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Mellvil - Ein Kinderforum zum Klarkommen

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Schamgefühl und Sexualität

Je mehr man über eine Sache Bescheid weiß, umso leichter kann man darüber sprechen. Das stimmt, aber es gibt eine Ausnahme: die Sexualität. In Zeitschriften, dem Netz, einschlägigen Ratgebern und Bildbänden kann man jede Menge über Sex erfahren. Sex erscheint dort als etwas völlig Natürliches, als eine Sache, die ganz selbstverständlich zum Leben dazugehört. Dennoch fällt es den meisten schwer sich allgemein darüber zu unterhalten. Noch schwieriger ist es oft, mit seinem Partner oder seiner Partnerin über seine Wünsche und Erwartungen zu sprechen. Schuld daran ist das Schamgefühl.

Die Angst, anders zu sein
Was man aus den Medien über Sex erfährt, prägt die Vorstellung davon, was Sex ist. Dazu kommen eigene Erfahrungen. Doch die haben die Jugendlichen noch gar nicht! Zu dick, zu dünn? Zu wenig, zu viel Busen? Was ist mit der Schambehaarung? Wie ist mein Penis? Was heißt "gut im Bett"? Ist man "verklemmt", wenn man bestimmte sexuelle Handlungen ablehnt? In welchem Alter "sollte" man gewisse Erfahrungen gemacht haben?

Die Medien liefern Bilder perfekter junger Menschen mit einem perfekten Körper. Sie erleben großartigen Sex und können ihrem Partner und ihrer Partnerin jederzeit alles recht machen.

Kein Wunder, dass Jugendliche, die keine oder wenig Erfahrung mit Liebe und Sex haben, Angst davor haben, dass sie die Erwartungen nicht erfüllen können. Insgeheim vergleicht sich jeder mit den Abbildungen. Die Bilder vom perfekten Sex mit perfekten Körpern erzeugen ein Schamgefühl, bei dem sich der Einzelne ziemlich mickrig und hilflos vorkommen kann: Man schämt sich, weil man glaubt, dass man - im Vergleich zu den tollen Typen und knackigen Mädchen in den Medien - nicht attraktiv ist. Man hat Angst davor, dass der Partner enttäuscht ist. Dabei ist eigentlich jedem klar, dass kaum jemand wirklich perfekt ist: Die meisten Fotos sind nachbearbeitet, d.h. die Menschen, die darauf abgebildet sind, sind geschönt. Dazu kommt, dass viele Menschen, die sich für so genannte "Erotik-Magazine" fotografieren lassen, eine oder sogar mehrere kosmetische Operationen hinter sich haben. Es ist also eine fragwürdige Form von Schönheit und Freude am Sex, die dem Publikum hier präsentiert wird.

Dennoch kann es unter dem Eindruck solcher Bilder passieren, dass man nicht mehr Freude an der Sexualität hat, wenn man mehr darüber weiß. Im Gegenteil: Man schämt sich, weil man befürchtet, dass man die eigenen und die Erwartungen des Partners oder der Partnerin nicht erfüllt.

Neugier und Scham
Sexuelle Gefühle machen neugierig. Wie kann man mehr davon erleben? Wie dem Partner oder der Partnerin dieses großartige Gefühl ermöglichen? Um Sexualität zu erleben, müssen sich beide öffnen. Und nicht nur das: Wenn Menschen miteinander schlafen, geben sie sich einander völlig preis. Will ich das wirklich? Diese Art Schamgefühl ist die "innere Stimme", die jedem sagt, ob, wann und mit wem er oder sie bestimmte Grenzen überschreiten kann. Im richtigen Moment schützt diese Art Schamgefühl vor Übergriffen anderer. Es ist eine Art natürliche Barriere, die uns davor bewahrt, dass wir mit Worten und auch direkt in die Intimsphäre eines anderen Menschen eindringen.

Dennoch kann es passieren, dass sich Menschen, die sich körperlich lieben, ein wenig voreinander schämen. Das ist nicht schlimm, sondern völlig normal. Warum? Durch das Schamgefühl wird man sich bewusst, dass man - trotz der intensiven Nähe - ein eigener Mensch und für sich selbst verantwortlich ist.

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