LABBÉ Verlag
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Ruth Handler

Ruth Handler (1906-2002)
Gründerin der Firma Mattel, Erfinderin der Barbie-Puppe und der Brustprothese

Ruth Handler wurde 1906 in Denver, Colorado, geboren. 1938 heiratete sie ihren Schulfreund, Elliot Handler, und arbeitete einige Zeit als Sekretärin bei den Paramount Pictures in Los Angeles. Elliot Handler besuchte die Kunstschule und baute nebenbei Möbel für die gemeinsame Wohnung. Eines Tages meinte Ruth, die Möbel seien so gut gelungen, dass man sicher auch Käufer für derartige Stücke finden könnte. Damit lag Ruth vollkommen richtig. In kurzer Zeit gelang es den Handlers, ein florierendes Möbelgeschäft aufzubauen.

Doch es dauerte nicht lange, bis Ruth eine noch einträglichere Geschäftsidee hatte. Auf ihre Anregung begann Elliot, aus den Holz- und Metallresten, die bei der Möbelproduktion anfielen, Puppenmöbel zu bauen. Ihre Firma Mattel Creations entwickelte sich seit 1946 zu einer der größten Spielzeugfirmen in den USA. Doch der ganz große Durchbruch kam erst, als Mattel Creations die Barbie 1959 auf der „American Toy“, der US-Spielwarenmesse, in New York vorstellte.

Zuvor hatte Ruth Handler jahrelang beobachtet, wie ihre Tochter Barbara lieber mit Puppen spielte, die eigentlich für ältere Kinder gedacht waren. Puppen, die sie mit modischen Accessoires immer wieder neu einkleiden und verändern konnte. Solche Puppen gab es damals aber nur zum Ausschneiden. Da traf es sich gut, dass Ruth Handler im Frühjahr 1956 auf ihrer Europareise auf die in Deutschland hergestellte „Lilly“ stieß. Lilly war ein Geschöpf des Modelleurs Max Weißbrodt und wurde von der Firma Hausser produziert.

Ruth Handler erwarb die Rechte an der Lilly und gestaltete die Puppe für den amerikanischen Markt geringfügig um, aber es dauerte noch einige Zeit, bis sie unter dem Namen „Barbie“, benannt nach Ruths Tochter Barbara, auf den Markt kam. Das erste Modell der Barbie trug einen Badeanzug mit Sonnenbrille und schwarze Schuhe. Sie wurde mit einem Ständer und einem Booklet, dass die aktuell erhältliche Garderobe vorstellte, in einer Box ausgeliefert. Am Anfang waren die Spielzeughändler von der Barbie wenig angetan und setzten mehr auf neues Spielzeuggewehr, aber schon bald übertraf die Nachfrage nach der Barbie alle Erwartungen. In etwa drei Monaten wurden rund 30.000 Dolls verkauft, und der Siegeszug der Barbiepuppe um die ganze Welt begann.

Später kamen noch eine ganze Reihe Puppen dazu, wie z.B. Ken, Barbies Freund, benannt nach dem Sohn der Handlers, Kenneth. Ruth Handler war von 1948 bis 1967 Vizepräsidentin von Mattel, Inc. und anschließend bis 1973 Präsidentin. Sie war zugleich Mitglied in zahlreichen bedeutenden Vereinigungen wie z.B. des National Business Council for Consumer Affairs (Verbraucherbehörde), und sie war Gastprofessorin an der Universität von Kalifornien. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere erlebte Ruth Handler einen schweren Rückschlag - sie erkrankte an Brustkrebs und die linke Brust wurde ihr entfernt.

Entmutigt zog sich Ruth Handler aus der Firma zurück, die in dieser Zeit in einer Krise steckte. Doch sie gab nicht auf. Zusammen mit einem Prothetik-Designer und einigen Mattel-Konstrukteuren entwickelte sie 1976 eine Serie von Silikon-Brustprothesen, die sie „Nearly Me“ (Beinahe wie ich) nannte. Heute stellt Ruth Handlers Firma Ruthton, Inc. neben Brustprothesen auch Badekleidung für brustamputierte Frauen her.

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