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Poch

Kannst du gut bluffen, das heißt einen Mitspieler täuschen? Dann ist Pochen, eines der ältesten deutschen Spiele - das aus dem 15. Jahrhundert stammen soll - genau richtig für dich! Heute ist Poch, von dem übrigens das weltbekannte Pokern abgeleitet ist, leider ein wenig in Vergessenheit geraten - Grund genug also, um dieses raffinierte und traditionsreiche Spiel auszuprobieren.

Neben den 52 Karten brauchst du zwei oder mehrere Mitspieler, dazu Spielchips und ein Pochbrett. Das Pochbrett kannst du in Spielwarengeschäften kaufen oder versuchen, es selbst nach dieser Vorlage zu basteln.

Das Pochbrett hat acht kreisrunde Vertiefungen, eine in der Mitte, acht drum herum. Vor den einzelnen Vertiefungen der acht Kreiskarten sind Spielkarten abgebildet, As, König, Dame, Bube, 10, die Sequenz 7-8-9, Joker für das Pochfeld, das Paar König-Dame (es wird 'Mariage' genannt).
Vor Spielbeginn legt jeder Spieler einen Spielchip in jede der neun Vertiefungen; dann werden alle 52 Karten verteilt. Wenn ihr zu dritt spielt, also die Anzahl der Spieler ungerade ist, erhält ein Spieler eine Karte mehr als die anderen. Das spielt jedoch für den Verlauf des Spiels keine Rolle. Der Geber zeigt die letzte Karte - ihre Farbe ist die Trumpffarbe.

Das Spiel verläuft in drei Abschnitten:

1. Trümpfe kassieren
2. Pochen
3. Ablegen

Trümpfe kassieren:

Der bzw. die Spieler, die Trumpfkarten erhalten haben, nehmen die Chips aus den Vertiefungen; wer z.B. Trumpf As hat, bekommt alle Chips aus der Schale, die zum As gehört. Wer König und Dame in der Trumpffarbe hat, darf gleich dreimal Chips kassieren - vom Königsfeld, vom Damefeld und vom Feld Mariage, auf dem König und Dame abgebildet sind. Das Gleiche gilt für die Sequenz 7-8-9 - auch dieses Feld darf nur geleert werden, wenn der Spieler alle drei Karten in der Trumpffarbe besitzt. Hat jeder für seine Trumpfkarten Chips kassiert? Dann geht's weiter zum Pochen!

Pochen:
Beim Pochen wird um die Chipkarten, die in den acht äußeren Vertiefungen liegen, gespielt. Am besten, ihr vereinbart einen festen Betrag als Poch-Einsatz.

Wer zwei oder mehr Karten mit demselben Wert auf der Hand hat, z.B. zwei Damen oder dreimal die Acht oder vier Könige, kann pochen. Das heißt, er kann mit seinen Chips wetten, dass er mehr oder höhere gleichwertige Karten hat als die anderen Mitspieler.
'Vorhand' ist derjenige, der das Spiel beginnt. Wenn er entsprechende Karten hat, sagt er "Ich poche" und legt seinen Einsatz in das Pochfeld, d.h. das Feld, das zu dem Joker gehört. Das Spiel geht reihum. Jetzt prüft der nächste Spieler seine Karten; wenn er Erfolg versprechende Karten hat, kann auch er pochen und seinen Einsatz in das Pochfeld legen. Wenn alle Spieler in einer Runde beim Pochen teilgenommen oder gepasst haben, werden die Karten aufgedeckt. Wenn nur ein Spieler gepocht hat, gehen alle Chips des Pochfeldes an ihn. Wenn zwei oder mehr Spieler beim Pochen teilgenommen haben, dann kommt es auf ihre Karten an

Sieger beim Pochen ist, wer die meisten gleichwertigen Karten hat, erst danach zählt der Wert der Karte. Zahl geht also vor Wert. So schlagen drei 9er zwei Könige, vier 10er schlagen zwei Asse. Wenn zwei Spieler gleich viele Kombinationen haben, entscheidet der Wert ihrer Karten. In diesem Fall schlagen drei Buben drei 10er. Bei zwei Pochen mit der gleichen Anzahl und gleichem Wert, z.B. zwei Könige, gewinnt der Spieler, dessen Kombination die Trumpffarbe hat. Den höchsten Wert hat das As, dann folgen König, Dame, Buben, Zehn usw. Wenn der Sieger beim Pochen feststeht, geht's weiter zum dritten Spielabschnitt, dem Ablegen. Wer als erster alle seine Karten loswird, gewinnt die Chips im letzten Spielfeld.

Ablegen
Der Gewinner beim Pochen beginnt und legt die niedrigste Karte der Farbe ab, von der er die meisten Karten hat. Wenn er auch noch darauf folgende Karten besitzt, kann er sie gleich mit ablegen. So kann er mit Pik Sieben beginnen und alle weiteren Pik-Karten in aufsteigender Reihenfolge ablegen. Nach dem ersten Spieler folgt der nächste, der eine passende Karte hat usw., bis zuletzt ein Spieler das As ablegt und gleich mit einer neuen Farbe beginnen kann. Wenn dieser Spieler auch noch die 2 in derselben Farbe besitzt, darf er auch diese Karte ablegen. Die Farbe wird dann solange weitergespielt, bis die letzte Karte abgelegt wurde. Der Spieler, der als erster alle seine Karten abgelegt hat, ist der Sieger des Ablegens. Er nimmt die Chips aus dem Mittelfeld und darf von seinen Mitspielern für jede Karte, die sie noch in der Hand haben, je einen Chip kassieren.

Jetzt werden die Chips gezählt und der Sieger des ersten Durchgangs ermittelt. Lust zum Weiterspielen? Dann nichts wie los in die zweite Runde!

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