LABBÉ Verlag
Zzzebra - Das Web-Magazin für Kinder

Der Spielmannssohn

[Dichter unbekannt]

Als ich ein kleiner Knabe war
Da lernte ich Geige spielen.
Als ich ein wenig größer war,
Mußt sie mein Brot verdienen.
Und als mein Spiel schon weit bekannt,
Traf ich des Königstochter.

„Komm herein, komm herein,
Kleiner Spielmannssohn,
Komm spiel eine kleine Weise."

Drauf herzten wir und küßten viel
Als wie zwei Eheleute.
Es währte eine kurze Zeit,
Der König kam gegangen.
Sah schmusen mich mit dem Töchterlein,
Das meinen Hals umfangen.
Da schwoll des Königs Ader an,
Laut rief’s aus seinem Munde:

„Dummer Schelm, arger Dieb,
Eitler Spielmannssohn,
Was spielst du bei meiner Tochter.
In Frankreich ist ein Ast gebaut,
Da sollst du Wicht dran hangen."

Es währte kaum drei Tage lang,
die Leiter mußt ich steigen.
„Ach, gebt mir meine Geige her,
Noch einmal will ich spielen."
Ich strich mein schönstes Totenlied,
Der König fing an zu weinen.

„An mein Herz, an mein Herz,
Lieber Spielmannssohn,
mein Töchterlein sollst du haben.
In Österreich ist ein Schloß gebaut,
Da sollst du König werden."

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