partikeln, auf die du allergisch reagierst, nicht völlig ausweichen kannst. Doch es gibt Tricks, mit denen du das Schlimmste verhinderst.

  1. Sorge dafür, dass du möglichst wenig mit dem Pelz-Haustier, auf das du allergisch reagierst, in Berührung kommst. Halte es aus deinem Zimmer fern und lasse es, wenn möglich, regelmäßig waschen bzw. mit einem feuchten Tuch abreiben.
     

Wenn du Hausstaub-Allergiker bist, dann gelten folgende Tipps für dich:

  1. Entferne Teppiche und alles, wo sich Staub ansammelt, aus deinem Zimmer.
     
  2. Mache häufig sauber. Wenn du eine schwere Allergie hast, solltest du jemand bitten, diesen Job für dich zu erledigen.
     
  3. Beziehe dein Bett, d.h. die Matratze, das Kissen und die Zudecke mit einem speziellen Überzug, der den Milbenbefall des Bettes reduziert. Diese Bezüge nennt man Encasing Set; sie können vom Arzt verschrieben werden.

Wenn du Pollen- oder Blütenstaub-Allergiker bist, solltest du diese Tipps berücksichtigen:

  1. Informiere dich, wann welche Pflanzen blühen. Schließe das Fenster, wenn die Pflanzen, auf deren Pollen du allergisch reagierst, blühen.
     
  2. Ziehe dich um, nachdem du draußen warst. Nimm die alte „Draußen-Kleidung“ nicht mit in dein Zimmer.
  3. Mähe nicht den Rasen!

Wenn du allergisch auf Schimmelpilze bist, halte dich an diese Regel:

  1. Vermeide alle Orte, wo es feucht ist, also z.B. den Keller. Am besten rückst du Schimmel zu Leibe, wenn du die Räume häufig und gründlich lüftest.
     
  2. Ferner solltest du keine nassen Sachen im Zimmer trocknen, kein Aquarium im Zimmer aufstellen und auch keine Topf-Pflanzen im Schlafzimmer aufstellen.
  3. Schimmelpilze sind auch in der Natur, z.B. im Garten. Halte dich von verrottenden Pflanzenteilen fern. Wenn es gilt, den Komposthaufen umzusetzen, dann sind andere an der Reihe!

Therapien und Medikamente für Allergiker Allergenen ausweichen, ist nicht die einzige Möglichkeit, mit Allergien klar zu kommen. Es gibt verschiedene Medikamente. Wenn du eine Allergie hast, bei der es zu einem allergischen Schock kommen kann, kann dir der Arzt ein Medikament verschreiben. Solche Medikamente sind Notfall-Medikamente, die Verkrampfungen lösen und deshalb bei akuten Asthma-Anfällen eingesetzt werden. Dein wird dir Arzt genau erklären, wann und wie du das Medikament benutzen sollst.

Denke daran, dass ...

du den Kontakt mit dem Allergen vermeidest.

… du als Hausstauballergiker Kissen, Teppiche, Vorhänge, Plüschtiere und alles, was sonst noch als Staubfänger dienen kann, aus deinem Zimmer entfernst. Halte dein Zimmer sauber!

… du als Pollen-Allergiker deine Kleidung wechselst und die Fenster in der Pollen-Saison geschlossen hältst.

… du als Nahrungsmittelallergiker die Verpackung von Lebensmitteln genau liest und auf Nahrungsmittel, die dein Allergen enthalten, verzichtest.

… du, wenn deine Haut allergisch reagiert, auf hypoallergene Kosmetik ausweichst und parfümfreie Wasch- und Reinigungsmittel verwendest.

… du dein Notfall-Medikament stets bei dir hast, wenn bei dir die Gefahr eines allergischen Schocks besteht.

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