Zuckerkreide herstellen – Maltechnik für Kinder mit leuchtenden Farben
- Vorbereitung: gering
- Dauer: 30 - 60 min
- Schwierigkeitsgrad: einfach, leicht
Zuckerkreide hört sich zunächst nach etwas Essbarem an, ist aber eine bewährte bildnerische Technik aus dem Kunstunterricht. Dabei wird normale Tafelkreide in Zuckerwasser eingelegt, wodurch sie weicher wird, intensiver färbt und besser auf dem Untergrund haftet. Mit wenigen Materialien entstehen so leuchtende Bilder, die Kinder besonders motivieren.
Zuckerkreide eignet sich für Kindergarten, Grundschule und kreative Projekte zu Hause. Die Technik ist einfach umzusetzen, lädt zum Experimentieren ein und liefert schnell sichtbare Ergebnisse.
Was ist Zuckerkreide?
Bei Zuckerkreide handelt es sich um herkömmliche Tafelkreide, die vor dem Malen in Zuckerwasser eingeweicht wird. Der Zucker verändert die Oberfläche der Kreide: Sie gleitet geschmeidiger über das Papier, gibt mehr Farbe ab und haftet besser als trockene Kreide.
Besonders gut kommen mit Zuckerkreide helle Motive auf dunklem Papier zur Geltung, etwa Winterlandschaften, Nachtbilder oder großflächige Farbexperimente.
Material für Zuckerkreide
Für Zuckerkreide werden nur wenige Dinge benötigt:
- bunte Tafelkreide
- pro Farbe eine Tasse
- Wasser
- Zucker
- ein Teelöffel
- Papier oder Pappe zum Malen
Da die Kreide beim Arbeiten weich und feucht wird, empfiehlt sich eine Schürze. Zum Fixieren der fertigen Bilder kann Fixativ oder Haarspray verwendet werden.
Am besten eignet sich schwarze Pappe oder festes Papier, da die Kreide beim Malen viel Farbe abgibt und der Untergrund nicht zu schnell durchweicht.
Zuckerkreide selber machen – Schritt für Schritt
Für jede Farbe wird eine Tasse mit Wasser gefüllt. Pro Tasse werden etwa zwei Teelöffel Zucker eingerührt, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Die Kreidestangen werden in Stücke gebrochen und einige Minuten in das Zuckerwasser gelegt.
Sobald die Kreide Bläschen bildet und zu Boden sinkt, ist sie bereit zum Malen. Die feuchten Kreiden gleiten fast ohne Druck über Papier oder Tafel und hinterlassen intensive, leicht glänzende Farbspuren. Nach dem Trocknen kann das fertige Bild vorsichtig fixiert werden, damit die Kreide dauerhaft hält.
Gestaltungsideen mit Zuckerkreide
Zuckerkreide eignet sich besonders für Winter- und Schneelandschaften, Nachtbilder mit starken Hell-Dunkel-Kontrasten, Pflanzen- und Naturmotive, großformatige Gemeinschaftsbilder oder freies Experimentieren mit Farbe und Struktur. Durch die kräftige Farbwirkung erleben Kinder unmittelbar, wie stark Material und Technik das Ergebnis beeinflussen.
Zuckerkreide als bildnerische Technik
Zuckerkreide ist eine von vielen bildnerischen Techniken, mit denen Kinder Farbe, Material und Ausdruck erkunden können. Solche Verfahren spielen im Kunstunterricht eine wichtige Rolle, da sie Wahrnehmung, Motorik und gestalterisches Denken fördern.
Neben der Anleitung zur Herstellung lohnt sich auch der Blick auf Beispiele aus der Praxis. In der Zuckerkreiden-Malerei zeigen Schülerarbeiten, wie vielfältig diese Technik eingesetzt werden kann – von gegenständlichen Motiven bis zu freien Farb- und Formexperimenten.
Von der Zuckerkreide zu weiteren Mal- und Drucktechniken
Wer Zuckerkreide ausprobiert, entdeckt häufig die Lust, weitere einfache Techniken kennenzulernen. Viele Malrezepte und erste Druckverfahren arbeiten ebenfalls mit Alltagsmaterialien und sind gut für Kinder geeignet.
Dazu gehören zum Beispiel Finger- und Handdruck, Kartoffeldruck oder Schwammdruck. Solche Verfahren lassen sich gut mit Zuckerkreide kombinieren und erweitern den gestalterischen Spielraum. Eine Sammlung erprobter Anleitungen dazu findet sich bei Ersten Drucktechniken.
Warum Zuckerkreide Kinder begeistert
Zuckerkreide verbindet Einfachheit mit Wirkung. Kinder erleben, dass sie mit wenigen Mitteln starke Ergebnisse erzielen können. Gleichzeitig lernen sie, aufmerksam mit Material umzugehen und Unterschiede in Oberfläche, Farbe und Struktur wahrzunehmen.
Gerade deshalb eignet sich Zuckerkreide nicht nur als einzelne Bastelidee, sondern als Einstieg in ein größeres Feld bildnerischer Techniken.