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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Sich unerlaubt irgendwo aufhalten
[Hausfriedensbruch]

Du bist bei deinem Freund zum Übernachten eingeladen. Heimlich leert ihr eine Flasche Wodka. In der Nacht muss sich dein Freund mehrmals übergeben. Am nächsten Tag wirft dich der Vater deines Freundes aus der Wohnung und erteilt dir für das nächste halbe Jahr Hausverbot. Nach zwei Wochen besuchst du deinen Freund wieder. Als dich der Vater deines Freundes sieht, droht er dir mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruchs.

Pass auf!
Die Unverletzlichkeit der Wohnung ist ein Grundrecht, das vom Grundgesetz besonders geschützt wird. Das heißt, dass niemand unbefugt in eine Wohnung eindringen kann. Wer eine Wohnung mietet oder als Eigentümer darin wohnt, hat das Hausrecht über die Wohnung und kann Hausverbote aussprechen.

Das Hausrecht gilt nicht nur für die Wohnung, sondern auch für das Treppenhaus, die Waschküche, den Fahrradkeller und den Garten, der zur Wohnung gehört.

Das Hausrecht wird auch angewandt auf Geschäftsräume, Privatparkplätze, eingezäuntes Gelände und Räume, die vom öffentlichen Dienst, also zum Beispiel von der Stadtverwaltung oder von den Verkehrsbetrieben genutzt werden. Diese Bereiche dürfen nur mit Erlaubnis betreten werden und sind deshalb "geschützte Räume".

Kaufhäuser, Bahnhöfe und Bibliotheken sind öffentliche Gebäude, die jeder ohne besondere Erlaubnis betreten darf.

Was ist Hausfriedensbruch? Wer das Hausrecht hat, kann darüber entscheiden, wer sich in dem "geschützten Raum", über den er verfügt, wann und wie lange aufhalten darf. Dabei kann er gegenüber Personen, die unerwünscht sind, ein Hausverbot aussprechen.

Wer sich nicht an das Hausverbot hält und den "geschützten Raum" nicht verlässt oder sich trotz des Hausverbots wieder dort aufhält, macht sich wegen Hausfriedensbruchs strafbar.

Wenn du erwischt wirst
Hausfriedensbruch ist eine Straftat, die im Erwachsenenstrafrecht, das heißt bei Tätern über 21 Jahren, mit einer Freiheitsstrafe oder mit einer Geldstrafe bestraft wird. Die Tat wird nur auf Antrag verfolgt, das heißt, wenn der Täter angezeigt wird.

Kinder bis 14 Jahre sind nicht strafmündig. Das bedeutet, dass du nicht vor Gericht kommst und daher auch nicht verurteilt werden kannst. Doch auch bei Kindern haben Straftaten Folgen: Das Jugendamt kann eine Akte über dich anlegen, in der deine Straftaten verzeichnet sind. Außerdem kann es Erziehungsmaßnahmen anordnen. Bei Jugendlichen, die zwischen 14 und 18 Jahre, in Ausnahmen bis 21 Jahre alt sind, wird Hausfriedensbruch vor dem Jugendgericht nach dem Jugendstrafrecht verhandelt.

Wenn du des Hausfriedensbruchs beschuldigt wirst, musst du bei der Polizei nur Angaben zu deiner Person machen. Die Polizei ist verpflichtet, dich auf deine Rechte hinzuweisen, und zwar: du brauchst keine Angaben zur Sache, also zum Hausfriedensbruch zu machen; du darfst eine Person deines Vertrauens, etwa deine Eltern, und einen Rechtsanwalt hinzuziehen.

Denk daran

Wer einen einem Ladendiebstahl begeht und erwischt wird, muss damit rechnen, dass gegen ihn ein Hausverbot ausgesprochen wird. Der Dieb darf dann für eine bestimmte Zeit den Laden nicht mehr betreten, sonst macht er sich strafbar. Wenn der Laden zu einer Ladenkette gehört oder eine Filiale hat, dann kann das Hausverbot auch für die übrigen Läden ausgesprochen werden.

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