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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Mädchen und Frauen

Wenn von den Geschlechtsorganen der Frau die Rede ist, sprechen viele von "Unterleib". Warum? Die Geschlechtsorgane der Frau sind nur zum Teil von außen zu sehen; vieles verbirgt sich im Körper. Natürlich ist "Unterleib" kein schöner Begriff, aber so heißt es nun mal. Wenn also von "Unterleibsschmerzen" die Rede ist, dann sind damit nicht etwa schmerzhafte Blähungen gemeint, sondern Beschwerden, die mit den Geschlechtsorganen zu tun haben. Damit die Sache ein wenig übersichtlicher wird, spricht man von den inneren und den äußeren Geschlechtsorganen.

1. Große Schamlippen
2. Kleine Schamlippen
3. Klitoris
4. Harnröhre
5. Venushügel
6. Blase
7. Scheideneingang
8. After
9. Scheide
10. Enddarm
11. Gebärmutter
12. Eileiter
13. Eierstock

Die äußeren Geschlechtsorgane der Frau (Vulva)
Zu den äußeren Geschlechtsorganen zählt man die Schamlippen und die Klitoris, auch Kitzler genannt. Mädchen und Frauen haben zwei Schamlippenpaare, die inneren und die äußeren, d.h. die großen Schamlippen. Die äußeren Schamlippen reichen vom Schamhügel bis hinunter zum Damm, also dem Gewebe, das zwischen Scheideneingang und After liegt. Sie umschließen also den Scheideneingang.

Wenn bei Mädchen etwa ab dem elften Geburtstag die Brüste zu wachsen beginnen, verändern sich die äußeren und inneren Schamlippen. Auf den äußeren Schamlippen wachsen Haare. Die inneren Schamlippen werden größer; sie sind auch nicht so glatt wie die äußeren Schamlippen, sondern bei den meisten eher gekräuselt. Bei vielen Frauen und Mädchen werden sie so groß, dass sie über die äußeren Schamlippen hinauswachsen. Rosa, hell- oder dunkelrot - auch die Farbe ist von Frau zu Frau und von Mädchen zu Mädchen verschieden. Es kann sogar sein, dass eine Schamlippe ein wenig größer ist als die andere.

Zwischen den inneren Schamlippen liegt der Kitzler, (lateinisch Klitoris). Der Kitzler ist nur zum Teil sichtbar; ein Teil ist im Körperinneren verborgen. Der sichtbare Teil befindet sich ziemlich weit oben, also dort, wo die Schamlippen zusammenwachsen. Er fühlt sich an wie eine kleine Perle, die sich hin und her bewegen lässt. Der Kitzler ist - wie sein Name schon andeutet - sehr empfindsam. Er ist sogar die empfindsamste Stelle einer Frau und dient nur dazu, dass eine Frau sexuelle Lust empfindet und Spaß am Sex hat. Wenn ein Mädchen bzw. eine Frau sexuell erregt ist, wird die Klitoris größer, schwillt an und kommt unter dem Hautläppchen, das sie bedeckt, hervor. Kurz vor dem Höhepunkt der sexuellen Erregung zieht sich der Kitzler wieder zurück.

Die inneren Geschlechtsorgane der Frau
Zu den inneren Geschlechtsorganen zählt man Scheide, Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter.

Die Scheide (lateinisch Vagina) ist eine schlauchförmige, sehr stark dehnbare Öffnung, die sich in der Gebärmutter fortsetzt. Der Eingang zur Scheide liegt genau zwischen der Harnröhre, also dort, wo Urin herausfließt, und dem After. Wenn ein Mann mit einer Frau Geschlechtsverkehr hat, dann führt er seinen Penis in die Scheide. Sie ist genauso lang wie der Penis und passt sich der Form des Penis genau an. Wenn Mädchen in die Pubertät kommen, sondert die Scheide Schleim ab. Dieser Schleim schützt die Gebärmutter vor Infektionen und ermöglicht es dem Penis, dass er, ohne sich zu reiben, in die Scheide eindringen kann. Den ganzen Tag über tropft ein wenig von dem Schleim aus der Scheide. Wenn deine Unterhose dadurch sehr feucht wird, kannst du den Schleim mit Slipeinlagen auffangen. Während des Zyklus verändert sich der Schleim; mal ist er zäh, mal flüssig, mal milchig oder eher durchsichtig.

Die Gebärmutter (lateinisch Uterus) ist die Fortsetzung der Scheide. Sie ist ein faustgroßer, birnenförmiger Muskel, der unten durch einen Ringmuskel, den Muttermund, fest verschlossen ist. Jeden Monat, d.h. nach jeder Regelblutung, bereitet sich die Gebärmutter erneut darauf vor, dass sich ein befruchtetes Ei einnistet und zu einem Baby heranwächst: Es bildet sich Gebärmutterschleimhaut. Wenn das Ei nicht befruchtet wurde, wird die Schleimhaut ausgeschieden - das ist die monatliche Regel, auch Periode genannt. Ein Mädchen bzw. eine Frau, die ihre Periode bekommt, ist also nicht schwanger. Wenn ein Ei befruchtet wurde und die Frau schwanger ist, bildet sich der Mutterkuchen, das Ei wächst zu einem Baby heran. Bei der Geburt ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter rhythmisch zusammen. Später dann bei der Geburt drücken sie das Baby nach unten in Richtung Scheide und von dort aus dem Bauch heraus. Diese Muskelbewegungen nennt man Wehen.

Die Eierstöcke (lateinisch Ovarien) sind das Organ, in denen die Eizellen angelegt sind; hier werden auch die weiblichen Geschlechtshormone produziert. Eine Frau bzw. ein Mädchen hat zwei Eierstöcke, einen links und einen rechts. Die Eierstöcke sind durch je einen Eileiter - das ist ein schmales, etwa zehn bis 15 cm langes Röhrchen - mit der Gebärmutter verbunden. Eine Frau bzw. Mädchen hat bereits bei seiner Geburt rund 400.000 Eizellen in den Eierstöcken, die nur darauf warten, dass sie heranreifen können. Doch nur ein ganz geringer Teil reift heran und noch sehr viel weniger werden auch befruchtet! Wie reift ein Ei heran? Die Geschlechtshormone sind der Auslöser dafür. Jeden Monat wird eine reife Eizelle aus dem Eierstock ausgestoßen und gelangt in den Eileiter. Diesen Vorgang nennt man Eisprung. Dann steigt die Körpertemperatur um ein halbes Grad.

Die Eileiter (lateinisch Tuben) transportieren das herangereifte Ei vom Eierstock in die Gebärmutter. Ein unbefruchtetes Ei lebt nur 24 Stunden, wenn es nicht befruchtet wird. Wo und wie wird ein Ei befruchtet? Die Befruchtung geschieht, während das Ei im Eileiter ist. Eine Frau bzw. ein Mädchen kann während eines Menstruationszyklus nur wenige Tage lang schwanger werden: Fünf Tage vor bis einen Tag nach dem Eisprung. Wie das? Die Spermien, die beim Geschlechtsverkehr in den Körper gelangen, können im Körper der Frau sehr viel länger als eine Eizelle, nämlich bis zu sechs Tage, überleben und das Ei befruchten! Wenn ein Mädchen bzw. eine Frau fünf Tage vor dem Eisprung mit einem Mann schläft, kann sie ebenso schwanger werden wie wenn sie erst einen Tag nach dem Eisprung Geschlechtsverkehr hat.

Natürliche Verhütung mit der Kalendermethode?
Diese Methode ist für Mädchen und Frauen, die ohne viel Nachdenken, Auszählen der fruchtbaren Tage und Rechnen verhüten wollen, nicht geeignet. Warum? Die meisten Mädchen haben noch keinen regelmäßigen Zyklus; ihre Periode kommt mal früher, mal später. Sie können also gar nicht errechnen, wann ihr Eisprung stattfindet und an welchen Tagen sie schwanger werden können. Dazu kommt, dass sich der Eisprung verschieben kann. Dann ist die Gefahr, dass trotz aller Vorsicht eine Schwangerschaft zustande kommt, sehr groß. Deshalb ist die natürliche Verhütung mit der Kalendermethode, also dem Abzählen und Eingrenzen der fruchtbaren Tage, nicht die richtige Methode.

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