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Gelenkknacken: Nichts geht zu Bruch

Findest du es auch so gruselig, wenn Leute an ihren Fingern ziehen und es dann ganz laut und abscheulich knackt? Jedes Mal, wenn ich so etwas sehe, meine ich, der Finger würde abbrechen! Genau so hört es sich nämlich an! Mit diesen Geräuschen hat es jedoch etwas anderes auf sich. Denn es sind keine Knochen, die brechen, sondern Blasen in unseren Gelenken, die beim Auseinanderziehen zerplatzen!

Die Gelenke sind die Bereiche in unserem Körper, wo die Knochen miteinander verbunden sind. Damit wir uns ohne Quietschen und Knarren bewegen können, sind die Gelenke von einer schmierigen Flüssigkeit umgeben. Hast du schon einmal gesehen, wie Leute die Scharniere einer Tür ölen, damit sie nicht mehr quietscht? So in etwa funktionieren unsere Gelenke - nur dass die Gelenkflüssigkeit von Natur aus vorhanden ist.

In der klebrigen Masse, die unsere Gelenke umhüllt, gibt es ganz viele winzig-kleine Bläschen. Werden die Knochen nun auseinander gezogen - zum Beispiel wenn du an einem Finger ziehst - bildet sich zwischen den Gelenken ein Raum, der normalerweise nicht vorhanden ist. Nun können sich die kleinen Bläschen ausbreiten: Sie wandern aus der Gelenkflüssigkeit in den Hohlraum hinein. Dort treffen ganz viele kleine Blasen zusammen. Aus ihnen entsteht ein einzige große Blase. Je weiter die Knochen auseinander gehen, desto mehr Platz ist in diesem Raum und desto größer kann die Blase werden. Irgendwann ist sie so groß geworden, dass sie mit einem lauten Knall zerplatzt: Päng! Und genau das ist das Geräusch, das wir dann hören.

Wenn du nun nach so einem Knall gleich wieder an deinem Finger ziehst, vielleicht weil du das Geräusch so toll findest oder aber das Gesicht, das deine Freunde dabei machen, dann wirst du enttäuscht. Es knallt nämlich immer nur ein Mal so laut. Du musst eine ganze Weile warten, bis es wieder funktioniert. Und zwar ungefähr zwanzig Minuten. So lange dauert es nämlich, bis das Gas aus der Blase in die Gelenkflüssigkeit zurückgewandert ist. Was bei den Fingern funktioniert, kann dir übrigens auch passieren, wenn du versuchst, im Stehen mit den Händen den Boden zu berühren. Dann werden die Gelenke auch auseinander gezogen, die Blase platzt und: Knall!

Unser Körper kann aber noch auf andere Art und Weise knacken. Und zwar wenn Sehnen oder Bänder über einen Knochen stolpern. Klingt merkwürdig? Kann schon sein - aber so ist es tatsächlich. Die Bänder sind elastische, aber sehr zähe Streifen. Mit ihrer Hilfe werden die Knochen in unserem Körper zusammengehalten. Sie verbinden zum Beispiel die Fußgelenke mit den Unterschenkeln oder die Oberarme mit der Schulter. Dann gibt es noch Verbindungsstreifen, die nennen sich Sehnen. Sie funktionieren im Grunde ähnlich wie die Bänder, nur dass sie nicht Knochen miteinander verbinden, sondern Knochen mit Muskeln zusammenhalten. Wenn die Muskeln an den Sehnen ziehen, dann bewegt sich unser Körper: Die Hand bewegt sich zum Mund und steckt einen Bonbon hinein! Gut, dass wir Sehnen und Bänder haben, oder?

Sicher hast du schon einmal einen Knochen gesehen. An seinem Ende wird er breiter, das ist dort, wo er mit einem anderen Knochen zusammentrifft und das Gelenk bildet. Jeder Knochen ist ganz verschieden gebaut. Und auch am Ende ist er nicht immer ganz ebenmäßig. Dort kann es kleine Ecken und Kanten geben. Und genau an diesen Vorsprüngen kann eine Sehne oder ein Band, die unsere Gelenke umschließen, hängen bleiben. Die elastischen Bänder werden dann gespannt und immer länger gezogen, bis sie sich mit einem Mal lösen. Dann schnellen sie über den Knochen hinweg und schlagen gegen einen anderen Körperteil: "Päng!"

Bei manchen Menschen knackt es andauernd irgendwo im Körper, bei anderen wiederum fast nie. Das kann damit zu tun haben, wie lang und wie elastisch die Sehnen und Bänder sind. Ob das Knacken unserem Körper schadet, können die Wissenschaftler noch nicht genau sagen.

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