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Rachel Carson

Rachel Carson (1907-1964)
Biologin, Umweltschützerin und Autorin

Rachel Louise Carson stammt aus Springdale, Pennsylvania. Schon sehr früh begeisterte sie sich für die Natur und das Bücherschreiben, eine Leidenschaft, die sie später sehr berühmt machen sollte. Zunächst entschied sie sich jedoch für eine Laufbahn im Bereich der Naturwissenschaft. Sie studierte Biologie am Pennsylvania College for Women und an der Johns Hopkins Universität, die sie 1932 mit dem Magisterabschluss verließ.

Danach arbeitete sie als Meeresbiologin für den U.S. Fish and Wildlife Service und veröffentlichte zahlreiche Bücher. Schon in ihren frühen Publikationen hob Rachel Carson immer wieder hervor, dass das Leben der Menschheit von den Gegebenheiten in der Natur nicht zu trennen ist. Der Mensch, so Rachel Carson, dürfe niemals vergessen, dass auch er ein Teil der Natur ist. 1951 wurde sie mit ihrem Buch, The Sea Around Us (dt.: Das Meer, das uns umgibt), das 86 Wochen die Bestsellerlisten anführte, in ganz Amerika bekannt. Doch erst einige Jahre später kam Rachel Carson zum Umweltschutz, zu ihrer großen Lebensaufgabe wurde.

Eines Tages in den 50er Jahren musste Rachel Carson ein großes Vogelsterben in einer Vogelstation miterleben. Dort verendeten innerhalb kurzer Zeit unzählige Vögel, nachdem wenige Tage zuvor über dem Sumpfgebiet, in dem die Station lag, riesige Mengen des Insektenvernichtungsmittels DDT versprüht worden waren. Solche Sprühaktionen waren damals auf der ganzen Welt üblich, wenn es darum ging, Mücken und ihre Larven im großen Stil zu vernichten. Rachel Carson war tief beunruhigt und lenkte nach diesem einschneidenden Erlebnis ihre weiteren Forschungen auf eine ganz konkrete Aufgabe. Von nun an war es ihr Ziel herauszufinden, wie sich Insektizide auf das Leben von Tier und Mensch auswirken.

Bei ihren wissenschaftlichen Untersuchungen kam sie zu einer folgenschweren Einsicht. Wenn wir so weitermachen, so Rachel Carson 1962 in ihrem Buch Silent Spring (dt.: Der stumme Frühling), werden wir eines Tages einen Frühling ohne Vogelgezwitscher erleben. Insektengifte töten nämlich nicht nur Insekten, sie töten auch die Tiere, die vergiftete Insekten fressen, also Vögel und Fische. Mehr noch - über die Fische, die wir essen, werden auch wir Menschen selbst Opfer des Giftes. Silent Spring war das erste große Umweltbuch überhaupt, ein Buch, das die Begriffe wie „Umwelt“ und „Ökologie“ allgemein bekannt machte und den Grundstein für die weltweite Ökologie-Bewegung legte.

Auf der Gegenseite, der amerikanischen Landwirtschaft und der chemischen Industrie, brach mit Silent Spring ein Sturm der Entrüstung los. Der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, John F. Kennedy, fand Rachel Carsons Aussagen jedoch so Aufsehen erregend, dass er 1962 einen Ausschuss einberief. Dieser Ausschuss konnte ihre Thesen bestätigten und leitete Kontrollmaßnahmen ein. Rachel Carson starb am 24. April 1964, einen Tag bevor als Reaktion auf ein großes Fischsterben im Mississippi-Delta die ersten Kontrollmaßnahmen begannen.

Dreizehn Jahre nach ihrem Tod wurde 1975 die Rachel Carson Homestead Association (RCHA) gegründet. Die RCHA unterhält das Geburtshaus, das von den US-Behörden in die historischen Stätten von nationalem Rang aufgenommen wurde, und informiert über das Leben und Wirken von Rachel Carson. Darüber hinaus veranstaltet die RCHA ganz im Sinn Rachel Carsons Aufklärungsprogramme zum Thema Umweltschutz.

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